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Thema: Wie gibt man die Haltung am besten auf?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Meike
    Registriert seit: 04.06.2009
    Ort: Gießen (Hessen)
    Beiträge: 689

    Standard

    Mein letztes Kaninchen habe ich grade letzte Woche Sonntag in ihr neues Zuhause gefahren - nach nun 14 Jahren intensive Kaninchenhaltung, höre ich jetzt auf. Es ist mir schwer gefallen, aber es geht mir mit der Entscheidung durchaus gut. Ja, ich bin auch irgendwie erleichtert.
    Für mich, bzw für meine Familie und mein familäres Umfeld passt die Haltung einfach nicht mehr.
    Die letzten Jahre habe ich alles um die Kaninchen herum gebaut und gebastelt. Sei es die Wohnungssuche (ist Außenhaltung möglich, wie wäre es mit Innenhaltung, eigenes Zimmer, großzügiges Gehege und dafür ein gemütliches Wohnzimmer aufgeben etc), oder auch die Freizeit - und Urlaubsgestaltung. Immer drehte sich alles um die Kaninchen. Aber jetzt, als wir erfahren haben, dass das 2. Kind unterwegs ist haben wir entschieden, dass auch die Kaninchen, die eingezogen wären, keinen oder nur wenig Komfort hätten haben können - denn unser Wohnraum ist schon begrenzt, dass wir zu aller Gunsten, das letzte Kaninchen in bessere Hände zu vermitteln.
    Ja, man sagt immer, wegen Nachwuchs sollte man nicht die Tiere abgeben - das sehe ich eigentlich auch so. Allerdings kann es immer Lebensumstände geben, ob ausgesucht oder nicht, die einen zu anderen Entscheidungen "drängen" oder verleiten.

    Mit meiner alten Schäferhündin und meinen 2 Katzen gehe ich auch nur zum TA, wenn was ist. Das kann ich allerdings in den letzten 10 Jahren an einer Hand abzählen.
    Mit den Kaninchen sah das in 14 Jahren leider viel zu oft ganz anders aus. Der Behandlungsprozess ist anders, aufwendiger und oft zeitintensiver.

    Ich mag die Kaninchenhaltung und alles drum herum und irgendwann, wenn es wieder passt, werden sicher wieder welche einziehen.
    Geändert von Meike (25.05.2018 um 18:26 Uhr)
    Liebe Grüße von den 8 Pfoten
    In Memory: Chipsy 30.12.09 & Peppels 11.03.10 & Casimir 29.03.10 & Louis 03.08.11 & Bonny 07.03.12 & Whisky 28.07.13 & Caja 26.05.14 & Tulip 30.09.15 & Samson 15.03.18 & Kiwi 09.07.18 & Hündin Linda 18.11.18

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jennifer E.
    Registriert seit: 09.02.2011
    Ort: Hessen
    Beiträge: 1.240

    Standard

    Ich hatte wohl auch Glück mit Krankheiten bei meinen Kaninchen. Amy war nur zur Kastra zum Tierarzt und zum Impfen, Sunny hatte jahrelang mit Matschkot zu kämpfen und bekam im Alter Herzmedikamente, Tommy hatte mal Blähbauch und ist nun Zahnpatient, Emma hat EC (1. Anfall dieses Jahr) und war sonst nur zum Impfen beim Tierarzt. Alles in allem war ich wegen den Kaninchen eher selten beim Tierarzt, Tommy muss halt alle 10-12 Wochen zum Zähne machen.

    Bei den Meerschweinen hab ich da deutlich häufiger den Tierarzt besuchen müssen. Aber ich finde Meerschweine einfacher zu behandeln. Meine Kaninchen wehren sich so bei der Medi-Gabe, dass das alleine nicht möglich ist. Bei den Meerschweinen ist das alleine kein Problem. Wenn ich Meerschweine Päppeln musste, ging das auch relativ einfach. Die Kaninchen, die ich bisher mal päppeln müssen, haben den Brei verweigert und war nur mit Kampf bisschen was in sie rein zu kriegen.

    Ich, habe ich schon mal geschrieben meine ich, weiß nicht, ob ich auf Dauer Kaninchen haben will. Meine beiden treiben mich teilweise in den Wahnsinn (das hatte ich bei Amy & Sunny nicht so, Sunny hat im Alter zwar Pfützen hinterlassen, allerdings bekam er auch Entwässerungsmedis, aber mit Urin spritzen etc. kenne ich von den beiden gar nicht)... Auf der anderen Seite ist grade Tommy so neugierig und wenn ich dann wieder auf TH-Seiten schaue, was für süße Kaninchen manchmal ewig suchen... Da denke ich dann wieder: Ich hab das Gehege, ich hab die Erfahrung,... Wir werden sehen, was die Zeit bringt.
    Geändert von Jennifer E. (25.05.2018 um 19:43 Uhr)
    Grüße von Jenny mit Bella, 4 Meerschweinchen & 1 Hund
    Patin von Nora

    Immer im Herzen: Finie 2002 - 21.10.2008 ~~ Amy 2005 - 06.05.2015 ~~ Sunny 02.02.2005 - 16.05.2015 ~~ Emma 08.2012 - 08.11.2018 ~~ Tommy 2012 - 22.04.2023

  3. #3
    Gast
    Gast

    Standard

    @ Burkhard: das kann ich total verstehen. Habe ich selbst auch erlebt, klar ist man in gewisser Weise erleichtert, wenn so eine Situation dann irgendwann vorbei ist. Natürlich binden kranke Tiere erheblich mehr als gesunde. Völlig klar.

