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Thema: Erworbenes Megacolon und/oder gestörte Darmflora?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 06.11.2020
    Ort: Niedersachsen
    Beiträge: 276

    Standard Erworbenes Megacolon und/oder gestörte Darmflora?

    Hallo,
    ich suche Rat zum Thema Darmprobleme, evtl. erworbenes Megacolon.

    Bis zum Tod seiner Partnerin Ende Januar 2026 war Thanos immer gesund und hatte nie Magen-Darm-Probleme, leider ging danach die Krankengeschichte los:
    02.02.2026: Beidseitige Konjunktivitis, Milben. Behandlung: Cefenicol, Advocate
    06.02.2026: Lungenentzündung. Behandlung mit Powerflox/Baytril
    07.02.2026: Massive Blinddarmaufgasung, Magenüberladung, Fieber, kein Kotabsatz über mehrere Tage. Blutbild: WBC, MONO, BASO und PLT erniedrigt, sonst alles ok. Behandlung: Enroton, Metacam, Novalgin, SabSimplex, Lactulose. 07.-11.02.2026 stationäre Behandlung
    14.02.2026: Kotprobe: Nachweis von multiresistenten E.coli
    Zwischendurch hat er Fibreplex, RodiCare Akut, Lactulose und Vitamin B12 bekommen.
    15.04.2026: Kotprobe: keine E.coli nachweisbar, gering Pantoea agglomerans, mäßig Enterokokken
    14.05.2026: Darmaufgasung, reduzierter Kotabsatz, stationäre Behandlung
    17.05.2026: Kotprobe: 1 Kokzidie, Behandlung: Baycox, Kotprobe steht in 10-14 Tagen an

    Seit der E.coli Infektion sind die Köttel meistens etwas länglich. Es sieht manchmal aus als wenn es nicht richtig getrennte Doppelköttel sind (es sind keine Haare drin, also keine Köttelketten). Mal sind die Köttel größer, mal kleiner, zwischendurch sind normalgroße runde dabei, mal sind sie etwas schleimig. Ich habe hier noch kein Muster erkannt bzw. kann es nicht der Nahrung zuordnen. Thanos setzt weniger häufig Kot ab als vorher, dafür sind es dann mehr Köttel pro Toilettengang als vorher. Manchmal lassen die Köttel auch einen Tag auf sich warten bis ein größerer Schleimköttel kommt, danach läuft der Kotabsatz wieder normal. Durchfall oder Matschkot hat er nie. Er scheint auch BK aufzunehmen, zumindest hockt er in der Position und kaut danach.
    Außer der Köttelform und dem selteneren Kotabsatz ist er bis auf die Aufgasung jetzt Mitte Mai unauffällig (Blut, Zähne, Herz, Lunge ok).

    Es steht als Verdacht im Raum, dass sich die Darmflora noch nicht erholt hat bzw. ein Stamm komplett abgestorben ist. Mir wurde gesagt, dass nach schadhaften Keimen geschaut werden kann, aber ob er alle notwendigen Bakterienstämme hat, könnte nicht untersucht werden. Es wird sobald die Kotprobe Kokkzidien-frei ist zu einer Kottransplantation geraten (falls ich BK von Holly finden sollte, was die ganze Sache sehr schwierig macht).

    Aufgrund der Köttelform und dem trägen Kotabsatz befürchte ich jedoch, dass er durch die Coli-Infektion und die massive Aufgasung ein Megacolon erworben haben könnte. In einer symptomfreien Phase war dies im Röntgen und Ultraschall nicht zu sehen. Oder kann eine gestörte Darmflora auch solche Köttel verursachen?

    Nun stehe ich vor der Frage, was ich mit Thanos mache. Ich bin auch total verunsichert, was ich ihm zur Unterstützung des Darms geben darf und was nicht. Die Infos hier im Forum und auf anderen Seiten z.B. auf Kaninchenwiese liegen teilweise komplett auseinander von „unbedingt täglich geben“ bis "auf gar keinen Fall geben“. Zudem waren wir inzwischen schon in 3 verschiedenen Kliniken und bei verschiedenen Tierärzten (auch gelistete Tierärzte), so wirklich DIE Diagnose oder den einen Ernährungstipps, dem alle zustimmen, haben wir leider nicht bekommen. Das ist so definitiv kein Zustand und ich kann ja nicht nichts tun und bis zur nächsten Aufgasung warten.

    Zu Fressen bekommt er Heu, Löwenzahn, Wiese (frisst er aber nicht viel und gerne), Petersilie, Dill, Koriander, Kerbel, Schnittsellerie, Chicorée, Radicchio, Catalogna, Endividie, Frisee, Möhrengrün, Apfelzweige mit Blättern, wenige getrocknete Blätter oder Blüten als Leckerchen. Obst und Gemüse sind komplett gestrichen. Damit er wieder zunimmt, habe ich ihm morgens und abends einige eingeweichte Cunis sensitive gegeben (lasse ich momentan aber weg, da ja bei Megacolon keine Pellets gefüttert werden sollen). Zwischendurch hat er auch Saaten oder Tee bekommen (Kümmel, Anissamen, Dillsamen, Fenchelsamen, Kamillenblüten). Hier bin ich mir aber auch aktuell unsicher, ob das nicht die Geschichte schlimmer macht.
    Aus dem Bereich Präbiotika habe ich z.B. Fibreplex, RodiCare Akut, RodiCare Dia, Lactulose auf Lager, bin hier aber gerade zurückhalten wegen dem Zucker, Obstbestandteilen etc.

    So, nach dem langen Text meine eigentlichen Fragen:

    Was kann ich diagnostisch noch machen außer der anstehenden Kotprobe?

    Wie darf ich ihn füttern und seine Verdauung unterstützen?

    Gibt es einen Tierarzt/Tierärztin, der/die sich in diesem Gebiet besonders auskennt?

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten.
    Geändert von Nadine K (Heute um 16:17 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 06.11.2020
    Ort: Niedersachsen
    Beiträge: 276

    Standard

    20260217_220401.jpg
    So sah der erste Kotabsatz Anfang Februar aus.

    20260310_202534.jpg
    Schleimige Köttel

    20260409_201046.jpg
    größere Köttel

    20260526_083823.jpg
    Köttel von heute morgen. Insgesamt sind die Köttel seit Februar bis jetzt immer trockener/ weniger schleimig geworden

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 06.11.2020
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    Beiträge: 276

    Standard

    20260403_065449.jpg
    meistens sieht es so aus

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