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Thema: Ein Engel mit großer Bedeutung

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Einhorn09
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    Geschrieben für mein Mädchen...

    2017. Ein Jahr, welches auf ewig in Erinnerung bleiben wird. So viele Momente voller Schmerz. So viele Tränen. So viele Verluste. Doch ein Verlust... ein Verlust, er überdeckt alles. Er überdeckt jedes noch so kleines Lachen. Jeden einzelnen Sonnenschein. Alles erscheint grau und in trüben Licht. Mein Mäuschen. Mein kleiner wunderschöner Engel. 230 Tage sind nun vergangen seit dem Tag an dem ihr Herz in meinen Armen für immer verstummte. Als ich das verlor, was ich mehr liebte als alles andere auf der Welt. Seit genau diesem Tag. Seit dem 8. Mai 2017, einem verregneten Montag, ist nichts mehr wie es einmal war. Nichts ist mehr so wie es immer war. Seit dem glaube ich daran, an ein Leben nach dem Tod. Obwohl ich es davor nie getan habe. Ich muss es tun, einfach weil ich es niemals ertragen könnte sie nie mehr wieder zu sehen. Ich Rede mit ihr Tag für Tag. Flüstere am Abend wie sehr ich sie liebe. Ich sage es laut nur um sicher sein zu können, dass sie mich auch wirklich hören kann. Ich wünsche mir dieses Jahr zu Weihnachten nur einen Moment. Einen Moment mit ihr. Ich würde sie mit Tränen in den Augen ansehen und sagen:
    "Baby. Mein Schatz. Mein Engelchen. Weihnachten ohne dich ist wie ein Geburstag ohne Torte, Fasching ohne Süssigkeiten, Ostern ohne Eier, Halloween ohne Kürbis, Weihnachten ohne Baum und Silvester ohne Feuerwerk. Ja es ist möglich. Aber es ist doch nicht das selbe. Klar könnte ich mir doch einreden, es sei das gleiche. Aber wir wissen beide, dass es nicht so ist. Ohne dich ist Weihnachten nur ein Tag an dem alle wahrhaft echte Liebe fehlt. Ohne dich ist Silvester nur ein Jahr, welches ohne dich beginnt. Geburstag nur ein Datum an dem mich niemand so sehr liebt, wie du es getan hast. Ich könnte 1.000 Gründe aufzählen. 1.000 Gründe, warum ich dich so sehr geliebt habe und es auch noch tue. Aber ich weiß, dass ich das nicht brauche. Du weißt es. Du hast es immer gewusst. Nicht weil ich es dir an jedem Tag gesagt habe, nein ich habe es dir bewiesen jeden Tag. In jeder einzelnen Sekunde mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag. Ich liebe dich. Und ich werde niemals solange ich existiere, damit aufhören. Du bist all das, was ich jemals zum Leben brauchte."
    Ich würde das sagen. Ich würde sie in meinen Armen halten und ihr die Liebe geben, die sie verdient hat. Aber dieser Wunsch wird nie in Erfüllung gehen. Es gibt keine Hoffnung auf diesen Wunsch. So kommt es, dass ich es ihr jeden Tag aufs neue beweise, wie sehr ich sie liebe. Mit jedem Lächeln. Mit jeder Träne. Mit allem was ich tue. Mit jedem Gedanken in jeder Sekunde an sie. Mit dem "ich liebe dich" an jedem Abend. Jeden Abend aufs neue sind genau das jene Worte, welche ich als letztes sage. Sie ist diejenige, der meine Gedanken beim einschlafen gelten und beim Aufwachen zuteil werden. Sie ist alles. Zerbrechlich wie dünnes Glas, flüchtig wie mein Atem in der kühlen Nacht und so wunderschön wie ein glitzernder Diamant. Sie war immer alles und sie wird es bleiben. Alles was ich jemals so sehr auf diese ganz besondere Art und Weise lieben werde. Und jede Erinnerung ist ein wertvoller Schatz, den sie mir hinterlassen hat. Und von Zeit zu Zeit öffnet sie eine neue Kiste und ich erinnere mich an jene ganz verborgenen gewöhnlichen Tage, die nun solch eine große Bedeutung besitzen. Und ganz egal wie sehr es weh tut, sie nicht an meiner Seite zu wissen. Nicht in ihre Augen blicken zu können. Ganz egal wie viele Tränen geflossen sind und wie viele noch folgen werden. Jeden Schmerz, jede Träne und jeden noch so einsamen Moment all diese grausamen Erinnerungen der Zeit, die doch niemals diese Wunde heilen könnt, all das ist sie wert. Selbst eine einzige Sekunde mit ihr rechtfertigt diesen Schmerz, den ich heute empfinde. Denn ganz egal was passieren wird. Wie oft ich sie so sehr vermissen werde, das es mir die Luft zum Atmen nimmt, sie wird es immer wert sein. Sie ist es wert geliebt zu werden, denn sie ist alles. Alles was ich so unendlich ehrlich liebe. Sie ist der Grund zu kämpfen. Der Grund meinem Leben einen Sinn zu geben. Menschen und Tiere so zu lieben, wie sie es mich gelehrt hat. Sie so zu lieben, so aufrichtig und innig, wie sie mich an jedem einzelnen Tag geliebt hat. Sie ist es wert. Keine Träne für sie wird je vergeudet sein. Kein Lächeln wird jemals eines zuviel sein. Keine Stunden der Qual und des Schmerzes ihretwegen, wird je falsch sein. Sie ist es wert. Ich liebe sie mehr, als ich jemals fähig wäre in Worte fassen zu können. Sie ist alles.

    "Mein Engel, fröhliche Weihnachten. Ich wünsche mir dieses Jahr nichts. Denn meinen einzigen wahrhaftigen Wunsch wird niemals ein Mensch fähig sein ihn erfüllen zu können. Ich liebe dich..."
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  2. #2
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    Du brauchst Blacky all das nicht zu sagen. Sie weiß es doch schon vom ersten Tag Eurer Begegnung an. Du wirst sie wiedersehen.

    Heute feiern wir einen Geburtstag. Wir feiern ihn traurig, aber wir feiern ihn. Es ist der Geburtstag eines Wesens das eines Tages alles Leid, Schmerz, Gier, Geiz, Sadismus, Gleichgültigkeit, Ignoranz...wegnehmen wird und wir werden wieder bei den Wesen sein zu denen wir gehören. Unsere Aufgabe ist es diese Zeit , bis es soweit ist, zu überbrücken und soviel Gutes in die Welt zu tragen wie wir vermögen. Geht ein geliebtes Tier, ist es nicht verloren sondern es wartet auf jenen Tag, aber an einem anderen Ort. Bis wir einander wiedersehen werden wir so vielen armen Seelen begegnen denen wir noch Gutes tun können. Das ist unsere Aufgabe. Unsere geliebten Tiere sind an einem guten Ort, weil sie dort sein sollen und wir sind nicht dort, weil wir hier noch Aufgaben haben, noch gebraucht werden. Es gibt soviele Tiere die es nicht gut hatten, denen wir aber im Rahmen unser Möglichkeiten helfen können, ohne etwas von ihnen zu erwarten. Das ist Liebe. Blacky wurde auf dieser Welt von deiner Liebe getragen. Es geht Blacky nichts verloren, wenn deine Liebe eine andere Seele in Liebe trägt, die noch mit den Dingen konfrontiert ist, bei denen du helfen kannst, wie Hunger, oder Schmerz. Unsere toten Tiere werden weiterhin von uns geliebt und bleiben in ihrer Einzigartigkeit unvergessen, aber unsere Hilfe brauchen sie nicht mehr.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Einhorn09
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    Zitat Zitat von 3 Möhren Beitrag anzeigen
    Du brauchst Blacky all das nicht zu sagen. Sie weiß es doch schon vom ersten Tag Eurer Begegnung an. Du wirst sie wiedersehen.

