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Thema: Die Suche nach dem Heiligen Gral - oder die perfekte Kaninchenhaltung?!

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Die 85% sind keineswegs widersprüchlich.

    Es gibt widersprüchliche Zahlen dazu, dass die 85% selbst nicht widersprüchlich sind, ist logisch, aber als Aussage recht unsinnig. 85% ist maßlos übetrieben. So eine Studie kann man nicht ernst nehmen. Da müsste es kaum Häsinnen geben, die nicht daran erkranken. Ich denke, jeder der schon mehrere Häsinnen hatte, weiß dass dies so ganz sicher nicht stimmt. Realistisch dürften eher 20 bis maximal 40% sein, was ja schon hoch genug ist, alles andere ist einfach Panikmache. Hier anscheinend mit dem Zweck den meisten Haltern augenblicklich ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie ihre Häsin nicht rein prophylaktisch, also ohne dass es irgendwelche Anzeichen für eine Erkrankung gibt, einer lebensgefährlichen Operation unterziehen.

  2. #2
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
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    Ich melde mich dann mal mit inzwischen mindestens 50 kastrierten Häsinnen aus meiner PS. Es gab nicht eine Häsin, älter als 3 Jahre, die keine Veränderung hatte. Älter als 6 Jahre waren alle bösartig erkrankt.

    Meine TÄ, die mehrere Kastrationen pro Woche durchführen, weil die Leute von weit her kommen eben wegen der großen Erfahrung, bestätigen meine Beobachtungen auf einer viel höheren Zahlenbasis.

    Aktuell genesen hier gerade wieder 2 Häsinnen. Die vierjährige hatte eine gutartige Veränderung, die aber schon vereiterte, die einjährige war ohne Befund.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caruso
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    Standard

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Ich melde mich dann mal mit inzwischen mindestens 50 kastrierten Häsinnen aus meiner PS. Es gab nicht eine Häsin, älter als 3 Jahre, die keine Veränderung hatte. Älter als 6 Jahre waren alle bösartig erkrankt.

    Meine TÄ, die mehrere Kastrationen pro Woche durchführen, weil die Leute von weit her kommen eben wegen der großen Erfahrung, bestätigen meine Beobachtungen auf einer viel höheren Zahlenbasis.

    Aktuell genesen hier gerade wieder 2 Häsinnen. Die vierjährige hatte eine gutartige Veränderung, die aber schon vereiterte, die einjährige war ohne Befund.

    Das ist genau das, warum ich mich immer und immer wieder neu informiere und.....hinter umso verunsicherter bin. Deine Erfahrungen decken sich nur zu gut mit den meinen.

    Eins meiner kastrierten Weibchen war so hochgratig aggressiv, dass es der letzte Versuch war, ein Zusammenleben zu ermöglichen. Sie war ca 1. Jahr und die Gebärmutter leicht verändert.
    Das zweite Mädel war ca 6 Jahre alt, der Tumor daumengroß, die Gebärmutter voller Blut...sie hat überlebt. Hat leider nach der OP mit EC angefangen, was wohl auch ab und zu vorkommt.

    Jetzt habe ich ein neues Mädel hier sitzen. Alter unbekannt. In drei Monaten zweimal scheinschwanger. Sie hat schon einen ausgiebigen Ultraschall hinter sich......dieser US hat nunmal dem EC Kaninchen das Leben gerettet. Nur erkennen viele TA nicht wirklich viel auf dem US.......was bleibt?.....ich stehe in den Startlöchern für eine Kastration, aber eigentlich will ich sie nicht verändern...und....ich habe jetzt umsomehr wieder Angst vor EC.

  4. #4
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
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    In dem Fall empfehle ich dir ca. eine Woche vor der OP die E.c.-Behandlung mit Vit.-B-Komplex und Panacur zu starten. Ich hatte bereits ein paar Fälle, wo durch eine OP E.c. ausgebrochen ist und seitdem verfahre ich so, habe ich mit der Häsin aus dem TH Ilmenau auch gemacht, da dieser Bestand E.c.-positiv ist. Nach insgesamt 3 Wochen setze ich dann wieder ab wenn alles glatt läuft.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caruso
    Registriert seit: 19.07.2011
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    Beiträge: 266

    Standard

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    In dem Fall empfehle ich dir ca. eine Woche vor der OP die E.c.-Behandlung mit Vit.-B-Komplex und Panacur zu starten. Ich hatte bereits ein paar Fälle, wo durch eine OP E.c. ausgebrochen ist und seitdem verfahre ich so, habe ich mit der Häsin aus dem TH Ilmenau auch gemacht, da dieser Bestand E.c.-positiv ist. Nach insgesamt 3 Wochen setze ich dann wieder ab wenn alles glatt läuft.

