Rocky ist ein toller Kerl
Henriettas Rehabilitation:
Vor fast 6 Wochen fiel Henny auf die Seite und begann zu rollen. Unser erster EC-Schub! Ich habe sofort mit der med. Therapie angefangen (bekannte EC-Trägerin). Später beim TA waren die Symptome dann weg. Leider wurden sie aber im Verlauf der nächsten Tage schlechter. Hennys Kopf war schief und sie hatte Ataxien und eine ausgeprägte Instabilität der Hinterläufe.
Die ersten Tage verbrachte sie im verdunkelten Haus und fraß überwiegend Wässriges. Sie nahm sich, was sie fürs Gesundwerden brauchte. Nach einer Woche kam sie raus und ich machte eine interessante Beobachtungen. Henny ging immer wieder (min 6 x täglich) in einen engen Spalt zwischen Gehebebereich und Wand. Sie lief daran vor und zurück - auch rückwärts. Weil es so eng war konnte sie dabei nicht umfallen. Sie legte sich hin und stellte sich auf die Hinterläufe. Nach ca. einer Stunde ging sie zurück ins Haus um sich auszuruhen
Kleiner Ausflug: Ich habe als Krankenschwester einige Jahre in der Rehabilitation mit Schaganfallbetroffenen gearbeitet. Neben den Lähmungen sind die Wahrnehmungsstörungen die große Schwierigkeit. Beispielsweise treten Körperschemastörungen auf, die zu Verschiebungen der Körperachse führen - Anzeigen sind z.B. Schiefhaltung. Über Wahrnehmungsförderung, z.B. räumliche Begrenzungen (Wand etc.) wird das Körperschema wieder hergestellt. Übrigens kontinuierlich wiederholend...aber mit regelmäßigen Pausen.
Wäre jetzt natürlich sehr interessant, wie sich EC auf die Hirnphysiologie auswirkt (ob die Kopfschiefhaltung eher durch einen erhöhten Muskeltonus oder durch Körperschemastörungen verursacht wird).
Also, wir nennen den Spalt jetzt "die Reha". Henriettas Kopf ist seit letzter Woche - 4 Wochen nach dem Schub - wieder gerade. Seither war sie eigentlich nicht mehr "in der Reha"...übrigens auch noch zuvor!!!
Kaninchen können echt überraschen! Auch/gerade mit EC!
Viele Grüße, Karoline







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