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Thema: Infektion im Stall - ratlos

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Dani-Puenktchen
    Gast

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    In den Sammelkotproben, die ich etwa alle drei bis 4 Monate abgebe, waren auch noch nie Würmer bzw. Wurmeier zu finden... auch nicht im Matschkot o.ä....
    Ich möchte nun aber doch mal vorsorglich entwurmen...zur Sicherheit...auch wenn meine TÄ das anders sehen...aber die sehen Vieles anders

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tanja B.
    Registriert seit: 21.12.2010
    Ort: 26954 Nordenham
    Beiträge: 5.543

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    Prophylaktisch entwurmen ist einfach insofern Quatsch, als dass sich die Tiere ohnehin direkt nach der Wurmkur wieder Würmer einfangen können - theoretisch.
    Warum sollte man also nicht lieber einmal im Jahr eine Kotprobe machen und entwurmen, wenn eben Würmer da sind.
    Es ist ja nun nicht die Regel, dass eine Kotprobe falsch negativ ist, sondern eher die Ausnahme.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Flusenhase
    Registriert seit: 08.07.2016
    Ort: Bergisch Gladbach
    Beiträge: 218

    Standard

    Hallo,

    also bis lang immernoch kein Befund von der Patho. Ich füttere nun alle zwei tage Banane mit Ingwer und im Sommer werde ich Wurmfarn anpflanzen. Es gibt ja durchaus Präperate die etwas gegen Parasitären befall arbeiten wie das von cdVet wurm-o-vet Forte. Meerrettich und Ingwer tun es aber auch. Habe alles püriert und mit Banane und etwas Wasser gemischt. Den Muckels hat es geschmeckt (bis auf Tonks..).
    Thymian, Beifuß, Rainfarn, Kresse und diverse andere Kräuter sind ja auch für eine minderung der Würmer in der Darmflora bekannt. Ich werd mir mal ein bisschen Saatgut bestellen und im Sommer eine "Kaninchenwiesenecke" anpflanzen. Thymian habe ich bereits und für die Mädels auch einen großen Busch Salbei. Ich habe am Wochenende nochmal alles gereinigt und bis auf Grund und boden sauber gemacht. Neue Heuraufen gekauft, aufgehängt und zwei neue "frische" Näpfe. Die andern spielen gerade Spülparade in der Spülmaschine (die mein Mann morgen öffnete und meinte: Toll, Spülmaschine Aroma HASE udn Heu)

    Ich wüsste nicht was ich mehr tun kann. Aktuell geht es allen blendend - vor allem Heimdall dem Bruder des verstorbenen geht es nach der Ingwer Banane Kur sichtlich gut (oder vll. bilde ich mir das ein weil ich jetzt sensibel bin). Ich warte weiter.

    Meine Tierärztin ist sowieso immer gegen Wurmkuren auf Verdacht, da Würmer ja durchaus sinn haben das Immunsystem anzukurbeln. Ich entwurme jetzt dennoch - danach darf ich nochmal alles desinfizieren.. die stecken sich ja meistens immer wieder selber an.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Fellfie
    Registriert seit: 22.04.2011
    Ort: Stralsund
    Beiträge: 3.319

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja B. Beitrag anzeigen
    Prophylaktisch entwurmen ist einfach insofern Quatsch, als dass sich die Tiere ohnehin direkt nach der Wurmkur wieder Würmer einfangen können - theoretisch.
    Na ja, der Argumentation folge ich nicht ganz. Pferde entwurmt man ja auch prophylaktisch (sogar mehrfach im Jahr), obowhl sie sich theoretisch direkt wieder welche einfangen können. Entwurmen bei starken Parasitenbefall ist da eben das größere Risiko, da können die durch die Toxine der sterbenden Würmer durchaus auch dran sterben (eine Stallbetreiberin, bei der ich früher geritten bin hatte mal ein total verwurmtes Fohlen gekauft, die kleine Stute hat's fast nicht gepackt, der ging es richtig schlecht). Panacur ist relativ gut veträglich und solange die Tiere gesund sind, schadet es ihnen sicher nicht.