    Danke, das ist tatsächlich ein sehr guter Tip, denn der Partner hatte zwei EC Partnerinnen.

    @ Diene
    Das besagte 6 jährige Weibchen war absolut unauffällig...ein einziger Bluttropfen auf dem Rücken eines berammelten Männchen, den ich zufällig fand und wußte, dass nur sie die anderen berammelt. Sie war der Chef. Sie fraß, hat jede Menge Unsinn im Kopf......nichts deutete darauf hin....sie sind Meister im Verstellen.

  6. #6
    Diene
    Gast

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    Ja, Caruso, dass ist ja auch der Punkt, wieso viele Halter Angst haben, bzw es meist zu spät ist, ehe es erkannt wird. Gerade weil die Kaninchen ihre Krankheiten oft so gut verstecken können. Aber ich weiss nicht, ob alleine das rechtfertigt, bei allen Kaninchen zu einer vorbeugenden Kastration zu raten. (also, nur weil, es schwer erkannt wird oder man immer wieder schallen müsste, was dazu auch nicht immer aussagekräftig wäre). Die Tatsache sollte am wenigsten eine Rolle spielen. (ohne dir vorwerfen zu wollen, dass du es vor hast, danach zu handeln, wollte es nur mal erwähnen )

    Viele liebe Grüsse

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    In dem Fall empfehle ich dir ca. eine Woche vor der OP die E.c.-Behandlung mit Vit.-B-Komplex und Panacur zu starten. Ich hatte bereits ein paar Fälle, wo durch eine OP E.c. ausgebrochen ist und seitdem verfahre ich so, habe ich mit der Häsin aus dem TH Ilmenau auch gemacht, da dieser Bestand E.c.-positiv ist. Nach insgesamt 3 Wochen setze ich dann wieder ab wenn alles glatt läuft.
    Würdest du das generell machen oder nur wenn e.c. z.b. beim Partner schon vorliegt??

    Bei mir hat keiner anzeichen von e.c.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caruso
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    Der jetzige Partner hat beide EC Weibchen überlebt.

    Ich weiß nicht wirklich was richtig ist. Tatsache ist: ich will und werde für meine Schützlinge alles tun, damit sie glücklich leben und gesund bleiben können.

    Es wäre auch vieles einfacher, wenn es mehr kompetente TA gäbe. Wer hat keine TA Odyssey hinter sich? Wieviele Kaninchen sterben, weil der TA einfach keine Ahnung hatte? Mein jetztiger deckt sich einigermaßen mit dem was ich weiß und von ihm erwarte. Aber er macht keine weibl. Kastration - zu hohes Risiko. ..also bleibt nur der weite Weg zur Klinik......

    Ich hoffe, dass Lucy (die neue Lady) mir die Entscheidung leichter macht, wenn sie z.b. jetzt weiter in diesen Abständen schweinschwanger ist.......Die bepinkelten weisen Küchenschränke lasse ich nicht gelten.

  9. #9
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
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    Nein, generell mache ich das nicht. Aber bei Lisas Zahnnarkose zuletzt habe ich es auch gemacht. Hazel geht immer so in Narkose.

    Ich habe allerdings nach Narkosen ein besonderes Auge auf E.c.-Symptome und würde unverzüglich handeln.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


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  10. #10
    Diene
    Gast

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    Ja, Caruso, sich für das "Richtige" zu entscheiden, fällt nicht leicht, vorallem, weil man meiner Meinung nach auch nicht immer alles richtig machen kann. Da es halt um die Tiere geht, möchte man das Beste, aber man sollte sich auch nicht verrückt machen lassen, denn sonst macht die Kaninchenhaltung irgendwann auch keinen Spass mehr. Ich würde es mir auch nicht erlauben, dir zu einer Kastration zu raten (ohne eindeutige Zeichen auf eine Krankheit) oder dir abzuraten. Mir ist die Verantwortung darüber einfach zu hoch. Auch, wenn es nicht leicht fällt, da man das Richtige tun möchte, bleibt die Entscheidung letzendlich bei jedem Halter selbst.

