Am Samstag, den 23.09.2017, vormittags, befand sich das Ehepaar Beyer aus Weilburg, mit ihren beiden Kindern und ihren beiden Hunden im Kubacher Wald.
Sie staunten nicht schlecht, als sie plötzlich zahlreiche Deutsche Riesen durch den Wald und auf den Waldwegen entdeckten.
Sofort riefen sie das Limburger Tierheim an, wovon sich 3 Mitarbeiterinnen des Limburger Tierheimes, ausgestattet mit zahlreichen Transportboxen und Keschern, auf den Weg zum Fundort begaben.
In einer 4-stündigen Aktion gelang es den Mitarbeiterinnen Kerstin Napiontek, Eva-Maria Napiontek und Petra Schmeiser, gemeinsam mit dem Ehepaar Beyer, insgesamt 31 Tiere einzufangen.
Nach Rücksprache mit der Tierheimleitung stellte man die ersten 12 gefangenen Tiere dem notdiensthabenden Tierarzt der Löhnberger Tierklinik vor, um etwaige Seuchenerkrankungen wie Myxomatose etc., ausschließen zu können.
Der Tierarzt diagnostizierte bei einigen Tieren Schnupfen und Erkältungen und verordnete zunächst entsprechende Medikamente zur Erstversorgung.
Die Tiere konnten dann von Michael Wuttke, dem Notdienstfahrer des Tierheimes Limburg, mit dem Tierheimauto, abgeholt und zum Tierheim transportiert werden.
Dort hatte Margarete Aust (verantwortliche Kraft für das Kleintierhaus) bereits entsprechende Vorkehrungen, Quarantäne etc., zur Aufnahme vorbereitet. Die restlichen Tiere kamen mit den beiden weiteren Tierheimmitarbeiterinnen gegen 14.45 Uhr im Tierheim an.
Zwei Deutsche Riesen nahm das Ehepaar Beyer aus Weilburg zunächst in Pflege. Frau Pia Beyer ist gelernte Tierarzthelferin.
Einige Deutsche Riesen sind verschnupft, haben entzündete Augen, zwei Tiere haben massive Zahnprobleme und werden bereits mit Critical Care gefüttert. Sie sind dehydriert und abgemagert.
Etliche weibliche Tiere zeigen deutlich einen tragenden Zustand auf. Die Tiere dienten offensichtlich zur Zucht.
Am Montag, den 25. September 2017, werden alle Tiere der Tierärztin des Limburger Tierheimes vorgestellt.
Das Ehepaar Beyer aus Weilburg wird am Sonntag sich auf die Suche nach weiteren ausgesetzten Tieren begeben. Sie haben einen PKW beobachtet vor ihrer Ankunft im Wald, der sich schnell vom Fundort entfernte. Ob der Fahrer mit den ausgesetzten Tieren in Zusammenhang zu bringen ist, ist derzeit unklar.
Die Polizeistation Weilburg, Telefon 06471-93860, und das Tierheim in Limburg-Staffel, Telefon 06432-801455, sind für Hinweise dankbar.
Das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat. Die Polizeistation Weilburg wird Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten und entsprechende Ermittlungen aufnehmen.
Außerdem bittet das Tierheim um Hilfe, es werden dringend adäquate Pflegestellen für die Tiere gesucht. Zu beachten ist, dass die Tiere in Quarantäne, d.h., abgesondert von weiteren Tieren, gehalten werden müssen.
gez.: Adelheid Noble 24.09.2017
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