    Ich habe glücklicherweise die Motivation an der Kaninchenhaltung noch nicht verloren. Ich habe die räumlichen und finanziellen Mittel, ich habe Freude an den Tieren, ich kann und möchte helfen und solange ich so empfinde, darf auch immer mal wieder ein Kaninchen hier einziehen.

  4. #4
    ...Leo, Lenny, Philo, Amadeo und Nilo im Herzen Avatar von Nadine G.
    Registriert seit: 07.05.2008
    Ort: Bayern
    Beiträge: 3.747

    Standard

    Zitat Zitat von Claudia Mü. Beitrag anzeigen
    Ich habe glücklicherweise die Motivation an der Kaninchenhaltung noch nicht verloren. Ich habe die räumlichen und finanziellen Mittel, ich habe Freude an den Tieren, ich kann und möchte helfen und solange ich so empfinde, darf auch immer mal wieder ein Kaninchen hier einziehen.



    Ich habe auch durchweg chronisch-kranke Tiere hier. Aber ans Aufhören habe ich bisher noch nie gedacht. Klar, es gab schon Zeiten/Krankheiten, die mich an meine Grenzen brachten (oder ans Verzweifeln, wie gerade bei Mio´s Husten)-aber irgendwie geht es immer weiter. Wenn ich dann aber sehe, wie einer wilde Bocksprünge macht oder durch die Gegend saust und Spaß hat....das macht alles weg.
    Was die Kaninchen betrifft, mache ich auch alles alleine-TA-Fahrten, Erlösen, Wiese/Futter beschaffen.....und trotzdem arbeite ich Vollzeit, komme abends nicht vor 18 Uhr aus der Praxis.
    Als Leo noch lebte, war ich ziemlich eingeschränkt. Nach der Arbeit erstmal heim, Leo versorgen, bevor man für den Abend was plant. Spontanität gleich Null-aber ich hätte ihn auch niemanden anderen anvertrauen wollen.
    Mir ist es nicht wichtig, 3x im Jahr in Urlaub zu fahren-von daher hab ich damit kein Problem.
    Emotional/sensibel bin ich schon was meine Tiere betrifft, aber ich denke, das ist ein "gesunder" Abstand (wie Claudia oder Feivi schrieben). Zumindest bestätigen mir das meine beiden TÄ oft. Das Tier steht immer im Vordergrund, erst dann komm ich oder mein Seelenleben (wenn es um einen Abschied geht)

    "Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschiednehmen heißt. Nicht zulassen, daß unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben."

  5. #5
    erfahrener Benutzer Avatar von BirgitL
    Registriert seit: 20.04.2008
    Ort: Köln
    Beiträge: 2.560

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    Hallo Allerseits,

    ich finde es schade, dass die Diskussion zwischenzeitlich so böse abgedriftet war und beziehe dazu keine Position aber ich finde, dass jeder seine Meinung zu diesem Thema "Wie höre ich auf" sagern darf aber nicht verletzend werde sollte. Vorwürfe und Beleidigungen oder auch eine Wertung des Gedanken "wie höre ich auf" gehören hier nicht hin!

    In Situationen wo einem alles über den Kopf wächst reagiert man ggf. auch etwas empfindlicher einfach, weil man verletzlicher ist, keine Kraft mehr hat und da muss man nicht noch in den Wunden herumbohren. Ich glaube in einem Punkt sind wir uns alle einig: Wir lieben unsere Kaninchen

    Die verzweifelte Frage, vor der hier einige stehen "Wie höre ich auf" bedeutet ja nicht, dass man seine Tiere nicht genügend liebt und es können Stuationen auftreten die einen umdenken lassen. Einige leben gerne und freiwillig nach dem Motto: "Ich gebe gerne und aus tiefster Überzeugung ALLES für die Kaninchen, denn DAS ist mein Leben" und das ist toll für den der es kann aber es können Situationen auftreten wo mancher sagt, "ich kann nicht mehr, ich schaffe das kräftemäßig und emotional nicht mehr" und wenn man dort angekommen ist kommt die Überlegung "wie höre ich auf?"