    Viele liebe Grüsse

  11. #11
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
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    Beiträge: 3.192

    Cool

    Zum Thema, unter den Trieben leiden:

    Ich hatte letztes Jahr zwei chem. kastrierte Rammler. Die konnten sich aufplustern, Häsinnen anpinkeln, Reviergrenzen ablaufen und markieren. Beide hatten eine Häsin nach der sie verrückt waren. Sie bildeten Paare, brummelten und buddelten gemeinsam Löcher. Sie hatten den ganzen Tag etwas zu tun. Die Kastraten hingegen schlafen von Fütterung bis Fütterung und ernten das Desinteresse der Häsinnen.

    Wenn ich meine Kastraten sehe weiß ich, das sie so handlicher für mich sind. In der Kastra wurde nicht nur ihr schreckliches Leid der Triebe sondern auch ein sehr schönes Stück ihres Lebens wegschnippelt.

    Es ist halt vieles grau und nicht schwarz und weiß. Die Häsin die man mit 12 Monaten kastrieren läst, stirbt halt irgendwann an einer bösartigen Geschwulst der Gesäugeleiste. Die die man mit 4 Monaten kastrieren lässt, hatte nie das Vergnügen eine richtige Häsin zu sein. Das kann man beliebig falsch machen.

  12. #12
    ally
    Gast

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    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    In dem Fall empfehle ich dir ca. eine Woche vor der OP die E.c.-Behandlung mit Vit.-B-Komplex und Panacur zu starten.
    Exakt das wäre auch meine Empfehlung (im übrigen bei anfälligen Tieren auch dann, wenn andere Stress-Situationen vorhersehbar sind, wie z.B. schwierige VGs). Ich mache das selbst so und rate befreundeten Kaninchenhaltern dazu, seitdem unsere Ada kurz nach ihrer Kastra einen schlimmen EC-Schub hatte (zum Glück den einzigen ihres Lebens).

    Wenn ich Jungtiere aufnehme gebe ich diesen auch vorsorglich Diclazuril (Appertex bzw. Coximed). Wenn geringe Mengen Kokzidien da sind (und das ist die Norm), können sie im Stressfall (Umzug, Futterumstellung, Impfen, Kastra, VG = für Jungtiere sehr viel Stress) eben sehr schnell zum Problem werden. Deshalb mache ich es grundsätzlich in dieser Situation und warte nicht erst die obligatorische Kotprobe ab (das kann manchmal schon zu spät sein). Bisher wurden aber auch bei allen aufgenommenen Tieren letztlich zumindest geringe Mengen Kokzidien nachgewiesen, so dass die Gabe immer sinnvoll war. Bis man drei Tage lang gesammelt und dann nochmal einige Tage auf das Ergebnis gewartet hat, können sich die kleinen Biester bei Stress explosionsartig vermehren und dann wird es schnell kritisch.

    Aber zur eigentlichen Frage: Den heiligen Gral der Kaninchenhaltung gibt es nicht. Jeder findet für sich einfach Kriterien, die er wichtig findet und die sich meist aus eigenen (meist schmerzhaften) Erfahrungen ergeben. Für andere mögen diese Kriterien oder auch ein bestimmtes Verhalten (wie z.B. mein oben beschriebenes) keinen Sinn ergeben. Das muss mich aber nicht kratzen - das ist doch der Punkt. Ich kann mein Verhalten erklären, aber ich stehe nicht unter dem Zwang, es jedermann recht machen zu wollen. Als Tierhalter sollte man sich natürlich gut informieren und sich bei anderen mit entsprechender Erfahrung auch Rat holen, aber halten und damit eine Vielzahl von Entscheidungen treffen muss man seine Tiere letztlich schon selbst

    LG ally

  13. #13
    Diene
    Gast

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    Ally, ich weiss ja nicht, wie du dazu stehst, wenn ein Tierarzt ein Tier auf "Verdacht" behandelt, aber ich finde, wenn du einem Tier vorbeugend ein Medikament verabreichst, kommt das aufs selbe raus. Egal ob du es aus eigener Erfahrung heraus so hand habst und am Ende dir sagen kannst, es war richtig, weil der überwiegende Teil der Tiere Kokzidien oder sonst was hatte. Im groben stimme ich dir zu, aber ich finde, das ist genau das, was man nicht machen sollte. Durch seine eigenen, wie du schon erwähnst, vorallem schmerzenden Erfahrungen, nur noch in eine Richtung zu handeln.
    Ich denke, damit macht man es sich zu einfach und das ist auch nicht der richtige Weg.