    Heute feiern wir einen Geburtstag. Wir feiern ihn traurig, aber wir feiern ihn. Es ist der Geburtstag eines Wesens das eines Tages alles Leid, Schmerz, Gier, Geiz, Sadismus, Gleichgültigkeit, Ignoranz...wegnehmen wird und wir werden wieder bei den Wesen sein zu denen wir gehören. Unsere Aufgabe ist es diese Zeit , bis es soweit ist, zu überbrücken und soviel Gutes in die Welt zu tragen wie wir vermögen. Geht ein geliebtes Tier, ist es nicht verloren sondern es wartet auf jenen Tag, aber an einem anderen Ort. Bis wir einander wiedersehen werden wir so vielen armen Seelen begegnen denen wir noch Gutes tun können. Das ist unsere Aufgabe. Unsere geliebten Tiere sind an einem guten Ort, weil sie dort sein sollen und wir sind nicht dort, weil wir hier noch Aufgaben haben, noch gebraucht werden. Es gibt soviele Tiere die es nicht gut hatten, denen wir aber im Rahmen unser Möglichkeiten helfen können, ohne etwas von ihnen zu erwarten. Das ist Liebe. Blacky wurde auf dieser Welt von deiner Liebe getragen. Es geht Blacky nichts verloren, wenn deine Liebe eine andere Seele in Liebe trägt, die noch mit den Dingen konfrontiert ist, bei denen du helfen kannst, wie Hunger, oder Schmerz. Unsere toten Tiere werden weiterhin von uns geliebt und bleiben in ihrer Einzigartigkeit unvergessen, aber unsere Hilfe brauchen sie nicht mehr.
    Deine Worte berühren mich mehr als du dir vorstellen kannst... Ich wünsche es mir sehr, dass sie es weiß. Ich wünsche mir jeden Tag das sie weiß wie sehr ich sie liebe und wie sehr sie mir fehlt. Ich habe manchmal das Gefühl sie ganz nah bei mir zu haben. Ich habe das Gefühl dass sie ganz nah ist, als ob ich nur meine Hand ausstrecken müsste um sie berühren zu können. Aber das ist nichts was ich sehe.

    Ich stelle sie mir vor, glücklich so wie sie es immer war. Sie war wundervoll. So gutmütig wie niemand anderes. Manchmal war sie eine kleine Zicke aber im Herzen war sie nie böse. Sie war eine gute Seele. Durch sie habe ich so viel gelernt. Ich schliesse es nicht aus mein Herz irgendwann wieder auf diese Weise öffnen zu können, für eine andere Seele. Aber heute kann ich es nicht. Manchmal wünsche ich ich könnte es, doch ich weiß es würde den Schmerz nicht lindern. Ich brauche Zeit. Irgendwann werde ich vllt wieder soweit sein helfen zu können. Vllt wieder so sehr zu lieben. Doch im Moment kann ich es nicht. In meinem Herzen ist noch so viel Schmerz, es bleibt kaum Platz für etwas anderes. Ich weiß das es für sie okay wäre, wenn ich mein Herz wieder verschenken würde, aber ich bin nicht bereit dazu. Sie fehlt mir zu sehr, und auch wenn es bescheuert klingen mag dieser Schmerz zeigt mir wie sehr ich sie geliebt habe und ich möchte ihn noch nicht durch neue liebe ersetzen, denn niemand könnte je ihren Platz in meinem Leben einnehmen...


    Heute war ein seltsames Weihnachten. Es fehlte die Magie. Ich habe mir kaum etwas gewünscht, hatte ich doch nur diesen einen Wunsch. Doch eine kleine Sache war doch so wichtig, diese Kette hier:




    Eingraviert steht da: I said I love you and thats forever.

    Ich habe das Gefühl sie so etwas näher bei mir zu haben, nah an meinem Herzen.
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  4. #4
    Amber.
    Gast

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    Hallo liebe Einhorn,

    es tut mir sehr leid um deinen schweren Verlust.

    Es ist völlig okay zu trauern, zu weinen und einfach tieftraurig zu sein.
    Jeder Mensch geht mit seinen Gefühlen anders um und jeder braucht die Zeit, die derjenige nun mal braucht, um zu verstehen und um abschließen zu können.
    Manchen hilft es, gleich eine neue Seele bei sich aufzunehmen, andere können dies nicht und beides ist völlig in Ordnung.

    So wie du Blacky geliebt hast, so hat sie auch dich geliebt... Sie hat auf dich gewartet, dir Küsschen gegeben und getrauert, als du in der Klinik warst, weist du noch?

    Es gibt den Satz:
    Das was du liebst, lasse los. Wenn es zu dir gehört, kommt es zurück...
    Wir lassen unsere liebsten aus liebe gehen, damit sie nicht mehr leiden müssen. Uns tut es fürchterlich weh, doch täte es uns auch noch mehr weh, unsere liebsten leiden zu sehen... ich glaube, so sehen es die meisten hier und du wahrscheinlich auch.

    Blacky hat dich unendlich geliebt, sie hat es dir tagtäglich gezeigt und wo auch immer die kleine, süße Maus nun auch ist.
    Ich glaube, es tut ihr sicherlich genauso furchtbar weh, dass du so traurig bist, so wie dir es weh tut, dass die kleine nicht mehr bei dir bleiben konnte...

    Blacky hatte ein wundervolles Leben.
    Sie hatte Platz, Partnertiere, musste nie leiden und hatte DICH an ihrer Seite.
    Sie dürfte so alt werden. Vergiss nicht, sie war eine ganz alte Dame und gerade weil sie so alt werden durfte und weil sie dich seit ihrer 6.ten Lebenswoche kannte, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie dir sagen würde, wenn sie könnte, dass es okay ist nicht mehr ganz so traurig zu sein, dass sie weiß, dass du sie noch liebst und immer lieben wirst, weil du sie ihr ganzes Leben lang geliebt hattest und auch nie vergessen hast und niemals vergessen wirst.
    Und sicher liebt sie auch dich weiterhin, vergisst dich nicht und würde sich sicher wünschen, dass du glücklicher wirst.


    Ebenso seiner Trauer freien Lauf zu lassen, so ist es auch völlig okay wenn man nicht immer die Starke ist.
    Das Leben ist nicht immer einfach und gerade wenn man depremiert ist, gibt es durchaus Wege mit diesen umzugehen.
    Manchen hilft es sich jemanden anzuvertrauen, evtl. solltest du da den Therapeuten wechseln. Nicht allen vertraut man sich gleichermaßen an.

    Manchen hilft es aber auch schon etwas, neben der Therapie, Tagebuch zu schreiben.
    Hast du das mal probiert?

    Ich finde, du schreibst unglaublich gut und lässt im schreiben deinen Gefühlen freien Lauf.... solltest du es noch nicht probiert haben. Fang vielleicht einfach mal an... ohne Stress, ohne Druck... einfach ganz locker, nur um mal zu schauen, ob und wie es auf dich wirkt.




    Mitfühlende Grüße
    Amber
    Geändert von Amber. (25.12.2017 um 03:05 Uhr)

  5. #5
    Babbi
    Gast

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    Zitat Zitat von Einhorn09 Beitrag anzeigen
    Heute war ein seltsames Weihnachten. Es fehlte die Magie. Ich habe mir kaum etwas gewünscht, hatte ich doch nur diesen einen Wunsch. Doch eine kleine Sache war doch so wichtig, diese Kette hier:




    Eingraviert steht da: I said I love you and thats forever.

    Ich habe das Gefühl sie so etwas näher bei mir zu haben, nah an meinem Herzen.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Seit dem Tod meines Pferdes trage ich Tag und Nacht, immer und überall, eine Kette um meinen Hals. Als Anhänger ein (eigentlich) Schlüsselanhänger, geflochten aus den Mähnenhaaren meines Großen und seiner kleinen Freundin, die einige Monate nach ihm gegangen ist. Denn so ist er immer da.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    Für kein Lebewesen das man verloren hat gibt es einen "Ersatz", denn jedes ist einzigartig. Eine neue Seele wird also nie den Platz des Seelentieres einnehmen. Die Idee mit dem "Tagebuch" finde ich auch sehr gut. Schreiben hilft wirklich manchmal ein wenig. Du hast einen ansprechenden Schreibstil. Warum schreibst du nicht deine Geschichte, verpackt in einen Roman?
    Was ich oben u.A. meinte ist, dass du dich z.B. auch in Tierschutzorganisationen, wie im KS oder so engagieren könntest, sodass du zwar Tieren hilfst, aber unverbindlicher als dies der Fall ist, wenn du einem Tier ein Zuhause gibst. Ob und wann das der Fall sein könnte, ist in Anbetracht, dass du vermutlich bald die Schule abschließen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen wirst, eine Frage, die zunächst einmal zurückgestellt werden sollte. Ich habe gelesen, dass du in diesem jahr drei Kaninchen verloren hast. Hast du z.Z. noch Tiere zu Hause?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Einhorn09
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    Zitat Zitat von Amber. Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Einhorn,

    es tut mir sehr leid um deinen schweren Verlust.

