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Thema: Trauerbewältigung...?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Du könntest dir den Stationsbericht geben lassen. Es muss ja immer alles dokumentiert werden. Versprich dir aber nicht zuviel davon. Je mehr Material ich von der Klinik bekommen habe um sehr mehr Fragen stellten sich und es kam mir alles mehr und mehr fragwürdig vor. Ob du den Originalbericht bekommst kann ich dir nicht sagen, aber versuche es . Vlt hilft es ja...

  2. #2
    Monsterbändigerin Avatar von Conny
    Registriert seit: 26.07.2010
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    Beiträge: 4.964

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    @hasili
    Ich verstehe dich so gut

    Unserer Luna ging es morgens nicht gut, ich hab mich gerade im Bad fertig gemacht um mit ihr zur Tierärztin zu fahren, da bekam ich ein komisches Gefühl. Ich bin ins Zimmer reingerannt, da lag sie, sie muss nur wenige Minuten zuvor ins Regenbogenland gegangen sein Ich bin völlig durchgeknallt, ich hab geweint und geschrien, warum nur

    Meine Freundin sagt immer zu mir, sie hat gewartet bis ich im Bad war, sonst hätte sie nicht gehen können, weil ich sie nicht losgelassen hätte. Ich weiß nicht an was sie gestorben ist, unsere Tierärztin meint, so wie ich ihr das Verhalten von Luna geschildert habe war es ihr Herzchen, ihre Schwester ist auch daran gestorben. Es aber nicht wirklich zu wissen, macht mich heute noch fertig

    Ich weiß, dass ich darüber nie hinwegkommen werde
    Im Herzen *Snoopy 05. 2008 - 24. 04. 2013* *Schneeferkelchen 08.01.2010 - 04.07.2016* *Luna 08.01.2010 - 25.11.2016* *Balu 08.01.2010 - 18.10.2018* *Lumpi 01.11.2012 - 23.02.2019* *Bounty 08.01.2010 - 26.07.2020* *Fee 08.01.201 - 31.03.2021* und unsere anderen Regenbogennäschen
    "Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen" *Platon*

  3. #3
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
    Registriert seit: 23.09.2013
    Ort: Nordlicht
    Beiträge: 10.269

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    Zitat Zitat von conny Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass ich darüber nie hinwegkommen werde
    @conny, kannst Du Dich nicht damit trösten, dass sie selbstbestimmt zuhause bei ihren Freunden einschlafen durfte?

    Als mein Fusselchen (zuhause) starb, ich "wusste" es den Abend vorher schon, hab ich weniger um ihn geweint, als um die zurückgebliebene Stupsi, die so verzweifelt war, dass sie versucht hat mich zu beißen als ich ihn nach Stunden aus dem Gehege nahm.

    Ihre Verzweiflung war greifbar, ihr erster wirklicher Kaninchenfreund war gegangen und sie wollte es einfach nicht begreifen.
    Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen. (Prof. Dr. theol. Erich Gräßer, Theologe und Politiker)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.03.2010
    Ort: Frankfurt
    Beiträge: 9.029

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    Ich verstehe Dich trotzdem, conny.....denke aber auch dass es ein gewisser Trost ist dass sie zu Hause gestorben ist.
    Aber dieses Nicht-Wissen woran macht einen schon fertig.
    Und mich doppelt weil ich immer denke vlt. hätten sie es zu Hause geschafft.

    Ich habe das ja auf diese Weise noch nie erlebt (und schon gar nicht ein Pärchen soo kurz hintereinander) ..und dachte immer so etwas kann gar nicht sein. Zumindest müsste es eine klare Diagnose geben.
    Geändert von hasili (17.07.2017 um 19:24 Uhr)

  5. #5
    Y - iyéwaye Avatar von Kaga
    Registriert seit: 25.07.2013
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    Beiträge: 986

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    Zuhause ins Regenbogenland aufbrechen ist immer! besser, als beim TA .. ..,
    fremde Stimmen, Hundegebell, Hände, Gerüche, Aufregung.

    Denk einfach daran, wie du es für dich wollen würdest.
    Tiere und wir Menschen spüren es, wenn wir kurz davor sind und aufbrechen müssen.

    Ich finde Luna hat es genau richtig gemacht, und
    sie hat dir erspart, sie im Arm zu halten oder bei ihr zu sitzen und mitzuerleben, wie langsam
    ihr Leben aus dem Körperchen geht.

    Das ist ein Geschenk, das sie dir, Conny, und sich selbst gemacht hat.
    "Wir leben und wir lernen, aber wen(n) wir lieben, verlieren wir am Ende immer.“

  6. #6
    Monsterbändigerin Avatar von Conny
    Registriert seit: 26.07.2010
    Ort: :-)
    Beiträge: 4.964

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    Ja, ihr habt recht, so hab ich das noch nie gesehen, jetzt muss ich wieder weinen Wäre ich vielleicht gerade mit ihr im Auto unterwegs gewesen hätte ich vielleicht noch einen Unfall gebaut, so ist sie friedlich an ihrem Lieblingsplätzchen *da lag sie immer mit Schneeferkelchen und Snoopy* ins Licht gegangen.

