Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen. (Prof. Dr. theol. Erich Gräßer, Theologe und Politiker)
Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen. (Prof. Dr. theol. Erich Gräßer, Theologe und Politiker)
Die TK hier hat nach der Sprechstunde sowie an den WEs immer Personal vor Ort, d. h.1 Arzt und 1 bis 2 Helfer/innen.
Man soll vorher anrufen zwecks Abstimmung der Dringlichkeit und erfährt dann schon, wie lange etwa die Wartezeit sein kann. Mit einem nicht fressenden Kaninchen bin ich noch nie abgewiesen worden, eher im Gegenteil (selbst, wenn der Notdienst-habende Doc nicht unbedingt der ausgewiesene Kaninchen-Kenner ist).
Man kann allerdings das Pech haben, dass eine Not-OP dazwischen kommt.
Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere.
Man hat ein einziges Herz oder gar keins.
- Alphonse de Lamartine -
Genau so ist es - bis jetzt - hier in der TK, in die ich gehe.
Habs ja oben schon geschrieben.
Zum Thema TA vor Ort:
Ich musste auch (leider) schon mehrmals den Notdienst der TiHo in Anspruch nehmen. Am Wochenende habe ich es so erlebt, dass dort mindestens ein Student (Unterassistent) und ein "frisch fertiggewordener" Tierarzt vor Ort sind und als Backup ein erfahrener Arzt angerufen werden kann. Gestern Nacht um vier Uhr morgens bekam ich als Antwort auf meine Frage zur Unterassistentin "Sind Sie alleine?" die Antwort "Jetzt gerade ja, aber ich kann Kollegen hinzurufen"...
Zum Thema telefonische Erreichbarkeit im Notdienst:
Mir ist bewusst, dass die Personaldecke im Notdienst sehr dünn ist. Allerdings würde ich mir manchmal bei der TiHo die Möglichkeit wünschen, dass diese auch telefonisch erreichbar sind. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass Leute es gut meinten und irgendwelche Findlinge in die Klinik geschleppt haben (vor allem Vögel) bei denen es nicht nötig gewesen wäre. Diesen Hinweis haben sie dann auch vor Ort bekommen. Die TiHo musste die Tiere trotzdem erstmal aufnehmen und dadurch wird immer wieder wertvolle zeitliche Kapazität gebunden. Vielleicht hätte man das im Vorfeld am Telefon schneller abhandeln können. Natürlich wäre die Kehrseite, dass dadurch eventuell mehr Personal notwendig wäre.
Auch war ich vor ein paar Jahren in einer Situation, wo ich viel für ein Telefonat im Notdienst gegeben hätte. Ein Tier hatte massive Kreislaufprobleme und da erschien es mir nicht richtig, es mit einer Autofahrt zu stressen, die nicht nur 10 Minuten dauert.
Zum Thema stationäre Aufnahme eurer Tiere:
Wenn ich so höre, dass ihr eure Tiere selten in der Klinik lasst, fühle ich mich ja schon fast als Versager. Ich habe meine Maus schon mehrmals dort abgegeben. Bei ihr stürzt ihre Temperatur bei Inappetenz immer rapide ab. Teilweise auf 35 Grad. Das traue ich mir zuhause nicht alleine zu, obwohl ich nun auch schon seit zehn Jahren Kaninchen halte und vieles erlebt hab.
Auch habe ich nicht den Luxus, mir die Arbeit so extrem flexibel legen zu können, wie einige von euch. Ich bin mindestens 11 Stunden aus dem Haus und wenn ich in der Mittagspause nach Hause fahre (zB zum Päppeln), komme ich statt auf einer halben Stunde Pause auf 1,5 Stunden. Das muss auch nachgearbeitet werden.
Das waren meine Anmerkungen, obwohl sie gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Mir war es aber ein Bedürfnis, diese trotzdem loszuwerden.![]()
Jeder macht andere Erfahrungen, wenn er Tiere in der Klinik lässt oder eben auch nicht. Überlebt es das Tier nicht, macht man sich meist so oder so Vorwürfe, weil man ja den Ausgang der anderen Situation nicht kennt.
Ich habe in sehr vielen Situationen anders gehandelt, als es hier im Forum gepredigt wird, weil ich immer nach meinem Bauchgefühl entschieden habe. Es kommt immer sehr auf die Umstände und das einzelne Tier an. Manche Dinge dürfte ich hier vermutlich gar nicht schreiben.
Ich find es allerdings auch schade, dass manche Halter hier nun das Gefühl bekommen, sie seien "Versager", weil sie ein Tier in einer Klinik lassen.
Entscheidet nach eurem Bauchgefühl, meist täuscht sich das nicht.
Das hat hier keiner behauptet.Ich find es allerdings auch schade, dass manche Halter hier nun das Gefühl bekommen, sie seien "Versager", weil sie ein Tier in einer Klinik lassen.
Wichtig ist doch das die für das Tier idealste Lösung gewählt wird. Ob man ein Tier behält oder stationär unterbringt ist ja nun von verschiedenen Faktoren abhängig, angefangen von der Klinikkompetenz über die Möglichkeit das Tier dann selber engmaschig zu versorgen bis hin zu den eigenen Kenntnissen.
Hat also nichts mit "Versager" zu tun sondern mit den eigenen Möglichkeiten und Kenntnissen.
Dem kann ich mich nur anschließen.
Wie kommt denn jemand darauf, sich als "Versager" zu fühlen ?
Ich "beneide" diejenigen hier, die volles Vertrauen in ihre Klinik haben können. Ich wünschte, ich könnte es..dann würde ich auch ein Tier dort lassen. Und ich habe es ja schon oft genug.
Nur leider habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht, auch nicht bei der TÄ.
Außer direkt nach der OP, mal 1 Nacht. Und das ist es, weshalb ich damit zögerlich bin.
Meine Erfahrung ist, nur mal 1 Beispiel, dass sie entweder gar nicht gepäppelt werden oder viel zu viel ins Mäulchen bekommen. Und genau das kann ich hier viel besser individuell dosieren. Nicht jedes Tier ist gleich..und ich kenne meine Tiere ja viel genauer.
Aber das heißt ja keinesfalls, dass es bei mir alle schaffen würden. Es kann hier genauso schief gehen, wenn sie zu krank sind.
In früheren Jahren hatte ich meine Lotte bei fast jedem Bauchproblem in derselben Klinik gelassen, von der ich jetzt spreche, und das ging immer gut. Aber das lag an den damals anderen TÄ und die hatten auch noch mehr Zeit. Dort waren fast immer immer erfahrene TÄ im Notdienst..und es ging immer gut. Und leider muss ich auch feststellen, dass sie sich damals mehr Mühe gemacht haben, obwohl die Medizin ja heute fortgeschrittener ist.
Geändert von hasili (24.08.2019 um 20:14 Uhr)
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