Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate, so dass Kaninchen aller Alterstufen erkranken können. Erste deutliche klinische Anzeichen sind entzündlich bedingte Rötungen und Schwellungen der Vulva (der Scham) bzw. des Präputiums (der Vorhaut) sowie der Penisschleimhaut. Die befallene Haut sondert in der Folge schleimig-wässrige bis schleimig-eitrige Sekrete ab. Im weiteren Krankheitsverlauf bilden sich an den befallenen Hautpartien tiefer in die Haut eindringende, hirse- bis reiskornähnliche Knötchen, die geschwürartig aufplatzen und im Reparationsversuch der Haut immer wieder krustig verschorfen, dabei jedoch wieder erneut aufbrechen. Durch Belecken dieser stark juckenden und gereizten Anogenitalregion infiziert sich das Kaninchen besonders die Hautpartie der Raphe (Hasenscharte), die Lippen, die Augenlider, das Gesäuge sowie auch andere Körperpartien (Schmierinfektion). Durch Staphylokokken und Nekrobazillen kommt es in der Folge zu bakteriellen Superinfektionen mit weiter aufsteigenden Entzündungen sowie Septikämie (Blutvergiftung) mit Todesfolge.
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