    Es ist völlig okay zu trauern, zu weinen und einfach tieftraurig zu sein.
    Jeder Mensch geht mit seinen Gefühlen anders um und jeder braucht die Zeit, die derjenige nun mal braucht, um zu verstehen und um abschließen zu können.
    Manchen hilft es, gleich eine neue Seele bei sich aufzunehmen, andere können dies nicht und beides ist völlig in Ordnung.

    So wie du Blacky geliebt hast, so hat sie auch dich geliebt... Sie hat auf dich gewartet, dir Küsschen gegeben und getrauert, als du in der Klinik warst, weist du noch?

    Es gibt den Satz:
    Das was du liebst, lasse los. Wenn es zu dir gehört, kommt es zurück...
    Wir lassen unsere liebsten aus liebe gehen, damit sie nicht mehr leiden müssen. Uns tut es fürchterlich weh, doch täte es uns auch noch mehr weh, unsere liebsten leiden zu sehen... ich glaube, so sehen es die meisten hier und du wahrscheinlich auch.

    Blacky hat dich unendlich geliebt, sie hat es dir tagtäglich gezeigt und wo auch immer die kleine, süße Maus nun auch ist.
    Ich glaube, es tut ihr sicherlich genauso furchtbar weh, dass du so traurig bist, so wie dir es weh tut, dass die kleine nicht mehr bei dir bleiben konnte...

    Blacky hatte ein wundervolles Leben.
    Sie hatte Platz, Partnertiere, musste nie leiden und hatte DICH an ihrer Seite.
    Sie dürfte so alt werden. Vergiss nicht, sie war eine ganz alte Dame und gerade weil sie so alt werden durfte und weil sie dich seit ihrer 6.ten Lebenswoche kannte, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie dir sagen würde, wenn sie könnte, dass es okay ist nicht mehr ganz so traurig zu sein, dass sie weiß, dass du sie noch liebst und immer lieben wirst, weil du sie ihr ganzes Leben lang geliebt hattest und auch nie vergessen hast und niemals vergessen wirst.
    Und sicher liebt sie auch dich weiterhin, vergisst dich nicht und würde sich sicher wünschen, dass du glücklicher wirst.


    Ebenso seiner Trauer freien Lauf zu lassen, so ist es auch völlig okay wenn man nicht immer die Starke ist.
    Das Leben ist nicht immer einfach und gerade wenn man depremiert ist, gibt es durchaus Wege mit diesen umzugehen.
    Manchen hilft es sich jemanden anzuvertrauen, evtl. solltest du da den Therapeuten wechseln. Nicht allen vertraut man sich gleichermaßen an.

    Manchen hilft es aber auch schon etwas, neben der Therapie, Tagebuch zu schreiben.
    Hast du das mal probiert?

    Ich finde, du schreibst unglaublich gut und lässt im schreiben deinen Gefühlen freien Lauf.... solltest du es noch nicht probiert haben. Fang vielleicht einfach mal an... ohne Stress, ohne Druck... einfach ganz locker, nur um mal zu schauen, ob und wie es auf dich wirkt.




    Mitfühlende Grüße
    Amber
    Danke für deine aufrichtigen lieben Worte
    Es ist einfach schwer viele Dinge abzulegen. Das Gefühl zu haben nie genug zu sein, mehr zu lieben als der andere. Ich weiß das es bei Blacky nie so war und trotzdem bekomme ich diese Dinge nicht aus dem Kopf.
    Es ist schwer und ich weiß das ich es wohl nie ganz ablegen werde. Manchmal denke ich mir ich bin wirklich kaputt. Bin ich auch. Ich vertraue so selten . Es gibt niemanden in meinem Leben der mich wirklich kennt. Die letzten Jahre haben mich sehr geprägt. Das ich hier so viel schreibe ist etwas neues für mich. Denn ja ich kann meine Gefühle oft viel besser im schreiben ausdrücken. Ich kann schon lange nicht mehr darüber sprechen. Ich schreibe hier und ich schreibe tagebuch seit ich 10 bin. Aber reden kann ich nicht. Es gäbe so vieles zu sagen aber ich bring kein einziges Wort raus. Deshalb habe ich schon längst meine Therapie abgebrochen. Das war purer Stress. Ich kann schon Menschen die mir Nähe stehen nicht vertrauen wie sollte ich da mit irgendeinem Psychologen reden? Vllt kann ich es irgendwann. Mit mehr Abstand von dem was ich erlebt habe, wenn ich mein Leben besser im Griff habe. Wenn ich fester mit beiden Beinen stehen kann. Aber jetzt noch nicht, es ist nicht so das ich nicht reden will, aber es geht nicht. Unausgesprochen sind all die Dinge nie wirklich passiert. Ich möchte und kann nicht mit den Folgen Leben die auf mich zukommen würden. Ich will nicht das Opfer sein. Ich bin ich. Und ich Kämpfe alleine. Alleine kann ich besser Kämpfen.
    Und ich wollte euch gar nicht voll heulen... tut mir leid.

    Zitat Zitat von Babbi Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Einhorn09 Beitrag anzeigen
    Heute war ein seltsames Weihnachten. Es fehlte die Magie. Ich habe mir kaum etwas gewünscht, hatte ich doch nur diesen einen Wunsch. Doch eine kleine Sache war doch so wichtig, diese Kette hier:




    Eingraviert steht da: I said I love you and thats forever.

    Ich habe das Gefühl sie so etwas näher bei mir zu haben, nah an meinem Herzen.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Seit dem Tod meines Pferdes trage ich Tag und Nacht, immer und überall, eine Kette um meinen Hals. Als Anhänger ein (eigentlich) Schlüsselanhänger, geflochten aus den Mähnenhaaren meines Großen und seiner kleinen Freundin, die einige Monate nach ihm gegangen ist. Denn so ist er immer da.
    Das ist Wunderschön. Von Flocke habe ich auch noch einige Fellpuschel, eine Woche bevor er gestorben ist hatte ich ihn noch geschoren, dann habe ich es nicht mehr übers Herz gebracht es weg zu schmeissen...

    Zitat Zitat von 3 Möhren Beitrag anzeigen
    Für kein Lebewesen das man verloren hat gibt es einen "Ersatz", denn jedes ist einzigartig. Eine neue Seele wird also nie den Platz des Seelentieres einnehmen. Die Idee mit dem "Tagebuch" finde ich auch sehr gut. Schreiben hilft wirklich manchmal ein wenig. Du hast einen ansprechenden Schreibstil. Warum schreibst du nicht deine Geschichte, verpackt in einen Roman?
    Was ich oben u.A. meinte ist, dass du dich z.B. auch in Tierschutzorganisationen, wie im KS oder so engagieren könntest, sodass du zwar Tieren hilfst, aber unverbindlicher als dies der Fall ist, wenn du einem Tier ein Zuhause gibst. Ob und wann das der Fall sein könnte, ist in Anbetracht, dass du vermutlich bald die Schule abschließen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen wirst, eine Frage, die zunächst einmal zurückgestellt werden sollte. Ich habe gelesen, dass du in diesem jahr drei Kaninchen verloren hast. Hast du z.Z. noch Tiere zu Hause?
    Ich würde mich sehr gerne im Tierschutz engagieren, leider fehlen mir aktuell die Zeit und die finanziellen Mittel dafür. Ich habe 2 Jahre lang in einem Gnadengarten freiwillig geholfen. Auch so ein Thema worüber ich nicht spreche. War ne verdammt harte Zeit, leider war das eher die Seite Animal hording als das den Tieren wirklich geholfen wurde.

    Zum Buchthema ja das habe ich schon oft überlegt, aber irgendwie bin ich mehr für Kurzgeschichten zu haben als für ein ganzes Buch. Ich schreibe eher so das was mir in den Sinn kommt, das ist manchmal sehr wirr und unverständlich.