    Viele liebe Grüsse

  14. #14
    Diene
    Gast

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    Wo soll das denn dann noch hinführen? Pumpen wir irgendwann alle unsere Tiere mit Medikamenten voll, weil sie Schnupfer sein könnten, weil sie ECler sein könnten, weil sie Kokzidien oder Würmer haben könnten? Achso, und die vorbeugende Kastration nicht zu vergessen. Abgesehen von den unzähligen vorbeugenden Untersuchungsmethoden? Ich finde, das nimmt eine Richtung an, die einfach zu weit geht und nicht dem normalem Leben entspricht.
    Das Tiere krank sind oder krank werden können, gehört zum Leben dazu. Genauso wie es zum Leben dazu gehört, dass einige Tiere die Krankheiten überwinden und andere nicht.
    Aber manche Massnahmen finde ich übertrieben. Zum Beipsiel die von Ally. Meine Tierärtzin wertet die Kotproben im eigenen Labor aus. Wäre es nicht eine Alternative, eine Praxis aufzusuchen, die dies auch tut? So sparst du immer hin die Hälfte der Zeit.

    Viele liebe Grüsse

  15. #15
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
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    Diene, hast du den genauen Wortlaut von ally gelesen?

    Zitat Zitat von ally Beitrag anzeigen
    Wenn ich Jungtiere aufnehme gebe ich diesen auch vorsorglich Diclazuril (Appertex bzw. Coximed). Wenn geringe Mengen Kokzidien da sind (und das ist die Norm), können sie im Stressfall (Umzug, Futterumstellung, Impfen, Kastra, VG = für Jungtiere sehr viel Stress) eben sehr schnell zum Problem werden. Deshalb mache ich es grundsätzlich in dieser Situation und warte nicht erst die obligatorische Kotprobe ab (das kann manchmal schon zu spät sein). Bisher wurden aber auch bei allen aufgenommenen Tieren letztlich zumindest geringe Mengen Kokzidien nachgewiesen, so dass die Gabe immer sinnvoll war. Bis man drei Tage lang gesammelt und dann nochmal einige Tage auf das Ergebnis gewartet hat, können sich die kleinen Biester bei Stress explosionsartig vermehren und dann wird es schnell kritisch.
    Wenn du so wie ich (und ally vermutlich auch) erlebt hättest wie winzige Welpen qualvoll versterben und zeitgleich mit dem letzten Todesfall ist die dreitägige KP gerade erst untersucht und ergibt hochgradigen Kokzidienbefall, dann würdest du vielleicht auch anders denken.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


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  16. #16
    Diene
    Gast

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    Katharina, ich habe es komplett gelesen und finde es auch traurig, aber ich bleibe dabei, dass ich aufgrund von schlechten Erfahrungen nicht potentiell gesunden Tieren deswegen vorbeugend Medikamente verabreichen würde. Man muss da einfach differenzieren (können) Wie schon erwähnt, wenn ich es nach jeder schlechten Erfahrung so machen würde, dann hätte ich wahrscheinlich irgendwann auch für alle Tiere eine ganze Medikamentenpalette hier und ein riesen Paket an Vorsorgemassnahmen, für alle.

    Ally, ich habe nichts von heftigen Nebenwirkungen geschrieben (nicht nur verschreibungspflichtige Medikamente können schädigen) sondern wollte nur vorweg nehmen, dass man es nicht verharmlosen sollte und darin dann einen Grund sieht, so handeln zu "können". Wenn du das damit rechtfertigst, geht das Problem doch trotzdem weiter, weil es ein nicht endender Kreislauf wird.

    Viele liebe Grüsse
    Geändert von Diene (06.02.2013 um 00:46 Uhr)

  17. #17
    Diene
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    Zitat Zitat von ally Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    In dem Fall empfehle ich dir ca. eine Woche vor der OP die E.c.-Behandlung mit Vit.-B-Komplex und Panacur zu starten.
    Exakt das wäre auch meine Empfehlung (im übrigen bei anfälligen Tieren auch dann, wenn andere Stress-Situationen vorhersehbar sind, wie z.B. schwierige VGs). Ich mache das selbst so und rate befreundeten Kaninchenhaltern dazu, seitdem unsere Ada kurz nach ihrer Kastra einen schlimmen EC-Schub hatte (zum Glück den einzigen ihres Lebens).