    Und die Argumentation, dass Würmer das Immunsystem ankurbeln, ist auch Unsinn. Wir lassen uns ja auch keinen Bandwurm einsetzen, nur weil wir häufig erkältet sind (klingt schon irgendwie verrückt, oder?). Das ist der erste Punkt. Und der zweite Punkt ist: Sie kurbeln das Immunsystem nicht an, sie modulieren es. Das ist ein Unterschied. Sie beeinflussen es also so, dass es sie selbst nicht trifft, tatsächlich machen sie also eigentlich das Gegenteil. Das bedeutet, bei Erkrankungen, die mit einem überschießenden Immunsystem zu tun haben (Allergien, Neurodermitis etc.), sind sie tatsächlich irgendwie hilfreich, ansonsten aber nicht so.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tanja B.
    Registriert seit: 21.12.2010
    Ort: 26954 Nordenham
    Beiträge: 5.543

    Standard

    Das ist eben auch ein bisschen Einstellungssache. Hunde und Katzen hat man "früher" auch 3-4mal jährlich entwurmt. Davon ist man inzwischen weg, weil Chemie im Körper halt Chemie im Körper ist, egal wie gut verträglich. Klar ist Panacur gut verträglich, aber dennoch tut es eben nicht Not, wenn kein Befall da ist. Aber bei Hunden und Katzen macht man eben auch eine Kotprobe, bevor man entwurmt.
    Bei Pferden sehe ich das auch etwas differenzierter. Durch Herdenhaltung und/oder hohen Infektionsdruck durch viele Tiere auf (relativ gesehen) wenig Platz, ist die Gefahr eines Wurmbefalls immer höher. Aber auch bei Pferden wird durchaus empfohlen, vor der Wurmkur eine Kotprobe zu machen. Dass vielen Besitzern das zu aufwendig ist, ist die andere Seite. Nicht nur, um überhaupt festzustellen, ob Würmer da sind, sondern auch um zu differenzieren, welche Wurmarten vorliegen, halte ich das für sinnvoll. Klar, wenn man rein prophylatisch entwurmt, nutzt man inzwischen abwechselnd Präparate, die gegen verschiedene Wurmarten wirken.
    Ich persönlich weiß einfach lieber, womit ich es zu tun habe, bzw. ob es nun wirklich nötig ist, ein Entwurmungspräparat in den Körper zu geben oder nicht.
    Mag der eine eine "ökö-Einstellung" finden ("bloß keine Chemie"), ich empfinde es als umsichtig. Eine Kotprobe tut niemandem weh.

    Flusenhase, ich denke weiter an euch und hoffe sehr, dass es kein RHD2 war
    Geändert von Tanja B. (22.01.2019 um 09:35 Uhr)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Fellfie
    Registriert seit: 22.04.2011
    Ort: Stralsund
    Beiträge: 3.319

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja B. Beitrag anzeigen
    Durch Herdenhaltung und/oder hohen Infektionsdruck durch viele Tiere auf (relativ gesehen) wenig Platz
    Ich sehe da ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zur Haltung einer größeren Kaninchengruppe in einem Gehege.
    Aber klar, man muss nicht zwingend prophylaktisch entwurmen. Wer möchte, kann es machen, Panacur ist gut verträglich, wer es nicht möchte, muss natürlich nicht. Viele Tiere werden ja auch alt ohne je in ihrem Leben eine Wurmkur gesehen zu haben.

    Flusenhase, ich hoffe, du bekommst bald deinen endgültigen Befund

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Svenni
    Registriert seit: 30.08.2012
    Ort: Lehrte (bei Hannover)
    Beiträge: 889

    Standard

    Das ist wirklich interessant. Ich habe mir die letzten Wochen auch schon Gedanken darüber gemacht und würde gern 1x im Jahr präventiv entwurmen.
    Mache ich ja beim Pferd und bei den Katzen auch - gerade wegen unseres Babys.

    Ich hab noch 2 Panacur-Pasten zu Hause, die ich nicht in die Katzen bekomme. Kann man die auch fürs Kaninchen nehmen? (Die für Hunde und Katzen)
    Wenn ja, kann man mir die Dosierung per PN schicken?

    Tanja, ich kann deine Einstellung nachvollziehen! Absolut!
    Das Problem ist, dass ja nun nicht immer wurmeier gefunden werden im Kot, obwohl welche da sind.
    Und meine Katzen machen draußen groß, daher kriege ich da eh keine brauchbare Probe.
    Geändert von Svenni (22.01.2019 um 11:25 Uhr)

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