    Und wenn man dann einen Partner hat, der einen zwar unterstützt (weil man sich liebt und zueinander steht) aber lieber ein Leben ohne Tiere führen würde kommt es zudem ganzen emotionalen Stress noch zu weiteren Konflikten die dann einem den Rest geben und dieser Stress macht nachweislich krank. Früher hatte ich bei massivem Stress ständige Blasenentzündungen und seit 3 Jahren ganz fürchterliche Rückenprobleme (Bandschebenvorfälle HWS/ LWS) die ich mir in jungen Jahren gar nicht vorstellen konnte. Dann ist man irgendwann an dem Punkt angelangt, an dem manche von uns jetzt stehen.

    Und wäre da nicht die emotionale Seite, würden wir die Kaninchen nicht so lieben, würden wir hier gar nicht mitschreiben.

    Gestern und auch eben, als das Hasenhaus geöffnet wurde habe ich Finn, Bella und Blue auf dem Rasen Bocksprünge machen sehen und alle Krankheiten dieser Welt sind "Schnee von gestern".

    Als wir gestern Abend lange noch draußen bei den Kaninchen saßen hab ich wieder gedacht, ohne diese lieblichen Langohrwesen kann ich nicht leben und ich werde alles dran setzen, die Ursache für die Inappetenzen zu finden denn ansonsten sind meinenTiere nie krank. Es ist ja immer "nur Bauch" nur WARUM??? Das kann man doch abstellen, das muss man doch abstellen können?

    Sind es die Tauben in der großen Linde, unter der sich das Gehege befindet, da die Tauben ihr "wahrlich großes Geschäft" auch auf den Rasen machen? Oder die ein oder andere Maus, die mal im Kaninchenhaus/ Gehege ist? Ich weiß es nicht.

    Ja, auch wenn das hart klingt - jeder von uns wird irgendwann mit der Kaninchenhaktung aufhören müssen ...

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 19.06.2016
    Ort: NRW
    Beiträge: 409

    Standard

    Bei mir stand schon länger fest, dass ich mit der Haltung aufhöre, wenn Paul gegangen ist. Mia wäre zu meiner Cousine gezogen, das wäre auch für die ehemalige Pflegestelle in Ordnung gewesen. Das andere Mädel von der PS, das Plan B für Paulchen war, ist von meiner Cousine kurzerhand "beschlagnahmt" worden. Lebt also auch da mit zwei anderen zusammen. Ich hätte Mia jederzeit besuchen können, hätte immer Fotos bekommen. Das wäre für mich auch emotional möglich gewesen, mich so langsam daran zu gewöhnen keine Kaninchen mehr zu halten.

    Schlussendlich war es aber so, dass Paul 23 Stunden nach Mia gegangen ist. Das Ende früher kam, wie mir lieb ist und ich auch weiß Gott nicht bereit dazu war und bin. Dennoch siegt bei mir die Vernunft. Selbst wenn es kerngesunde Ninchen sind zweimal im Jahr müssen sie zum Tierarzt, evtl. öfter wegen der Krallenkürzung. Es ist halt auch eine finanzielle Belastung, die ich nicht vergessen darf. Meine körperlichen Probleme kommen noch dazu. Und so sehr ich sie vermisse so sehr bin ich auch vernünftig die Haltung nicht wieder neu zu beginnen.

    Es ist verdammt schwer, aber gerade dann, wenn man eh schon an seine Grenzen gekommen ist oder weit darüber hinaus und viellicht das perfekte neue Zuhause für den überlebenden Partner hat. Ein Zuhause, das man vielleicht auch besuchen darf ab und zu, wo man Fotos bekommt, da würde mir persönlich der Abschied auf Raten viel leichter fallen wie ein Abschied für immer.
    Vielleicht ist das auch für dich eine Möglichkeit, sorry wenn es schon kam, ich habe jetzt nicht alle vier Seiten durchgelesen.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 29.04.2012
    Ort: NRW
    Beiträge: 1.165

    Standard

    Hi in die Runde!

    Ich habe gar kein Problem damit zuzugeben, dass mein emotionaler Abstand zu den Kaninchen nicht mehr gesund war. Ich hatte genau wie Nindscha Probleme, ständigen Stress, Sorgen, Ängste. Ich konnte sehr oft nicht in den Urlaub, auf Partys, habe Nächte nicht geschlafen. Wie viele Tränen habe ich vergossen, nur weil ich wieder Panik vor dem nächsten Notfall hatte. Im Urlaub habe ich ständig Kontakt mit Zuhause gehalten und immer mit der Angst, dass doch wieder was passiert. Ich konnte wirklich nicht gut damit umgehen und hatte ein chronisch krankes Inzuchttier. Keine gute Kombi. Natürlich habe ich mich aber auch sehr über die gesunden Tiere gefreut. Sie haben mir auch viel gegeben. Seit fast 2 Jahren habe ich keine Kaninchen mehr. Mein Muck ist in ein ganz tolles neues Zuhause gekommen. Bis heute bekomme ich regelmäßig Bilder und freue mich sehr darüber. Für mich war die Aufgabe der Haltung die absolut richtige Entscheidung.


    Nur noch Fanny und ich...

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