    Wenn ich Jungtiere aufnehme gebe ich diesen auch vorsorglich Diclazuril (Appertex bzw. Coximed). Wenn geringe Mengen Kokzidien da sind (und das ist die Norm), können sie im Stressfall (Umzug, Futterumstellung, Impfen, Kastra, VG = für Jungtiere sehr viel Stress) eben sehr schnell zum Problem werden. Deshalb mache ich es grundsätzlich in dieser Situation und warte nicht erst die obligatorische Kotprobe ab (das kann manchmal schon zu spät sein). Bisher wurden aber auch bei allen aufgenommenen Tieren letztlich zumindest geringe Mengen Kokzidien nachgewiesen, so dass die Gabe immer sinnvoll war. Bis man drei Tage lang gesammelt und dann nochmal einige Tage auf das Ergebnis gewartet hat, können sich die kleinen Biester bei Stress explosionsartig vermehren und dann wird es schnell kritisch.

    Aber zur eigentlichen Frage: Den heiligen Gral der Kaninchenhaltung gibt es nicht. Jeder findet für sich einfach Kriterien, die er wichtig findet und die sich meist aus eigenen (meist schmerzhaften) Erfahrungen ergeben. Für andere mögen diese Kriterien oder auch ein bestimmtes Verhalten (wie z.B. mein oben beschriebenes) keinen Sinn ergeben. Das muss mich aber nicht kratzen - das ist doch der Punkt. Ich kann mein Verhalten erklären, aber ich stehe nicht unter dem Zwang, es jedermann recht machen zu wollen. Als Tierhalter sollte man sich natürlich gut informieren und sich bei anderen mit entsprechender Erfahrung auch Rat holen, aber halten und damit eine Vielzahl von Entscheidungen treffen muss man seine Tiere letztlich schon selbst

    LG ally
    Ich lese es zwar so, dass sie es generell bei den Jungtieren macht, egal ob gesund oder nicht, aber gut. Deswegen denke ich nicht, dass es verstanden wurde und wir gleicher Meinung sind.

    Viele liebe Grüsse

  18. #18
    Diene
    Gast

    Standard

    Caruso, zu mir kam auch ein Pflegenini mit einem Gebärmuttertumor. Ich habe es auch nur "erkannt", weil Blut im Urin war. Der Tumor war so gesehen schon geplatzt und sie frass dennoch normal (so weit ich das einschätzen konnte, denn ich kannte das Nini ja vorher nicht). Sie ist 5-6 Jahre alt, hat die OP super weg gesteckt und es sah nicht so aus, als hätte er gestreut. Die Zukunft wird zeigen, ob sie "Glück" hatte. Auch meine Tierärzin sagt, mit Ultraschall kann man sich ein Bild machen, aber man kann es nicht 100 % ein oder ausschliessen. Das sind natürlich wieder Beispiele die eher für eine Kastration sprechen, aber ich würde die Erfahrungen dennoch nicht auf jedes andere Tier übertragen.

    Viele liebe Grüsse

  19. #19
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Cat Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Die 85% sind keineswegs widersprüchlich.

    Es gibt widersprüchliche Zahlen dazu, dass die 85% selbst nicht widersprüchlich sind, ist logisch, aber als Aussage recht unsinnig. 85% ist maßlos übetrieben. So eine Studie kann man nicht ernst nehmen. Da müsste es kaum Häsinnen geben, die nicht daran erkranken. Ich denke, jeder der schon mehrere Häsinnen hatte, weiß dass dies so ganz sicher nicht stimmt. Realistisch dürften eher 20 bis maximal 40% sein, was ja schon hoch genug ist, alles andere ist einfach Panikmache. Hier anscheinend mit dem Zweck den meisten Haltern augenblicklich ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie ihre Häsin nicht rein prophylaktisch, also ohne dass es irgendwelche Anzeichen für eine Erkrankung gibt, einer lebensgefährlichen Operation unterziehen.
    Nein, Cat, das ist leider nicht masslos übertrieben, dieses Wissen ist nur nicht sehr verbreitet. Man hat den Wert zwischenzeitlich immer wieder überprüft und kommt immer zu dem gleichen Ergebnis: Es ist so hoch.
    Mich interessiert Dein Gewissen und das anderer Halterinnen nicht. Ich stelle Informationen bereit, für die, die sich gerne im Hinblick auf das Wohlergehen ihrer Tiere bilden möchten.
    Geändert von april (05.02.2013 um 12:31 Uhr)
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

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