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Thema: Vergesellschaftung eines Pärchens mit einem neuen Weibchen

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von natalie
    Registriert seit: 05.09.2010
    Ort: 42699 Solingen
    Beiträge: 547

    Standard Vergesellschaftung eines Pärchens mit einem neuen Weibchen

    Hallo!

    Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen... Anfang Juni, also schon seit einigen Wochen, haben wir ein weiteres Kaninchen aufgenommen. Eine Freundin hat die Kaninchenhaltung aufgegeben, da eines ihrer zwei Tiere gestorben ist. Damit Brunhilde nicht wieder zurück ins Tierheim muss, haben wir gesagt, wir versuchen sie mit unseren beiden, Kai-Uwe und Maja, zu vergesellschaften.

    Kai-Uwe und Maja sind dann ca. 1 Woche vor dem geplanten Termin aus ihrem Zimmer ausgezogen, dort habe ich alles raus genommen und gereinigt - ein anderer Platz für die Vergesellschaftung war leider nicht möglich.

    Wir haben die drei dann alle zusammen in das Kaninchenzimmer gesetzt, Brunhilde hat sich erstmal in eine Klokiste zurückgezogen und Kai-Uwe und Maja haben sich kurz in die Haare gekriegt.

    Es ist dann eigentlich nicht viel passiert.. Es gab keine Prügeleien, es ist ganz minimal Fell geflogen, die drei haben relativ schnell auch nebeneinander gefressen. Maja hat sich ein einziges Mal(was ich gesehen habe), neben Brunhilde gelegt, da waren sie ca. seit 2 Wochen zusammen.

    Nun hat es sich über die letzten Wochen so eingespielt, dass die beiden "Alt-Eingesessenen" weiter so leben wie vorher, sie haben sich lieb, kuscheln usw. Brunhilde lebt so nebenbei mit, die beiden jagen sie allerdings immer wieder weg und lassen sie meistens nicht mal in ihre Nähe. Sie hat inzwischen auch schon ganz schön Respekt, wenn einer der beiden ihr zu nach kommt, da sie auch körperlich ziemlich unterlegen ist (sie ist nur je die Hälfte von den beiden anderen).

    Sie schnappen auch nach ihr, wobei es bisher keine Verletzungen gegeben hat, außer einer wirklich kleinen Katsche im Ohr.

    Brunhilde liegt eigentlich die ganze Zeit alleine.. Sie ist schon immer so dankbar wenn sie von uns gekuschelt und gestreichelt wird... Ich glaube ihr fehlt es total mit anderen Kaninchen zu kuscheln, geputzt zu werden und zu putzen...

    Ich habe beobachtet, grade heute, dass sie sie wegjagen und dann hinter ihr her sind, wenn sie grade wieder etwas markiert hat. Brunhilde ist nicht kastriert, Kai-Uwe und Maja sind beide kastriert.

    Kann das das grundsätzliche Problem sein? Meint ihr, dass "alles besser werden wird", wenn Brunhilde auch kastriert wird?

    Ich bin mir total unsicher, was ich weiter machen soll. So wie es jetzt ist, soll es nicht bleiben. Die Kleine tut mir total leid, weil sie immer so allein ist und immer wieder gejagt wird. Auf Dauer könnte ich mir das gar nicht anschauen und müsste mir Gedanken machen, ob sie es nicht doch woanders besser hätte. Aber ich möchte sie nicht weg geben Vor allem weil das Tierheim hier in Solingen nicht den allerbesten Ruf hat. Wenn ich mir vorstelle, dass sie irgendwo hin kommt, wo sie vielleicht nicht gut gehalten wird... Damit könnte ich nicht leben..

    Also, was meint ihr zu der Situation? Was kann/sollte ich machen?

    Lieben Dank vorab!
    Natalie

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von natalie
    Registriert seit: 05.09.2010
    Ort: 42699 Solingen
    Beiträge: 547

    Standard



    Keine Ideen?

    Heute Morgen gab es z. B. diese Situation: Ich habe neues Futter nachgelegt, alle kamen angehoppelt, Kai-Uwe hat es wohl nicht gepasst, wo/wie Brunhilde sich dem Essen genährt hat und hat nach ihr "geschnappt". Sie hat sich wieder erschrocken und im Weglaufen mit Urin nach ihm gespritzt Wie soll ich das denn deuten??

