Liebes Forum,
ich suche für meinen Widder-Witwer ein Weibchen, da seine liebe Partnerin leider vor 1,5 Wochen an Krebs gestorben ist und er nun sehr zurückgezogen ist.
Juli (so heißt er) ist acht Jahre alt und hat kaum noch Zähne. Manchmal erinnert sich sein Kopf an alte Kieferabszesse, die dann gespült werden. Seine Zähne werden alle 2-3 Monate geschliffen; ansonsten ist er gesund; die Ohren werden regelmäßig gereinigt. Sein EC-Titer ist negativ.
Die Tiere (bzw. jetzt er alleine) leben in freier Wohnungshaltung und bekommen Kräuter, Blätter und geraspeltes Wurzelgemüse zu essen. Juli wird regelmäßig zugefüttert, was gut funktioniert. Ein Balkon ist vorhanden, den die Tiere unter Aufsicht "besuchen" dürfen.
Ich arbeite weitgehend im Homeoffice, und die Tiere sind nie länger als 4 Stunden alleine. Sollte ich länger abwesend sein oder mal im Urlaub sein (was selten vorkommt), kümmert sich mein erwachsener Sohn um die Tiere und zieht so lange bei mir ein, weil die Tiere so daran gewöhnt sind, dass immer jemand da ist. Ich bin Nichtraucherin und habe abgesehen von meinen erwachsenen Kindern selten Besuch. Die Wohnung ist kaninchensicher.
Ich gehe regelmäßig zum Tierarzt, um Ohren und Zähne kontrollieren zu lassen und zum Check-Up; mit dem Partnertier waren wir entsprechend öfter beim Arzt, weil sie mehrere Krankheiten hatte. Aufgrund der "Baustellen" der Tiere sind wir mittlerweile sehr gut darin, auch kleinste Anzeichen zu erkennen und zu handeln und ggf. zum Tierarzt zu gehen, auch nachts und am Wochenende. Die Tierärztin ist Kaninchenexpertin. Wir sind darin geübt, Medikamente zu geben (oral, als Spritzen oder Infusionen).
Julis Wesen würde ich so beschreiben: Er ist ruhig und gemütlich und liebt es, geputzt und gekuschelt zu werden oder einfach nur zu wissen, dass er nicht alleine ist. Er ist sensibel und reagiert dann gestresst (wie auch jetzt nach dem Tod der Freundin).
Die neue Freundin sollte geimpft sein; idealerweise mindestens vier Jahre alt sein; idealerweise kastriert sein. Es wäre vielleicht gut, wenn sie ein mütterlicher Typ wäre, der sich gerne kümmert und kuschelt und Juli das Gefühl geben könnte, dass die Welt in Ordnung ist. Es wäre gut, wenn sie einigermaßen gesund wäre, denn wir möchten versuchen, sie in einer Krankenversicherung unterzubringen. Sollten im Laufe des Lebens Krankheiten auftreten, kommen wir natürlich - wie bisher auch - für alles auf. Wir schließen das Tier ins Herz und versorgen es mit Liebe, Futter und Medikamenten. Wir sind einfühlsam, geduldig und tolerant (Stubenreinheit ist nicht erforderlich; angeknabberte Tischbeine sind kein Problem).
Ich habe in den letzten sechs Jahren, seitdem wir die beiden haben, insgesamt 50.000,- an Tierarztkosten ausgegeben, und ich bereue nichts, und es ist mir auch egal, aber ich kann das leider nicht mehr "bis in alle Ewigkeit" fortführen; deshalb habe ich mit meinem Sohn besprochen, dass wir nach Julis Tod (der hoffentlich noch lange nicht eintritt) mit der Haltung aufhören möchten - ob wir das am Ende dann auch so machen, weiß ich nicht... Wir suchen daher idealerweise ein Tier, das wir nach Julis Tod wieder an seine Pflegestelle zurückgeben können. Deshalb tue ich mich schwer, ein Tier aus dem Tierheim zu holen, denn im Tierheim möchte ich kein Tier abgeben.
Wir sind mobil und würden von Berlin aus im Umkreis von ca. 200 Kilometern zu Euch fahren (notfalls auch weiter).
Da wir Juli noch impfen müssen und noch eine Zahn-OP ansteht, könnte die neue Freundin ab Anfang April hier einziehen.
Wenn ihr jemanden kennt, der in den nächsten Wochen ein Weibchen abzugeben habt - idealerweise eine Pflegestelle, wo das Tier eventuell nach Julis Tod wieder einziehen könnte -, dann freue ich mich über eine Nachricht.
Viele Grüße aus Berlin,
Yvonne


Zitieren


Lesezeichen