    Danke euch jetzt hab ich einen schönen Gedanken in meinem Kopf
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  7. #7
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben. Avatar von Teddy
    Registriert seit: 06.05.2012
    Ort: Wolfsburg
    Beiträge: 3.148

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    Zitat Zitat von Kaga Beitrag anzeigen
    sie hat dir erspart, sie im Arm zu halten oder bei ihr zu sitzen und mitzuerleben, wie langsam
    ihr Leben aus dem Körperchen geht.
    Und so unterschiedlich wird das empfunden. Ich finde es gerade so tröstlich, wenn die Tiere sich in meinem Arm entspannen und sich auf dem Weg hinüber begleiten lassen. Ich empfand es immer als besonderen Vertrauensbeweis, daß sie dies zuließen, weil sie genau wußten, ich würde sie auf ihrem Weg unterstützen und begleiten und sie nicht zu halten versuchen. Obwohl der Anlaß traurig war, gab es mir ein Gefühl von ganz besonderem Vertrauen und besonders inniger Nähe.
    Wenn Tiere plötzlich und während meiner Abwesenheit starben hatte ich immer ein starkes Gefühl, daß mir etwas ganz Wichtiges zwischen uns fehlte, daß das Band einfach zerrissen war, daß mir der gemeinsame Übergang fehlte und der Verlust umso schwerer erschien.
    Und ich erinnere mich, daß dies immer zu der Zeit noch passierte, in der ich alles versuchte, um die Tiere zu halten, auch wenn es schon keine Chance mehr gab. Ich glaube, die Tiere waren damit völlig überfordert, ihren Weg gehen zu müssen und zu wissen, daß sie mir damit so viel Leid hinterlassen. Zu der Zeit dachte ich immer, es wäre am einfachsten, wenn das Tier einfach morgens nicht mehr aufwacht und man es dann findet. Das sehe ich heute anders. Es ist mir sehr wichtig, dabei zu sein und sie zu begleiten auf ihrem letzten Weg, damit sie sich auch dann noch behütet und nicht allein gelassen fühlen. Ich habe einfach das Gefühl, daß ihnen das hilft und es macht mich zufrieden. Allein gehen zu müssen, damit die Zurückgebliebenen nicht verzweifelt sind, läßt sie einsam die Welt verlassen. Aber auch wenn sie in Gesellschaft ihrer liebsten Freunde gehen können oder sich ganz bewußt einen stillen Platz suchen, gehört das natürlich auch zu ihrem Wunsch, den ich annehmen kann. Seitdem ich dazu gefunden habe, es einfach zu akzeptieren, wenn sie gehen müssen und immer in ihrem Sinne und nicht in meinem entscheide und alles versuche, um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen, wollen sie mich gern dabei haben und zeigen das auch. Mag sein, daß ich spinne, aber ich empfinde es so und seitdem verlief es hier auch so.
    Unabhängig davon mache ich mir um alle Probleme große Sorgen und gebe wirklich absolut alles, um ihnen ein möglichst gesundes und langes schönes Leben zu ermöglichen. Aber es steht eben nicht immer in meiner Macht...
    Geändert von Teddy (18.07.2017 um 15:46 Uhr)
    Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
    damit wir es ihnen glauben

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.03.2010
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    Beiträge: 9.029

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    Der letzte Satz trifft absolut zu. Es steht leider nicht in unserer Macht bzw. nicht in jeder Situation..wie es ausgeht.
    Und wenn Du ein Tier in die Klinik oder zur TÄ bringst, das in Deinen Augen gar nicht todkrank ist und Du gehst davon aus, Du holst es am nächsten Tag wieder..und dann passiert es....das ist schwer zu verkraften. Damit hast du nie gerechnet.

    Wenn es schon sehr schlimm zu Hause ausschaut, dann denkst Du die TK/Notdienst ist Dein letzter Rettungsanker.

    Und dann geht es dort.

    Was wäre denn die Konsequenz ?
    Dann dürfte man gar keins dort lassen - egal ob schwer krank oder nicht.

    Im 2. Fall wäre ich mit ihm 1 Std. hingefahren, Untersuchung, Behandlung, und wieder 1 Std. zurück. Dann denkst Du das ist zuviel für das Tier und lässt es dort.

    Es ist sehr schwierig das alles richtig zu entscheiden, aber ich werde wohl auch keins mehr so schnell dort lassen.
    Geändert von hasili (18.07.2017 um 15:55 Uhr)

  9. #9
    ~ Anke ~ Avatar von Celia84
    Registriert seit: 16.05.2010
    Ort: zu Hause
    Beiträge: 923

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    Aber ich denke genauso ist es.
    Tiere ziehen sich auch in der Natur oft zurück um gehen zu können.
    Auch bei Menschen ist es so, dass einige so lange durchhalten, bis sie nochmals einen bestimmten Menschen gesehen haben und dann loslassen. Und andere können leichter gehen, wenn sie alleine sind. Wie oft habe ich schon traurige Angehörige erlebt, die es nicht fassen konnten, dass sie immer bei ihren Lieben waren und gerade als sie kurz aus dem Zimmer waren, kam der letzte Gang. Ich denke das kann -natürlich nur bis zu einem gewissen Grad-etwas beeinflusst werden.
    Vielleicht sollte es so sein, dass Luna zu Hause geht, wäre sie auf der Fahrt zur TÄ gestorben oder in der Praxis, wäre das nicht der Ort gewesen, der für sie bestimmt war. So konnte sie in der vertrauten Umgebung gehen. Das es so schnell ging spricht nicht dafür, dass noch etwas zu machen gewesen wäre. Ich weiß, dass das gar nicht tröstet, aber das wären jetzt die Gedanken, die ich dabei gehabt hätte.

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