    Gestern habe ich mich über die Absperrung gebeugt, es steht dort direkt ein Hocker, Brunhilde kam zu mir gehoppelt, springt auf den Stuhl und spritzt mit Urin nach mir

    Würde das mit dem - extremen - Markieren aufhören, wenn sie kastriert wird? Kann ich mir irgendwie Hoffnungen machen, dass die beiden "Alten" sie dann mehr akzeptieren?

    Es wird ja teilweise sogar Nase an Nase gefressen - auch direkt heute morgen, nachdem das oben geschriebene passiert war...

    Falls weitere Eckdaten von Interesse sind:

    Die drei haben ein Zimmer von ca. 12 qm für sich. Es sind z. Zt. 3 große Toiletten verteilt und natürlich weitere Einrichtung.
    Kai-Uwe ist ca. 2,5 Jahre alt, 4,3 kg schwer, Stehohr
    Maja ist ca. 2,5 Jahre alt, 4,3 kg schwer, Stehohr
    Brunhilde ist (geschätzt) 3 - 5 Jahre alt, 2,3 kg schwer, Widder

    IMG_1162.jpg

    Ich würde mich über ein paar Anregungen von euch freuen
    Liebe Grüße
    Natalie

  3. #3
    Trauert um Herzkaninchen :'( Avatar von Katharina F.
    Registriert seit: 14.09.2012
    Ort: Solingen
    Beiträge: 6.888

    Standard

    Hallöchen Solingerin

    Ich finde das klingt alles erstmal völlig normal.

    Also die drei sind ja gerade mal 1,5 Wochen zusammen. Gerade einem Trio muss man auf jeden Fall eine gewisse Zeit geben. Das dauert einfach länger als mit einem Pärchen. Es ist besonders schwierig für Brunhilde, sich in ein gut funktionierendes Pärchen einzufinden. Das ist völlig normal. Es ist auch normal, dass Futterneid auftritt und Brunhilde erstmal untergebuttert wird.

    Aber in meinen Augen klingt das wirklich super gut für die ersten 1,5 Wochen. Ich würde noch mindestens zwei Wochen Geduld haben und ich bin mir sicher, dann hat sich bestimmt auch schon was getan. Hab Geduld Das wird sich schon fügen.

    Es sieht für uns immer total brutal aus bzw. auch wie Psychoterror für den Einsamen, aber für die Tiere ist das ganz normales Verhalten. Mach dich nicht verrückt, so bleibt es bestimmt nicht. Und wenn sich das dann doch so entpuppt, dass es auch nach 2 oder 3 Wochen immer noch nicht richtig besser wird, dann kann man immer noch schauen. Ich würde jetzt einfach nichts am Revier verändern und es mit der Fütterung genau so weitermachen. Ich bin mir sicher, die werden alle satt, wenn auch noch nicht gleichzeitig. Dass sie schon mal nebeneinander gefressen haben ist aber ein wirklich gutes Zeichen.

    EDIT: Wegen der Kastration.. es kann natürlich sein, dass sie gerade scheinschwanger ist. Das passiert während VG´s schon mal. Eine Kastration aus nicht gesundheitlichen Gründen ist umstritten, weil es ja doch eine schwere OP ist. Dennoch habe ich damit bislang nur gute Erfahrungen gemacht und meine beiden TÄ sind absolute Befürworter der Weibchenkastra. Ich denke, dass das Urinspritzen dann aufhört. Aber es muss nicht aufhören... Meistens reguliert sich das nach einer VG sowieso wieder und die Tiere werden wieder sauber.
    Geändert von Katharina F. (16.07.2018 um 15:48 Uhr)
    Liebe Grüße von Kathy und ihren Puschelpoos
    Lily, Jinny, Barney, Sammy, Kuddel, Kiwhy, Elaine
    Ich liebe und vermisse euch! Verzeiht mir!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von natalie
    Registriert seit: 05.09.2010
    Ort: 42699 Solingen
    Beiträge: 547

    Standard

    Huhu zurück
    und danke für die Antwort!

