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Thema: Verschiedene Arten ZF - Pro und Contra

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
    Registriert seit: 23.09.2013
    Ort: Nordlicht
    Beiträge: 10.298

    Standard

    Meine ZF's waren "alles aufmachen" (Sicht- und Riechkontakt war vorher schon da), Rückzugsmöglichkeiten hinstellen und die Nins im Wohn-/Esszimmer machen lassen. Bis jetzt hatte ich noch nichtmal richtigen Fellflug, höchstens ein bisschen Gezwicke am Allerwertesten und ein bisschen Gerammel. War jedesmal nach weniger als einem halben Tag vorbei und es wurde zusammen gefuttert und gekuschelt.
    Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen. (Prof. Dr. theol. Erich Gräßer, Theologe und Politiker)

  2. #2
    Corinna K.
    Gast

    Standard

    Ich seh es wie Birgit .

    Meine ersten VG`s waren immer in einem komplett neutralen Gehege. Damals ging das noch, ich fand es immer gut, wenn für alle Tiere alles neu war und bin ein Freund von VG´s die auch im tatsächlichen Endort statt finden. Mit den Jahren war das dann nicht mehr machbar , zu viele Umbauten im Haus und Platzmangel und mein Mann der langsam aber sicher die Nerven verloren hat.

    Ansonsten hab ich auch das jeweilige Gehege so gut es geht gereinigt und neue Gegenstände reingestellt oder umgestellt. Ich hab dem Neuankömmling immer ne kleine Runde Vorsprung gelassen, ein paar Minuten selber erkunden und dann hop den Rest dazu. Schlechte Erfahrungen habe ich nie gemacht und ich zähle aktuell 12 VG´s.

    Bei meiner VG im Außengehege im letzten August habe ich die Tiere stückchenweise reingesetzt, erst den Valli komplett neu, dann Liese ( sie schien mir die liebste von allen ) dann hatten die einige Minuten, dann Ronja ( die ist meist erstmal total beschäftigt und kümmert sich um niemanden ) dann Flocke ( die war erst mit Essen beschäftigt und hatte so auch erstmal mit sich zu tun) und am Ende Hotte, der mir am "gefährlichsten" erschien, weil er einfach der wildeste und jüngste von allen ist. Ich erzähl das, weil diese Vorgehensweise von mir aus einem Gefühl heraus für die Tiere so wie ich sie einschätzte der klügste war. Ich hab Recht behalten. Jeder hatte ein bisschen Zeit für sich und konnte sich mit allem zurecht finden. Stress gab es keinen. Fellflug hielt sich in Grenzen.

    Nun mit dem Außengehege werde ich es bei künftigen Neuankömmlingen ebenso machen. Gut beobachten und dann entscheiden, wie ich es am schlauesten anstelle, ich höre da immer auf mein Bauchgefühl.

    Genügend Versteckmöglichkeiten finde ich persönlich wichtig ( klar Ein/Ausgänge zur Flucht, wenn nötig )...andere wiederum sagen, so wenig wie möglich,damit es so wenig wie möglich zu verteidigen gibt. Diese Ansicht teile ich persönlich aus meinen eigenen Erfahrungen nicht.

    Ich regel es für mich immer so, dass ich in jedem Fall einige Tage frei habe ...sicher ist sicher.

    Auf Biegen und Brechen würde ich es nicht durchziehen, bin aber auch nicht super empfindlich. Gut beobachten, kleine Schrammen sind für mich in Ordnung, müsste ich allerdings in die TK zum Nähen oder schlimmeres wäre das für mich ein no - go. So lange alle fressen, sich entspannen und ich das Gefühl habe, das eine normale Unruhe durch das NEUE ist, bin ich die Ruhe in Person bei VG`s.

  3. #3
    ...wartet auf den Frühling Avatar von Irina
    Registriert seit: 20.04.2008
    Ort: Saarland (im Kuhkaff)
    Beiträge: 3.373

    Standard

    Ich find viel Platz auch sehr wichtig und genug Rückzugsmöglichkeiten. Bin kein Freund von wenig Platz, das erzeugt m. M. nach viel zu viel Streß.
    Ich fühl mich, als könnt' ich Bäume ausreißen. Also kleine Bäume. Oder Bambus. Blumen. OK, Gras. Gras geht.

