Notfall in Thüringen!
07907 Schleiz im Saale Orla Kreis
Eine Frau rief mich vor einiger Zeit an und erzählte von einem unkastrierten Bock aus schlechter Haltung, der geschlachtet werden sollte.
Er ist hinten gelähmt.
Sie nahm ihn spontan auf, um ihn vor dem Schlachten zu retten.
Ich gab Tipps zur Diagnostik, Behandlung und Pflege.
Gestern meldete sie sich wieder.
Ich erfuhr folgendes:
Es erfolgte keine Diagnose.
Das Kaninchen bekam einmalig Cortison, Vitamine und Schmerzmittel.
Das war kurz nach Ostern.
Die Ohren (starker Milbenbefall!) wurden einmal behandelt.
Das Kaninchen schüttelt wieder den Kopf, kann sich aber natürlich nicht kratzen.
Das Kaninchen wird alle zwei Tage gebadet und die wunden Stellen mit Zinkoxid eingesprüht.
Die Beine werden dünner und versteifen langsam.
Von den Ratschlägen, die ich in dem Beratungstelefonat vor ein paar Wochen gegeben hatte, wurde offensichtlich nichts umgesetzt.
Die Halterin fühlt sich überfordert. Sie hat keine Kaninchenerfahrung.
Das Kaninchen soll weg. Sie möchte, dass es in gute Hände kommt.
Sie wünscht sich ein Zuhause für ihn, wo er die Zeit bekommt, die er für die Krankheit braucht, damit es ihm wieder besser geht.
Einschläfern lassen will sie es nicht, da es sehr munter ist und gut frisst, einen aufgeweckten und zugewandten Eindruck macht.
Fotos:
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