    Die 3 sind allerdings schon etwas länger zusammen.. Seit dem 8. Juni schon. Natürlich ist das noch nicht wahnsinnig lang, das weiß ich, und dafür ist es eigentlich gar nicht soooo schlecht, aber Gedanken macht man sich natürlich trotzdem...

    Und das mit dem Urin-Spritzen hat sie wohl bei der Vorbesitzerin schon gemacht, da war sie allerdings in Außenhaltung und - vor allem - war sie dort das dominante Weibchen. Ihr alter Partner Rambo war ein ganz, ganz schüchterner.

    Bei mir ist sie ja jetzt sozusagen ganz am Ende der Nahrungskette... Daher kann ich das gar nicht einordnen.. Auch mit dem Kinn markiert sie ständig..

    Ich dachte eigentlich, dass das nur die dominanten Tiere tun..

    Ach so, und natürlich ist die Kastration eine schwere OP, daher bin ich mir da auch unsicher. Allerdings habe ich damit bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe für morgen mal einen Beratungstermin bei meiner Tierärztin gemacht, um mal zu hören, was sie dazu sagt..
    Geändert von natalie (16.07.2018 um 15:57 Uhr)

  5. #5
    Trauert um Herzkaninchen :'( Avatar von Katharina F.
    Registriert seit: 14.09.2012
    Ort: Solingen
    Beiträge: 6.888

    Standard

    Unsere Lainy ist auch am Ende der Kette, aber markieren tut sie mit dem Kinn hin und wieder schon. Allerdings ist sie auch kastriert. Ich hatte bislang nur eine Häsin, die Urin verspritzt hat und die war dominant, 9 Monate alt und unkastriert. Und natürlich während einer Vergesellschaftung. Danach hörte sie damit auf.

    Ein Beratungstermin klingt gut. Bei welcher Ärztin seid ihr denn? Es ist ja gar nicht so leicht gute Ärzte bei uns zu finden.
    Wir sind bei den Ärztinnen am Rathaus in Ohligs, bei Fr. Dr. St. Aber auch mit den anderen beiden waren wir bisher sehr zufrieden.

    Dann hab ich das falsch verstanden. Ich dachte, sie wäre seit Anfang Juni da, aber erst seit einer Woche läuft die VG.
    Dann sind ja nun doch schon einige Wochen vorbei. Es ist sicher nicht schlecht auch mal nachsehen zu lassen, ob mit der Gebärmutter alles in Ordnung ist. Gerade in dem Alter haben sie ja schon mal häufiger Veränderungen. Vielleicht beeinflusst das auch ein bisschen das Markieren dann und damit die VG.

    Ich würde das erstmal abklären lassen und es dann einfach nochmal einen Monat weiterlaufen lassen. Unser letztes Trio hat auch echt lang gebraucht, um zusammen zu finden. Zumindest die beiden Kastraten. 7 Wochen mussten verstreichen, dass sie sich endlich nicht mehr an die Gurgel gehen. Und dann sind sie ins Hasenzimmer gezogen und da dann auch nochmal ein paar Monate immer mal wieder Krach, bis es endlich mal harmonisch war. Gut war, dass Lainy sich mit beiden verstand und abwechselnd schmusen ging. Daher konnte ich es so lange mit mir vereinbaren.. Sonst hätte mein Herz wohl auch so geblutet
    Liebe Grüße von Kathy und ihren Puschelpoos
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  6. #6
    Nie wieder Kaninchen ;) Avatar von Heike O.
    Registriert seit: 03.09.2012
    Ort: Land der Hasennasen
    Beiträge: 5.873

    Standard

    Ich glaube nicht, dass eine Kastra zu mehr Liebe führt, denn Brunhilde ist ja nicht aggressiv den beiden gegenüber und die Urin-Spritzerei hat sie ja vorher auch schon gemacht. Ich würde erstmal weiter beobachten, ob es Annäherungen gibt, aber wenn sie weiter durchgängig außen vor bleibt würde ich auch eher über eine Vermittlung nachdenken. Ich habe auch überlegt, ob man schöne, gemeinsame Erlebnisse inszenieren kann, so dass sie sich näher kommen, aber abgesehen von der Fütterung fällt mir nicht viel ein. .



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