    Ja nachdem meine 4rer Gruppe sich dieses Jahr in 2 Monaten auf einen ganz einsamen Knirbs reduziert hat, hat er dann ne kleine Freundin bekommen. Also ja ich habe zwei noch hier. Sie mögen beide Menschen nicht wirklich und sind das Gegenteil von fast allen Kaninchen die ich hatte. Ich habe sie beide echt lieb, manchmal bin ich froh sie hier zu haben. Sie füllen den Garten mit Leben. Es tut gut sie so glücklich zu sehen, die beiden lieben sich heiß und innig. Aber es ist doch nicht das selbe. Aber sie bringen Abstand. Abstand von all den Tieren die ich die letzten Jahre hatte. Sie leben hier und es geht ihnen gut, weil es ihnen an nichts fehlt. Sie werden geliebt und versorgt. Aber ich könnte auch ohne die beiden leben. Nicht das ich es will, hier ist ihr zuhause und das wird so bleiben. Aber ich könnte es. Weil viel mehr Distanz da ist. Und ich bin froh darüber. Weil ich ne Pause brauche. Die ganzen letzten Jahre haben mich sehr gefordert und so viele Tiere aind gestorben. Ich will ne Pause davon. Und die beiden sind meine Pause. Ich weiß nicht was passiert wenn einer der beiden stirbt, aber ich denke nicht darüber nach. Vllt sollte uch es aber ich tue es nicht. Ich kann nicht mehr darüber nachdenken und will es auch nicht. Die beiden sind Happy miteinander. Sind glücklich wie es ist warum also den Kopf zerbrechen was evtl sein könnte...


    Alles schnell vom Handy getippt, hoffe es sind nicht zu viele Rechtschreib und Autokorekturfehler drinn
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  8. #8
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben. Avatar von Teddy
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    Ort: Wolfsburg
    Beiträge: 3.148

    Standard

    Liebe Lena,

    ich denke, es ist gut für dich, dass du hier schreiben kannst. Du kannst hier alles schreiben, was dich beschäftigt. Die traurigen und die schönen Dinge. Du wirst sicher immer jemanden finden, der dich versteht Und du kannst deine Gedanken immer wieder nachlesen. Manchmal hilft einem auch dies.

    Ich hatte und habe noch in meinem Leben Tiere, die mir näher stehen als jeder Mensch. Sie sind meine Familie, da ich sonst keine habe. Das soll nicht heißen, dass ich sie vermenschliche. Sie sollen ganz Tier sein. Und dennoch standen bzw. stehen sie mir so nahe wie Seelenverwandte. Letztlich sind auch wir Menschen tierischen Ursprungs. Ich kann daher sehr gut nachfühlen, wie es dir geht. Es ist gut, dass es Menschen gibt, für die Tiere nicht nur Lebewesen dritter Klasse oder ein leckerer Braten sind, sondern Freunde. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, deinen Weg weiter zu gehen und für dich und deinen Weg zu kämpfen, wie du es Blacky versprochen hast. Du hast das Recht, deinen eigenen Weg zu gehen, so wie er sich für dich richtig anfühlt. Auch wenn andere dich nicht verstehen, auch wenn du dafür gegen den Strom schwimmen mußt. Jeder Erfolg macht dich stärker und stärkt deine Kraft. Ich weiß es, denn ich kenne vieles, von dem du schreibst, aus eigener Erfahrung. Gib niemals auf, geh deinen Weg, auch wenn er steinig ist und durch tiefe Täler führt. Du wirst stärker wieder heraus kommen. Irgendwann wird dir vielleicht sogar egal sein, was andere dazu sagen. Es ist nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass es sich für dich gut und richtig anfühlt. Laß ein neues Herzenstier dich finden. Das gibt es mit Sicherheit schon irgendwo. Es wird anders sein. Aber vielleicht wirst du auch das Gefühl haben, etwas von Blacky ist wieder zu dir gekommen. Denn auch das gibt es. Ich habe es schon erlebt.

    Alles Liebe für dich und ich wünsche dir, dass 2018 ein gutes Jahr für dich wird
    Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
    damit wir es ihnen glauben

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von kleopaja
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    Ort: Eifel
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    Liebes Einhorn,

    ich möchte nicht Phrasen klopfen, aber bei manchen Dingen hilft einfach nur Zeit.

    Ich kann verstehen, dass der Verlust von Blacky, obwohl es "nur" ein Tier ist und dazu auch noch "nur" ein Kaninchen sehr schmerzhaft ist. Blacky und ihr hattet eine sehr innige Bindung und dass tut weh, wenn man dieses wichtige Lebewesen in seinem Leben verliert.

    Ich kann Dir aufgrund meines Alters, ich glaube ich bin einige Jährchen Älter als Du, und aus meiner Erfahrung nur schreiben, sofern Du weiter mit Kaninchen oder anderen Tieren zusammenleben wirst. Irgendwann findet Dich wieder so ein Seelenverwandter. Es wird nicht so sein wie mit Blacky, das gibt es nur einmal in einem Menschenleben. Es wird anders sein, denn jedes Lebewesen hat seinen eigenen Charakter. Aber diese innige Beziehung, dieses Verstehen und Mitfühlen, dass wird wieder da sein. Und man spürt dann darüber wieder diese tiefe Freude so ein Lebewesen oder Kaninchen getroffen zu haben. Ich hatte dieses Glück bereits mehrfach. Man kann nicht danach suchen, man findet sich einfach. Ich habe alle meine Kaninchen geliebt, aber ich muss gestehen, es gibt die ganz besonderen Kaninchen, die man aus ganz tiefem Herzen liebt und ich sage immer, sie schauen einem in die Seele. Leider hatte ich nicht das Glück, dass diese Kaninchen ein Alter von Blacky erreicht haben. Teilweise waren meine Seelentiere bereits in jungen Jahren krank oder kamen als ältere kranke Tiere zu mir, manchmal nur damit meine Familie und ich sie beim Sterben begleiten. Manchmal waren sie auch jung und gesund und wurden wie meine Fee krank und starben. Weshalb ich Dir schreiben will, sei nicht nur traurig, sondern auch dankbar, dass ihr 8 Jahre zusammen hattet. Das ist nicht immer selbstverständlich. Aber der Verlust von einem Seelentier tut immer sehr weh und benötigt Kraft.

    Lass´Dich umarmen
    ich kann Dich verstehen, meine Trauer ist leider noch ganz frisch
    LG
    Kleo


    LG Kleo

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Einhorn09
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    Zitat Zitat von Teddy Beitrag anzeigen
    Liebe Lena,
    ich denke, es ist gut für dich, dass du hier schreiben kannst. Du kannst hier alles schreiben, was dich beschäftigt. Die traurigen und die schönen Dinge. Du wirst sicher immer jemanden finden, der dich versteht Und du kannst deine Gedanken immer wieder nachlesen. Manchmal hilft einem auch dies.
    Ich hatte und habe noch in meinem Leben Tiere, die mir näher stehen als jeder Mensch. Sie sind meine Familie, da ich sonst keine habe. Das soll nicht heißen, dass ich sie vermenschliche. Sie sollen ganz Tier sein. Und dennoch standen bzw. stehen sie mir so nahe wie Seelenverwandte. Letztlich sind auch wir Menschen tierischen Ursprungs. Ich kann daher sehr gut nachfühlen, wie es dir geht. Es ist gut, dass es Menschen gibt, für die Tiere nicht nur Lebewesen dritter Klasse oder ein leckerer Braten sind, sondern Freunde. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, deinen Weg weiter zu gehen und für dich und deinen Weg zu kämpfen, wie du es Blacky versprochen hast. Du hast das Recht, deinen eigenen Weg zu gehen, so wie er sich für dich richtig anfühlt. Auch wenn andere dich nicht verstehen, auch wenn du dafür gegen den Strom schwimmen mußt. Jeder Erfolg macht dich stärker und stärkt deine Kraft. Ich weiß es, denn ich kenne vieles, von dem du schreibst, aus eigener Erfahrung. Gib niemals auf, geh deinen Weg, auch wenn er steinig ist und durch tiefe Täler führt. Du wirst stärker wieder heraus kommen. Irgendwann wird dir vielleicht sogar egal sein, was andere dazu sagen. Es ist nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass es sich für dich gut und richtig anfühlt. Laß ein neues Herzenstier dich finden. Das gibt es mit Sicherheit schon irgendwo. Es wird anders sein. Aber vielleicht wirst du auch das Gefühl haben, etwas von Blacky ist wieder zu dir gekommen. Denn auch das gibt es. Ich habe es schon erlebt.

