Das stimmt nur bedingt.
Die Angaben zur Oxalsäure, Calcium etc. werden meist aus der Humanmedizin übernommen, und da besteht tatsächlich die Problematik mit Nierenentzündungen, Blasensteinen etc.
Bei bisherigen Studien mit Kaninchen wurden solche Probleme nur dann belegt, wenn gleichzeitig die Flüssigkeitszufuhr nicht gewährleistet war, und gerade dann, wenn zur Oxalsäure noch zusätzlich viel Calcium aufgenommen wird, erfolgt vermehr eine Ausscheidung über den Darm, d.h. die Oxalsäure gelangt erst gar nicht in den Nieren- und Harntrakt, so dass dort auch keine Entzündungen, Steine etc. hervorgerufen werden können.
Lange Rede, kurzer Sinn: wenn man nicht gerade einen halben Weinberg verfüttert, sondern auch ansonsten für artgerechte und abwechslungsreiche Ernährung sorgt, sind Weinblätter völlig ok...
Und noch ein kleiner Schwenk zur Humanmedizin: der Wein enthält auch Oxalsäure, gleichwohl empfehlen viele Urologen ein Gläschen Riesling bei der Neigung zu Harnsteinen, und auch hier ist´s zum einen eine Frage der Dosis, zum anderen enthält der Wein eben nicht nur Oxalsäure, sondern auch andere, z.T. nützliche Inhaltsstoffe... und gleiches dürfte für das Weinblatt gelten.



Zitieren
Lesezeichen