  4. #4
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
    Ort: Aichach
    Beiträge: 3.192

    Standard

    Ja man muss das immer sehr individuell auf das Tier abstimmen.

    Ich finde es wichtig das man keinen 100% igen Plan in der Tasche hat. Wenn Variante A nicht geht, nimmt man eben den Ausweg B.
    Immer fiel Platz geben, oder immer wenig Platz geben, kann einfach für bestimmte Tiere falsch sein.

    Demut vor dem eigenen Einschätzungsvermögen schadet auch nicht.

    Bei Gruppen ist es wichtig das man die Führungsebene stärkt.
    Alle auf neutrales Revier setzten und losprügeln lassen führt in der Regel dazu, das kurzfristig der Stärkste an die Macht kommt.
    Diese Position kann er aber nicht halten, da ein anderer bessere Führungsqualitäten (unabhängig von der reinen körperlichen Stärke) aufweist.

  5. #5
    Kaninchen-WG Mitbewohnerin Avatar von Jutta
    Registriert seit: 28.02.2007
    Ort: Schwerte
    Beiträge: 2.550

    Standard

    Ich mach's auch wie Birgit.

    Viel Platz, viel Zeit und langsam annähern lassen.
    Ich bzw. die Nins sind da auch immer ganz gut und ohne schlimmere Verletzungen mit gefahren.
    Und immer den Charakter berücksichtigen.
    Deshalb schmeiße ich auch bei Neuankömmlingen nie direkt zusammen.
    Erstmal ankommen lassen...
    Liebe Grüße von Jutta & Co
    Wirf Liebe um Dich wie Konfetti!

  6. #6
    Lebe deine Träume Avatar von Birgit
    Registriert seit: 03.04.2011
    Ort: Petershagen
    Beiträge: 5.320

    Standard

    Irina, das kommt immer darauf an, wo das vorhandene Tier/Gruppe sitzt.
    Ich habe da kein bestimmtes Schema. Aggressionen durch Gitter habe ich niemals erlebt. Auch meine Pflegis leben ja Gitter an Gitter, damit sie nicht so lange alleine und ohne Partner sind. Auch sind es oft Tiere, die aus Notfällen kommen und bislang niemals einen Partner hatten und keine Artgenossen kennen. Diesen Tieren gebe ich die Möglichkeit erst nebenan alles zu beobachten und erlernen.
    Niemals setze ich bislang allein gehaltene Tiere gleich zu Artgenossen.
    Entweder baue ich ein kleines Gehege neben dem anderen oder ich trenne innen etwas ab.

    Einen neutralen Raum benutze ich nur, wenn ich ein sich ploetzlich wegen Krankheit streitendes Paar hatte wie bei meinem Psycho-Willi, der nach jedem Rausnehmen wegen TA-Besuch seine Mila attackiert. Da hat dann nämlich Mila die Hosen an und nach einigen Stunden können sie dann immer zurück.

    Gerade bei meinen Pflegis habe ich da nur super Erfahrungen gemacht.
    Auch mein Silas ( Dauerpflegi aus dem TH ) habe ich so mit Ruby vergesellschaftet. Beide haben nebeneinander ihr Gehege gehabt und irgendwann konnte ich einfach mittig die Gitter rausnehmen und gut.
    Zwischendurch setze ich jeden Mal in das andere Gehege, bzw. ich tausche mal aus.

    Aggressionen oder Beissereien zwischen der Trenngitter habe ich nie gehabt.
    Und ich habe ja schon zig VG gemacht und etliche Pflegis hier sitzen gehabt .
    Denke das wäre was anderes, wenn ich da zwei unkastrierte fremde Böcke nebeneinander hätte. Das käme natürlich niemals in Frage.

  7. #7
    Gast**
    Gast

    Standard

    Habt ihr denn Tipps, wenn das neue Tier äußerst dominant ist (Paarhaltung) ?