    Alles Liebe für dich und ich wünsche dir, dass 2018 ein gutes Jahr für dich wird
    Zitat Zitat von 3 Möhren Beitrag anzeigen
    Zu dem was du geschrieben hast, Teddy, fällt mir ein Spruch ein, den ich mal irgendwo gelesen und mir gemerkt habe:
    "Es ist nicht leicht gegen den Strom zu schwimmen, aber manchmal ist es der einzige Weg."
    Danke euch... Manchmal habe ich das Gefühl ich schwimme schon mein Leben lang gegen den Strom. Es ist nicht so das ich es jemals gewollt hätte. Es gibt Tage an denen ich stolz darauf bin. Ich bin stolz darauf nicht so zu sein wie die anderen. Ich bin stolz zu wissen was wahre Liebe bedeutet. Ich bin stolz mit Blacky diese 8 Jahre verbracht zu haben. Ich bin stolz das ich sie so gesehen habe. Das ich fähig bin sie so zu lieben. Aber manchmal hasse ich es. Ist das falsch? Ich hasse es anders zu sein. Nicht akzeptiert zu werden und nur so selten der Mensch zu sein der ich wirklich bin. Es ist anstrengend ja wirklich. Manchmal Frage ich mich was passiert wäre wenn alles anders gelaufen wäre. Welcher Mensch wäre ich heute? Ist es falsch so zu denken? Das Frage ich mich so oft. Ich liebe sie wirklich und ich würde um keinen Preis der Welt die Zeit mit ihr eintauschen wollen, aber manchmal Frage ich mich was aus mir geworden wäre, wenn damals meine Tierliebe mit ihr nie begonnen hätte. Was wäre dann jetzt? Vielleicht wäre ich deutlich glücklicher heute... vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon.

    Zitat Zitat von Jutta Beitrag anzeigen
    Du hast "Eure" Geschichte wirklich berührend geschrieben.
    Dein wunderhübscher Engel wird Dich für immer begleiten.
    Und es gibt Menschen, die Dich verstehen und das alles genauso fühlen und erleben.
    Mach's gut, kleiner Engel Blacky...
    Danke

    Zitat Zitat von Teddy Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von 3 Möhren Beitrag anzeigen
    Zu dem was du geschrieben hast, Teddy, fällt mir ein Spruch ein, den ich mal irgendwo gelesen und mir gemerkt habe:
    "Es ist nicht leicht gegen den Strom zu schwimmen, aber manchmal ist es der einzige Weg."
    Ja, das stimmt. Am Anfang ist es sehr schwer, aber es wird immer leichter mit der Zeit, wenn man gelernt hat, damit umzugehen.

    Und ich finde auch auch diesen sehr schön und positiv:
    "Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie an die Quelle gelangen"
    Ich wünsche mir das ich irgendwann damit umgehen kann. Aber heute ist es noch schwer zu verstehen und schwer zu verkraften.

    Zitat Zitat von kleopaja Beitrag anzeigen
    Liebes Einhorn,

    ich möchte nicht Phrasen klopfen, aber bei manchen Dingen hilft einfach nur Zeit.
    Ich kann verstehen, dass der Verlust von Blacky, obwohl es "nur" ein Tier ist und dazu auch noch "nur" ein Kaninchen sehr schmerzhaft ist. Blacky und ihr hattet eine sehr innige Bindung und dass tut weh, wenn man dieses wichtige Lebewesen in seinem Leben verliert.
    Ich kann Dir aufgrund meines Alters, ich glaube ich bin einige Jährchen Älter als Du, und aus meiner Erfahrung nur schreiben, sofern Du weiter mit Kaninchen oder anderen Tieren zusammenleben wirst. Irgendwann findet Dich wieder so ein Seelenverwandter. Es wird nicht so sein wie mit Blacky, das gibt es nur einmal in einem Menschenleben. Es wird anders sein, denn jedes Lebewesen hat seinen eigenen Charakter. Aber diese innige Beziehung, dieses Verstehen und Mitfühlen, dass wird wieder da sein. Und man spürt dann darüber wieder diese tiefe Freude so ein Lebewesen oder Kaninchen getroffen zu haben. Ich hatte dieses Glück bereits mehrfach. Man kann nicht danach suchen, man findet sich einfach. Ich habe alle meine Kaninchen geliebt, aber ich muss gestehen, es gibt die ganz besonderen Kaninchen, die man aus ganz tiefem Herzen liebt und ich sage immer, sie schauen einem in die Seele. Leider hatte ich nicht das Glück, dass diese Kaninchen ein Alter von Blacky erreicht haben. Teilweise waren meine Seelentiere bereits in jungen Jahren krank oder kamen als ältere kranke Tiere zu mir, manchmal nur damit meine Familie und ich sie beim Sterben begleiten. Manchmal waren sie auch jung und gesund und wurden wie meine Fee krank und starben. Weshalb ich Dir schreiben will, sei nicht nur traurig, sondern auch dankbar, dass ihr 8 Jahre zusammen hattet. Das ist nicht immer selbstverständlich. Aber der Verlust von einem Seelentier tut immer sehr weh und benötigt Kraft.

    Lass´Dich umarmen
    ich kann Dich verstehen, meine Trauer ist leider noch ganz frisch
    LG
    Kleo


    LG Kleo
    Mein Beileid Kleo zu deinem Verlust
    Ja ich bin nicht auf der Suche nach einem Ersatz für mein Mädchen. Ich will es nicht ausschliessen das ich irgendwann einem anderen Tier auf diese Art und Weise begegnen werde. Aber alleine der Gedanke daran nimmt mir die Luft zum Atmen. Der Gedanke daran, dass ich sie nicht wieder bekomme egal wie viel Zeit vergehen wird. Dass ich die Zeit nicht zurück drehen kann. Es tut weh. Es hört einfach nicht auf weh zu tun...
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  11. #11
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    "Welcher Mensch wäre ich heute? Ist es falsch so zu denken? Das Frage ich mich so oft. Ich liebe sie wirklich und ich würde um keinen Preis der Welt die Zeit mit ihr eintauschen wollen, aber manchmal Frage ich mich was aus mir geworden wäre, wenn damals meine Tierliebe mit ihr nie begonnen hätte. Was wäre dann jetzt? Vielleicht wäre ich deutlich glücklicher heute... vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon."

    Bezogen auf deine hier zitierten Überlegungen, ist meine Meinung, dass es kein "richtig", oder "falsch" gibt, sondern, dass es einfach kräftezehrend und frustrierend ist, darüber nachzudenken "was wäre wenn...". Denn egal wie viel Zeit und Kraft /Energie du aufbringst solchen Fragen nachzugehen, du wirst es nicht herausfinden in diesem Leben.

    Du bist heute der Mensch zu dem du geworden bist, aufgrund eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren, zu denen genetische Anlagen, Umweltfaktoren, Lebewesen denen du begegnet bist und die dich auf unterschiedliche Weise und Intensität geprägt haben... um nur einige zu nennen. Ob das gut, oder schlecht, falsch, oder richtig war, spielt für den heutigen Stand keine Rolle mehr. Beeinflussen kannst du bis zu einem gewissen Grad nur die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart nicht mehr. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kann dir nützlich sein für künftige Entscheidungen.
    Ich würde allgemein sagen, dass Menschen die mit Tieren zusammenleben ausgeglichener und gesünder sind als Menschen ohne Tier, weil Tiere ganz viel emotionale Wärme geben, selbst wenn sie sich scheinbar nicht für ihren Futterspender interessieren. Es ist einfach nur schön, dass sie da sind. Wieso sollte das bei dir anders sein?

