Danke für den Zuspruch und die Hilfe!
Ich bin ja kein Idiot und es ist auch nicht das erste Mal, dass ich ein Notfellchen aufgenommen habe.
Ich hab mir da im Voraus ja durchaus Gedanken gemacht, wie ich das alles handhabe.
Natürlich wäre es mir lieber gewesen, ich hätte sie zum Tierarzt gebracht, kotprobe, Parasitenbekämpfung etc.
Das wäre der normale Schlachtplan gewesen.
Der sonst „gute“ Zustand beider (munter, verfressen usw.) ließ mich aber entscheiden, erst diese massive Augenverletzung zu behandeln.
Der Eiter muckelte seit 3 Wochen im Abszess herum. Dass er das Auge verliert, ist eine Sache. Dass es in einer Sepsis mündet, eine andere Sache.
Eine Behandlung von Parasiten macht nur bei beiden zeitgleich Sinn. Soll ich zeitgleich zur schweren OP oder anstatt dieser OP nun auch noch auf das geschwächte Tier (hier Rocky) Baycox und Panacur - also pure Gifte - draufhauen?
Vielleicht hätte ich Rubble gerettet, aber vielleicht hätte es damit Rocky dahingerafft.
Zumal Rubble ja anscheinend diese massive Leberveränderung schon am Tag der Übernahme aufwies und selbst Dr. R. diesen Kullerbauch bei der eingansuntersuchung nur mit einem Achselzucken abgetan hat.
Hätte wenn und könnte. Wenn ich gewusst hätte, wie es ausgeht, hätte ich beide getrennt und getrennt behandelt. Ich wusste aber nicht, was auf mich zukommt und hab es nicht übers Herz gebracht, diese beiden Kinder, die schon viel zu früh von der Mutter getrennt wurden nun auch noch auseinander zu reißen, zu einem Zeitpunkt, an dem es dafür keinerlei offensichtliche Gründe dafür gab.
Soviel zu meinen Gedanken. Ich bin kein naives Mädchen, das die Welt retten will.
Ich sehe jeden Tag in meinem Beruf die tiefsten menschlichen Abgründe und weiß wie ungerecht das Leben manchmal spielt.


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Es tut mir so leid 

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