  8. #8
    Kaninchen-WG Mitbewohnerin Avatar von Jutta
    Registriert seit: 28.02.2007
    Ort: Schwerte
    Beiträge: 2.550

    Standard

    Würde ich auch mit der Trenngittermethode, sprich langsam aneinander gewöhnen, versuchen.
    Liebe Grüße von Jutta & Co
    Wirf Liebe um Dich wie Konfetti!

  9. #9
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
    Ort: nördlich Hamburg
    Beiträge: 17.160

    Standard

    Ich würde die Tiere zB. niemals einfach in ein neutrales kleines Minigehege setzen, ohne dass sie Rueckzugsmoeglichkeiten haben und sich aus dem Weg gehen können.
    Warum soll ich den Tieren diesen Stress aussetzen ganz urplötzlich aus seiner Umgebung heraus genommen zu werden, vor die Nase eines fremden Artgenossen setzen, den sie nicht einschätzen können, nicht kennen und ohne dass sie darauf vorbereitet sind.
    Ich finde man soll ihnen die Möglichkeit geben selber miteinander in Kontakt treten zu dürfen.....auf die Weise, die sie selber wollen, wählen und die ihnen gut tut und vorallem dann, wenn SIE wollen.

    Ich habe auf diese Weise niemals Verletzungen, Bisse , schlimmeJagereien oder so gestresste Tiere, dass ich Angst haben musste aufgrund von Stress Symptome wie Bauchprobleme, Schnupfen oder EC heraus zu beschwören.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maren86
    Registriert seit: 03.10.2008
    Ort: Karlsruhe
    Beiträge: 2.617

    Standard

    Wir haben es meistens in nem neutralen Gebiet gemacht.
    Bei nem ängstlichen und total panischen Tier haben wir das neue Tier in dessen Gehege gesetzt, hat trotzdem vor lauter Panik nicht geklappt.

    Die Gitter an Gitter Methode war bei diesem ängstlichen und sehr kranken Tier mit dem neuen dominanten, aber sehr jungen Kaninchen das beste was wir machen konnten. Nach drei Wochen schleckten sie sich durch das Gitter. Um anfängliche Verletzungen zu vermeiden, haben wir um das Gitter noch Hasendraht gespannt, dann kam das weg, dann hob ich das Gitter am Boden an und sie streckten beide die Köpfe in meine Hand, wir machten einen Dreierkuschler und das nochmal ne Woche. Danach kam es zu keinen Auseinandersetzungen.

    Da das soooo toll geklappt hat, wollte ich es mit den zwei gesunden Tieren auch so machen. Eine Woche lang war da die Hölle, es gab schlimme Aggressionen, sie waren soooo gestresst, einer bekam sogar Schnupfen und das beendete ich dann und wir gingen in einen neutralen Raum.

    Am schlimmsten war immer diese "Kampfarena" mit 6 Quadratmeter oder so. Das machte ich die ersten zwei Stunden und wenn etwas Ruhe einkehrte, gab es gleich freie Wohnungshaltung, auch wenn das nicht mehr neutral war.
    Geändert von Maren86 (19.01.2015 um 13:41 Uhr)

  11. #11
    Chefküken Avatar von Charlotte
    Registriert seit: 24.02.2007
    Ort: Herne
    Beiträge: 4.315

    Standard

    Ich hab früher auch immer die "Hauruck"-Methode verwendet. Ging auch immer gut, bin ich aber mittlerweile von ab.

    Normalerweise gebe ich dem Neuankömmling ein paar Minuten, wo er allein das Gehege erkunden kann und dann setz ich den Rest dazu. Klos gibts, Rückzugsmöglichkeiten tue ich nach Bedarf dazu. Ich hab allerdings auch sein sehr panisches Tier, bei dem es tatsächlich besser geht, wenn er immer beobachten kann, wo wer ist. Sie haben allerdings immer den Stall (ist ja auch ein Unterschlupf) und das Regal drin.
    Nach ein paar Tagen gehe ich in der Regel zum Alltag über (Auslauf und so) und mach kein großes Drama aus der Sache. Dann schießen sich meine Tiere auch gar nicht erst so auf Zufuhr ein.
    LG Lotte

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