  12. #12
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    Standard 9 Monate ohne mein Baby

    Heute ist wieder einer dieser Tage. Einer von denen, an denen mir die Worte fehlen. Einfach weil es so unglaublich weh tut. Morgen ist wieder der achte eines Monats. Jeder achte Tag des Monats tut noch ein wenig mehr weh. Weil es wieder ein Monat mehr ist. Ein Monat mehr ohne sie an meiner Seite.
    Manchmal gibt es winzige Momente, in denen ich dankbar bin frei zu sein. Ich bin am 03.02 endlich 18 geworden und bin frei. Ich kann hingehen, wo ich will. Ich kann hier weg gehen, wenn ich es will und niemand hält mich hier. Niemand hält mich in diesem Haus, niemand hält mich in diesem gottverdamten kleinen Kaff. Niemand hält mich hier und ich kann jeder Zeit einfach gehen. Ich bin frei. Ich kann endlich selbst entscheiden. Doch der Witz an der Sache ist eigentlich, dass nicht mein 18. Geburtstag das geändert hat. Nicht er ist der Grund für die neue Freiheit. Ihr Tod ist es gewesen. Als sie starb, gab es nichts mehr hier für mich. Zuhause ohne sie, ist nur ein Ort an dem ich lebe. Sie hat mein Zuhause definiert und niemand sonst. Sie war der Grund für jedes Heimweh, für jede Sehnsucht nach Zuhause. Denn die Sehnsucht galt nur ihr. Ich bin hier geblieben, weil ich sie nie hätte verlassen können. Niemals in meinem ganzen Leben.
    An jedem Tag an dem ich nicht hier war, habe ich sie vermisst. Heute genieße ich jeden Tag an dem ich nicht hier bin. Denn eines hat sich geändert, ich kann es nicht mehr ändern. Ich vermisse sie jeden Tag, jede einzige Sekunde. Ich denke bestimmt eintausend Mal am Tag an sie und jedes Mal brennt mein Herz. Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht mit Tränen in den Augen einschlafe, weil ich sie so sehr vermisse. Doch heute ist sie nicht mehr hier. Sie ist mir so nah und so fern zur selben Zeit, denn ich trage sie in mir. Ich trage ihr Bild in einer kleinen Kette um meinen Hals und ein Tattoo, welches nur für mich einen Sinn ergibt, an meinem Handgelenk.


    Ich vermisse sie egal wo ich gerade bin, was bedeutet ich muss nicht mehr hier sein. Ich bin frei und es gibt Momente in denen mir alles zu viel wird und dann bin ich dankbar, dass ich endlich frei bin. Es sind Momente in denen mein ganzes Leben über mir zusammenbricht und ich weiß, wenn ich es will kann ich jeder Zeit weglaufen. Ja man sollte niemals vor den Dingen weglaufen, aber ich habe immer hart gekämpft und an manchen Tagen scheint mir das eine wirklich sinnvolle Lösung zu sein. Einfach weg von diesem Leben. Weg von den Menschen, die mir so oft weh getan haben. Weg von all den Orten, die mich an meine schwachen Momente erinnern. Weg von dem Leben, in dem ich so oft gescheitert bin. Auch wenn ich trotzdem bleibe, habe ich die Gewissheit, dass ich es tun könnte.
    Doch eines bleibt dennoch unbestritten, ich würde diese Freiheit sofort eintauschen. Ich würde alles, was ich habe sofort eintauschen. Ich würde alles tun, nur um sie zurück zu bekommen. Ich würde alles aufgeben, wenn ich dadurch die Zeit zurück drehen könnte, bis an den Tag an dem alles begonnen hat. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt. Denn am Ende war es doch niemals genug Zeit. Ich habe viele Tiere gehen lassen müssen und oft gehadert, ob es richtig war. Mich so oft gefragt „War es wirklich der richtige Zeitpunkt?“. Wer weiß, eventuell habe ich ihn nicht immer erwischt, den richtigen Zeitpunkt. Mal hätte es vielleicht doch noch eine Chance gegeben um weiter zu kämpfen und einmal konnte ich nicht loslassen und habe den Zeitpunkt verpasst. Ich bin ehrlich und weiß, dass ich nicht immer richtig gehandelt habe, vieles würde ich heute anders machen.
    Aber die schwerste Entscheidung meines Lebens traf ich nicht alleine. Sie traf sie mit mir. Sie wusste genau, wann es Zeit war für sie zu gehen. Sie war bereit auch wenn ich es nicht war, aber ich weiß zu hundert Prozent, dass es der richtige Zeitpunkt war. Es war der richtige Tag. Es war richtig und ich habe nicht an einem einzigen Tag Zweifel daran. Dafür bin ich auch dankbar. Ich bin dankbar, dass ich alles getan habe und es richtig war.
    Aber es sind solch seltene Momente, sie sind so wichtig und doch so selten. Denn die Realität sieht doch so viel anders aus. Denn es reicht nicht. Die Fotos, Ketten, Tattoos, die Momente der Dankbarkeit, die langen Texte- all das reicht nicht. Denn all das ist nichts gegen ihren Geruch in meiner Nase, ihr warme Zunge an meinen Wangen oder ihre weiches Fell an meinen Fingern. Alles ist heute anders, als noch vor einem Jahr. Es ist viel passiert, zu viel. Sie ist nicht mehr an meiner Seite und das ist schwer zu verkraften, ich bin noch auf der Suche nach dem Ort, an dem ich ihr ein wenig näher bin. Ich bin noch auf der Suche, nach dem Augenblick, der den Schmerz in meinem Herzen ein wenig erträglicher macht. Sie hat mich ausgemacht, sie hat mich definiert und ohne sie weiß ich nicht mehr wer ich bin. Ich muss erstmal mich selbst finden, herausfinden wer ich ohne sie überhaupt sein kann. Wenn mir das eines Tages gelingt, erst dann bin ich bereit mein Herz wieder auf solche Art und Weise zu verschenken…
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Simmi14
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  14. #14
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben. Avatar von Teddy
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    Lass die Zeit auf dich wirken und halte deine Sinne offen. Du wirst erkennen, in welche Richtung du deinen eigenen Weg weiter gehen kannst
    Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
    damit wir es ihnen glauben

  15. #15
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    Es schneit. Seit ich denken kann liebe ich Schnee. Ich liebe es, wenn die Welt im Glitzer versinkt. Aber vor Allem liebe ich die Stille, die der Schnee mit sich bringt. Den Frieden, den er über die Welt bringt. Den er mir einst über die Welt brachte.
    Draußen ist es dunkel und still, man hört nur ganz leise wie die Schneeflocken sanft auf die Erde fallen. So leise, als wären es Tränen. So atemberaubend und wunderschön. Doch ich brenne. Ich stehe dort und ich brenne. Mein Herz es zerspringt in meiner Brust, weil es schneit. Schnee war für mich etwas Besonderes. Ich bin fast durchgedreht vor Freude, wenn morgens plötzlich alles weiß war. Ich habe mir eine warme Jacke angezogen und bin in den Garten gegangen. Fast kann ich das Knirschen unter meinen Schuhen noch hören. Ich wollte keine Zeit verlieren und lief schnell. Ich machte die Tür vom Stall auf und da saß sie. Mein Schatz, die Schnee ebenso geliebt hat wie ich. Ich habe immer wenn es geschneit hat das gleiche gesagt oder gesungen „Hey Baby, schau mal alles weiß ♫Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt sieht wie gepudert aus…♫“ wirklich immer. Und ich werde nie in meinem Leben ihren Blick vergessen. Das Glitzern in ihren Augen, das mein Herz höher schlagen ließ.
    Als ich in diesem Winter das erste Mal früh morgens aufgewacht bin und alles weiß war, hatte ich meine Jacke schon an bis es mir einfiel. Ich war im Schlafanzug und stand an der Tür mit Jacke, als mir bewusst wurde, dass sie nicht da sein würde. Ich hatte es vergessen. Für einen kurzen Moment war alles so gewesen wie früher. Ich habe Ben und Mali trotzdem raus gelassen, aber es war, als wäre all die Magie, die der Schnee immer mit sich brachte, mit ihr gestorben. Ohne sie ist es einfach nicht mehr das Gleiche. Nichts ist mehr so, wie es vorher war. So wie es immer wahr.
    Ich war doch damals erst neun. Ich wusste nicht, wie die Welt funktioniert. Ich wusste doch nicht, was lieben heißt. Ich war einfach nur ein glückliches Mädchen. Ich habe immer mit ihr gesprochen. Ihr gesagt, dass sie meine beste Freundin ist. Dass ich sie lieb habe. Dass sie das tollste auf der Welt ist. Sie war einfach da und ja ich habe sie von Beginn an sehr geliebt. Aber mal ganz ehrlich, verstanden habe ich es damals noch nicht. Als Kind nimmt man die Dinge viel mehr so hin und lebt sie. Doch dann wird man älter. Die Zeit vergeht und plötzlich erkennt man, dass all die Dinge, die man einmal so sagte wirklich wahr sind. Ich habe noch immer mit ihr geredet, doch jetzt war sie nicht nur die beste Freundin die ich hatte, sondern auch die einzige. Sie war meine Familie. Und plötzlich war ich 15 und sie 6 und einer der anderen stirbt. Ich habe mich nie mit dem Thema beschäftigt. Nie zuvor habe ich wirklich daran gedacht. An ein Leben ohne sie. Als Lucky damals gestorben ist war er der erste. Der erste, wo ich es wirklich verstand. Und dann starben sie, alle nach und nach. Erst Lucky, dann Schlappi, Mimi, Maja, Flocke und Willy. Kaninchen, die mich teilweise auch sehr lange begleitet haben und jedes Mal tat es ein wenig mehr weh. Jedes Mal war es ein wenig schwerer zu verkraften. Es flossen viele Tränen in den letzten Jahren, ich habe mich oft verabschieden müssen. Ich musste mir oft eingestehen, den Kampf nicht gewinnen zu können. Und ja es tat immer weh. Ich habe sie alle immer schmerzlich vermisst, auch heute noch. Aber es ließ nach. Der Schmerz wurde erträglicher nach einiger Zeit. Manchmal dauerte es länger, aber ich lernte damit zu leben. Doch ein neues Gefühl war hinzugekommen. Angst. Solch eine Angst, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte und sie wuchs. Von Tag zu Tag wurde sie größer und schnürte mir die Luft ab. Denn ich wusste es. Ich wusste, dass Blacky nicht ewig leben würde. Und ich wusste, dass ihr Tod etwas anderes sein würde, denn ich wusste nicht, ob ich ihn überhaupt überleben kann. Und plötzlich fragte ich mich, wie das passieren konnte. Wie konnte es soweit kommen? Wie konnte ich es zulassen sie so zu lieben, dass ich ohne sie nicht mehr leben konnte? Es gibt keine Antwort auf diese Frage und doch habe ich mich das oft gefragt. Und dann begann 2017, das Jahr indem ich kaum noch Luft bekam, denn jedes Mal wenn ich sie ansah tat es weh. Ich hatte Angst, die ich nicht mehr unterdrücken konnte. Ich habe ihr oft gesagt, dass ich sie so sehr liebe, dass es weh tut. Denn es war wahr, ich liebte sie so sehr, dass mein Herz wehtat. Dann starb erst Flocke und dann Willy und sie war da. Sie fing mich auf und gab mir die Kraft nach vorne zu blicken.
    Und plötzlich kam mir der Gedanke, dass sie vielleicht doch nie sterben wird. Verrückt oder? Aber sie war noch hier. Alle waren jünger, als sie und sind nach ihr gekommen und vor ihr gestorben. Es war so einfach. Es war so leicht daran zu glauben, dass sie nicht sterben kann. Einfach weil ich sie so sehr liebe. Dieser Gedanke hat sich so festgesetzt in meinem Kopf, bis zu dem Augenblick in dem sie starb. Bis ihr Herz für immer verstummte. Bis meine Welt aufhörte sich zu drehen. Alles verstummte um mich herum. Nie in meinem ganzen Leben werde ich diesen Schmerz vergessen. Ich hatte keine Kraft zu stehen und atmen konnte ich auch nicht. Ich weiß nicht wie lange ich auf dem Parkplatz vor dem Tierarzt saß und mich nicht bewegen konnte. Ich habe nicht gehört, was meine Mama zu mir sagte. Ich habe nicht gemerkt, dass es geregnet hat. Nichts war von Bedeutung. Dieser Schmerz zerriss mich. Ich konnte nicht. Ich konnte nichts tun. Dieser ganze restliche Tag liegt für mich im Nebel. Ich kann mich kaum an etwas erinnern.
    Dieser Schmerz ist nie weniger geworden. Es gibt keinen Tag an dem es weniger weh tut, als an diesem Tag. Aber es ist erträglicher seit ich wieder mit ihr spreche. Ich rede mit ihr, als wäre sie noch hier. Abends wenn ich alleine in der Dunkelheit sitze spreche ich mit ihr. Ich erzähle ihr wie sehr ich sie vermisse. Wenn ich das tue, dann fühlt es sich an als müsste ich nur meine Hand ausstrecken um sie berühren zu können. Ich bin ihr dann fast so nah wie früher. Das macht es erträglicher. Es macht es leichter. Leichter mit dem Schmerz zu leben. Denn auch wenn jeden Abend seit diesem Tag die Tränen fließen habe ich das Gefühl sie nicht ganz zu verlieren, wenn ich mit ihr spreche. Wenn ich sie in meinem Herzen lebendig halte, kann sie nicht vollkommen sterben.
    Doch ist nichts mehr wie früher und es gibt Momente, die früher ganz normal waren und jetzt einfach nicht mehr da sind. Momente, wie Schnee. Momente, wie ein Sonnenaufgang. Momente, wie ihr gute Nacht zu sagen. Momente, wie sie zu beobachten. Momente, wie meine Nase in ihr Fell zu drücken. Momente, wie morgens aufzustehen und als erstes nach draußen zu gehen. Dinge die früher zu jedem Tag gehört haben und die es heute einfach nicht mehr gibt.
    Und es ist traurig, dass ich der wahren Welt, das Verständnis fehlt. Ich habe doch die Welt nur mit ihr an meine Seite kennen gelernt. Woher soll ich wissen, wie es ohne sie ist? Warum sollte ich sie nicht vermissen? Nur weil die Menschen der Meinung sind 10 Monate wären genügend Zeit? 8 Jahre. Solange war sie Teil meines Lebens und solange werde ich brauchen zu lernen, wie ich ohne sie lebe. Mein ganzes Leben, wie ich es kannte, hat von heute auf morgen einfach aufgehört zu existieren. Ich kann einfach nicht begreifen, wie ich das so einfach wegstecken soll. Niemand fragt mich, wie das für mich ist. Aber es wird erwartet, dass ich damit so locker leicht umgehe. Tue ich nicht und ich stehe dazu. Ich habe immer erzählt, wie sehr ich sie liebe, als weshalb sollte ich jetzt lügen, dass ich sie nicht vermisse. Wieso sollte ich denn leugnen, dass ich jeden Abend weine, weil sie mir fehlt? Welchen Sinn hätte das? Was würde mir das bringen?

    Ich bin euch dankbar dafür dass ihr wieder und wieder solche lieben Worte schreibt. Hier fühle ich mich nicht ganz so einsam, wie sonst. Denn seit sie gestorben ist fühle ich mich in jeder Sekunde einsam. Mir wird immer mehr bewusst, dass sie nie mehr zurück kommt. Dass ich wirklich ohne sie leben muss und das Verrückte ist einfach, dass ich wirklich nicht weiß wie. Ich habe keine Ahnung wie es geht. Ohne sie macht so vieles einfach keinen Sinn. Aber wenn ich hier schreibe, dann fühle ich mich verstanden. Für einen Moment habe ich nicht das Gefühl vollkommen verrückt zu sein. Ich danke euch dafür
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

  16. #16
    Franny Avatar von Franziska T.
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    Standard

    Eine schöne, und so traurige Geschichte, mit dem Schnee

    Fühl dich gedrückt
    Blacky wird da oben merken, wie sehr dich der verlusst schmerzt, wird die Gespräche hören, die du führst... und kann froh sein, so eine tolle Freundin gehabt zu haben
    Du musst nicht lernen, ohne Blacky zu leben. Nur lernen, mit Blacky in deinen Erinnerungen und in deinem Herzen statt auch in deinem Garten zu leben. Und das wirst du ganz sicher lernen. Aber soetwas braucht Zeit

  17. #17
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    Zitat Zitat von Franziska T. Beitrag anzeigen
    Eine schöne, und so traurige Geschichte, mit dem Schnee

    Fühl dich gedrückt
    Blacky wird da oben merken, wie sehr dich der verlusst schmerzt, wird die Gespräche hören, die du führst... und kann froh sein, so eine tolle Freundin gehabt zu haben
    Du musst nicht lernen, ohne Blacky zu leben. Nur lernen, mit Blacky in deinen Erinnerungen und in deinem Herzen statt auch in deinem Garten zu leben. Und das wirst du ganz sicher lernen. Aber soetwas braucht Zeit
    Danke dir
    Ja es braucht Zeit, aber manchmal habe ich das Gefühl es wird nicht besser. Es tut so sehr weh und das jeden Tag. Sie war wirklich einzigartig und etwas besonderes. Ich hätte nie gedacht das man wirklich so sehr lieben kann
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


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  18. #18
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    Da ist er wieder. Dieser Tag. Dieser 08. Mai. Doch heute fehlen mir zum ersten Mal die Worte. Ich lese meine Texte von vor einem Jahr, von vor zwei Jahren und von vor drei Jahren. Ich lese so viel Schmerz aus diesen Zeilen heraus. So viel Wut, so viel Leid. Doch heute ist es anders. Heute sind es genau drei Jahre seit sie mich verließ. Seitdem mein Seelenkaninchen ihren letzten Atemzug machte. Seitdem ihr Herz für immer verstummte. Seitdem ihr Tod eine tiefe Wunde in mein Herz riss, die nicht heilen will. Doch ich habe eines verstanden, diese Wunde heilt nicht, sie wird nie ihre Kraft und ihren Schmerz verlieren. Mein Leben lang wird sie ein stummer Begleiter sein. Wird mich immerzu erinnern an mein Baby. An mein Mädchen. Doch ich habe mich daran gewöhnt. Auch wenn es sich seltsam anfühlt, dies zu sagen, aber es ist wahr. Ich habe mich daran gewöhnt, dass sie fehlt. Ich bin es gewöhnt sie zu vermissen. Ich bin es gewöhnt, dass der Schmerz in Wellen kommt, mal öfter mal seltener. Sie fehlt. An jedem Tag, in jeder einzigen Sekunde bei jedem Atemzug. Doch das wird sie immer tun. Sie wird nicht zurückkommen. Mein Herz hat den Verlust akzeptiert. Die Wunde angenommen und gelernt damit zu leben. Heute ist das Gefühl nicht anders. Es tut nicht mehr und nicht weniger weh. Sie fehlt. Aber sie fehlt wie an jedem anderen Tag auch. Ich glaube, dass ist es. Dass was die Menschen sagen, die 5 Phasen der Trauer. Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Ich habe sie alle durchlebt, besonders die vierte Phase hat mich lange Zeit viel Kraft gekostet, es fiel mir so schwer ihren Tod zu akzeptieren. Zu sehr wünschte ich, dass alles anders wird. Doch heute bin ich wohl am Ende dieses Weges angekommen. Ich habe es akzeptiert und überlebt. Habe meine Kraft gefunden und gelernt weiter zu machen.

    Und es ist gut so wie es ist. Sie wird nie in Vergessenheit geraten. Aber ich weiß, ich habe mein Versprechen gehalten. Ich gab ihr das Versprechen zu kämpfen und das war es was mich die letzten drei Jahre angespornt hat. Dass was mich 2018 durch die tiefe Depression begleitete, mir Hoffnung gab, obwohl ich nie zuvor so sehr am Ende war. Alles hatte mich eingeholt und ich sah keine Zukunft für mich. Doch diese wenigen Wörter, dieses Versprechen war immer in meinem Kopf. Es hat mich alle Kraft gekostet es zu halten. Doch 2019 änderte alles. Ich habe mein Abi geschafft, meinen Freund kennengelernt, meinen Job angefangen und bin ausgezogen. Heute sehe ich zurück auf die drei Jahre und bin glücklich. Bin stolz auf das was ich erreicht habe. Denn heute weiß ich, es gibt bessere Zeiten. Auch wenn ich es all die Jahre nicht sah, das Leben hält auch schöne Tage für mich bereit. Doch ich wäre heute nicht an diesem Punkt wenn Blacky nicht gewesen wäre und ich hätte ihren Verlust nicht verkraftet wenn dieses Versprechen nicht gewesen wäre. Und so hat sie obwohl sie nicht mehr lebt, einmal mehr mein Leben gerettet.
    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


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  19. #19
    Aktive Avatar von Claudia S.
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  20. #20
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    365 Tage, 8.760 Stunden, 525.600 Minuten und 31.536.000 Sekunden. Ein ganzes Jahr ohne mein Baby an meiner Seite. Millionen von Augenblicken ohne sie. Tausende Momente ohne sie. So viel hat sie verpasst. Wie die ersten Blätter von den Bäumen fielen, wie die ersten Schneeflocken sanf auf die Erde rieselten, wie die erste Frühlingssonne sich tapfer durch die Wolken kämpfte, wie die ersten Knospen zu sprießen begannen, den ersten Sommerregen und die erste Wiese, die sie so sehr liebte. Ich Frage mich, ob sie wohl an mich denkt? Ob sie mich ebenso vermisst, wie ich sie? Ob sie sehen kann, dass ich mein Versprechen halte?
    Ich habe ihr versprochen, dass ich nicht aufgebe und weiter Kämpfe. Ich versuche daran zu wachsen. Versuche den Schmerz zu ertragen. Unzählige Tränen sind geflossen in diesem Jahr. Unzählige Male war ich wütend, darauf dass ich nicht ohne sie leben kann. Unzählige Male wünschte ich mir nur eine Sekunde mit ihr. Kaum ein einziges Mal habe ich gelächelt, wenn ich an sie dachte. Es tut einfach weh. So viel mehr, als ich es in Worte fassen könnte. So viel mehr. Ich habe nur einen einzigen Wunsch, ich wünsche mir, dass sie glücklich ist, fort wo sie jetzt ist. Ich wünsche mir, dass die Sonne immer scheint und viele Blumen blühen. Ich wünsche mir, dass es von Zeit zu Zeit einmal kräftig regnet und schneit, weil sie das so sehr liebte. Sie liebte die Gewalt der Natur. Sie liebte die Freiheit. Ich wünsche mir, dass sie genau das jetzt hat. Ich wünsche mir, dass es ihr an nichts fehlt. Es ist nicht wichtig, ob sie noch an mich denkt, alles was zählt ist, dass sie glücklich ist. Dass ihre Augen glitzern, so wie sie es taten wenn sie mich ansah.
    In den vergangen Tagen ging mir ein Moment nicht aus dem Kopf, der 1. Mai 2017. Ich telefonierte mit Malis Mama und sprach von Blacky, ich erzählte von ihr und irgendwann meinte ich "naja du wirst sie ja sehen, wenn du Mali bringst". Es dauerte einige Sekunden bis verstand, was ich gesagt hatte. Sie würde sie niemals kennen lernen, denn wenn Mali kommen würde, dann würde es meine Maus nicht mehr geben. In diesem Moment habe ich das aller erste Mal realisiert, dass wir wirklich am Ende angekommen sind. Dass ich im Inbegriff war meinen Schatz zu verlieren. Kaum vorstellbar, dass dies schon ein Jahr her sein soll. Ein ganzes Jahr so unendlich lang und doch so schnell vergessen.
    Auch wenn sich mein ganzes Leben geändert hat, habe ich doch das Gefühl als hätte sich nichts geändert. Es tut ebenso weh, wie am ersten Tag und die Tränen fließen ebenso oft. Kein Tag vergeht ohne, dass ich hunderte Male an sie denke.
    Aber jetzt gerade kann ich sie spüren. In meinem Herzen ist sie gerade so nah, dass ich nur die Augen schließen muss. Wenn ich die Augen schließe, dann kann ich ihr Fell unter meinen Fingern spüren und ihre Wärme fühlen. Fast so, als hätte es dieses Jahr nicht gegeben. Ich will die Augen nicht öffnen. Ich will sie nicht erneut verlieren. Ich will der Realität nicht ins Auge sehen. Ich will daran festhalten sie spüren zu können. Nur um sie für eine einzige Sekunde nicht zu vermissen. Nur um eine einzige Sekunde nicht diesen Schmerz fühlen zu müssen...

    Mein Engel du fehlst mir... Ich liebe dich...


    Sie sagen, Erinnerungen sind Gold wert, und vielleicht ist das wahr.
    Ich wollte nie Erinnerungen, ich wollte nur Dich.

    Eine Million mal brauchte ich Dich, eine Million mal weinte ich.
    Wenn Liebe allein Dich hätte retten können, wärest Du nie gestorben.

    Im Leben liebte ich Dich sehr, im Tod liebe ich Dich immer noch.
    In meinem Herzen hast Du einen Platz, den niemand jemals füllen kann.

    Wenn Tränen ein Treppe bauen könnten und Herzschmerz eine Straße -
    Ich würd den Weg zum Himmel gehen und Dich zurück holen.

    Liebe Grüße von Lena, Mali, Mika, Sammy, Ulli, Yanny, Elly und Ben❤


    Blacky (✝08.Mai 2017) & Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...

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