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Thema: Viel Platz vs wenig Platz bei Zusammenführungen

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    foreninkompatibel Avatar von Kuragari
    Registriert seit: 27.01.2011
    Ort: 15344 Strausberg :)
    Beiträge: 2.759

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    Also ich habe bei Gehege an Gehege leider eher Pech gehabt. Aber das waren ohnehin unverträgliche Tiere.

    Bei Püppi und Shadow war der Platz egal. Ob groß und Endgehege oder klein und neutral. Das Ergebnis war immer das gleiche. Beide saßen stets so weit wie nur irgendwie möglich auseinander. Am besten diagonal in einer anderen Ecke.

    Bei Blacky, Fleckchen und Shadow wars auch egal... egal wieviel Platz war, Blacky wurde gejagt und gebissen.

    Shadow und Faint sind auf Dauer auch immer unverträglich.

    Ich vergesellschafte wenn es geht immer gleich ins Endgehege. Das reinige ich vorher mit Fitwasser. Wenn eine ZF nicht nach einer Woche voran geht, kommen die Kontrahenten in meine große rote Box und ich gehe damit spazieren.

    Aber so eine richtige Patentlösung gibt es nicht... Ich probiere gerade etwas, was mir Isys Vorbesitzerin in Bezug auf Pferde geschildert hat. Erst das rangniedrigste Tier ins Gehege. Dann das nächst höhere dazu. Warten bis sich beide vertragen. Dann das nächst höhere dazu und warten, bis sie sich auch zu dritt vertragen. Und immer so weiter. Nur der Chef, der muss zum Schluss dazu.
    Kann sein, dass der ZF Stress dann künstlich in die Länge gezogen wird. Aber andererseits denke ich, dass es Chancen für die niedrigen Tiere eröffnet. Bei ganz rangniedrigen Kaninchen würde ich sogar das devoteste im Endgehege belassen und heimisch fühlen lassen ehe ein neues Kaninchen dazukommt. (Heimvorteil)

    Andere Erfahrung VON MIR mit MEINEN ZFs: Tiere, die schon immer unverträglich gewesen sind, bleiben das immer Egal wie oft man 14 Tage trennt und wieder zusammenführt. Und verträgliche Tiere werden sich auch immer wieder vertragen. Da wird keine OP, kein Fremdgeruch eine Beziehung spalten.

    Und: die bei mir total devote Püppi, die vor allen anderen Kaninchen die Fellwindeln voll hatte vor Angst ist im neuen zu Hause auf einmal Chefin. Aber eine ganz herzliche und liebe Schmusechefin. Vom Paniker zum Boss.
    Faint ist so ähnlich, nur nicht so ängstlich. 3 Tage ist er ein richtig böser Kerl und danach bekuschelt er alle. (ist Püppis Sohn, daher die Charakterähnlichkeit).

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mümmel
    Registriert seit: 20.07.2012
    Ort: Niedersachsen
    Beiträge: 552

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    Als ich es mal kurz im Endgehege versuchte, stürzte sich der Chef einer 7er-Truppe sofort äußerst aggressiv auf den damaligen Neuzugang, wir mussten sofort trennen. Auch bei Gitterkontakt im Revier jagte er sofort auf den Käfig zu und versuchte, den Neuen durchs Gitter zu beißen - wieder sofort getrennt. Das Verhalten war extrem aggressiv, obwohl sie nur zwei Minuten oder weniger zusammen waren.

    Im neutralen Terrain ein paar Tage später floh der große böse Chef sofort vor demselben Neuzugang, den er in bekanntem Terrain verprügelt hatte. Es gab nicht mal einen Kampf, er floh sofort vor ihm genau wie alle anderen in der Gruppe. Die Gruppe hatte innerhalb eines Tages im neutralen Revier damals einen neuen Chef - den Neuzugang. Er blieb es auch beim Wechsel ins alte Revier einen Tag später. Einige Tage später kuschelten sie, der Rest der Gruppe sogar noch früher.

    Neutrales Revier scheint bei manchen Tieren also einiges zu bewirken.

  3. #3
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
    Ort: Aichach
    Beiträge: 3.192

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    Hab das die letzen 12 Jahre nach Bauchgefühl gemacht, das waren schon so viele Kaninchen. Hab nicht gewusst das es Ideal und Tabumethoden gibt. Natürlich funktioniert neutrales nicht zu kleines Gehege mit fremden Tieren meistens.

    Nur 3 Beispiel wann ich es anders mache:

    Viel viel Platz: Funktioniert bei großen Gruppe, in denen alles geklärt ist und man nur lernen muss Einen mehr zu ertragen. Warum sollte man eine Jeder-gegen-Jeden Situation generieren, wenn man vollkommen stressfrei nebeneinander her leben kann.

    TB- Methode: Funktioniert bei Kastraten gut, die nicht raufen dürfen. z.B. Nervenstarkes kluges Tier mit Beinleiden zu doofem Jungspund. 1/2 Stunde nebeneinander sitzen überzeugt Doofi das Mister "Nerven wie Drahtseile" wohl besser sein bester Kumpel wird.

    Trenngittermethode: Kann bei vollkommen gestörten Tieren helfen die noch nie Artgenossen gesehen haben. Was bringt eine kreischendes Kaninchen, das nur nicht versteht, das der Andere nur mal schnuffeln will.

    Das ist keinesfalls für VG Anfänger zum durchprobieren.
    Ich denke nur das man manchmal die Methodik der jeweilige Situation anpassen muss.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.12.2011
    Ort: NRW
    Beiträge: 209

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    Ich habe bei Bekannten bisher 3 ZFs begleitet.
    Die Haltung dort ist alles andere als ideal, und so war ich froh, dass die ZF zumindest in einem 2qm Freilauf erfolgte und nicht im Doppelstöckigen Stall.

    Meine bisherigen Erfahrungen bei wenig Platz:

    Der erste Tag war stressig für beide Tiere, man ging sich weitestgehend aus dem Weg. Am zweiten Tag wurde immer gekuschelt und es wurden sehr harmonische Paare.

    Ich persönlich würde die Variante VG-im-Endgehege durchführen. Gründlich reinigen, beide Tiere reinsetzen und abwarten. Länger als eine Woche würde ich mir Dauerstress aber nicht ansehen ...

    Die TB-Variante wäre nichts für mich. Ich kann noch nichtmals meine zwei verliebten Mümmels in einer Box transportieren ohne Mrd und Totschlag, da würde ich nie auf die Idee kommen zwei Streithähne in einer Kiste einzupferchen ...

  5. #5
    verpeilte Chaosqueen Avatar von greenangel
    Registriert seit: 02.03.2012
    Ort: Oberhausen
    Beiträge: 322

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    Ganz ehrlich? Wäre die Trenngittermethode hier nicht so verpönt gewesen, hätte ich mich damals mehr darüber informiert und vielleicht in Betracht gezogen. Dann hätte Emma vielleicht kein Riss im Ohr.
    Die kannte keine andern Kaninchen (ausser um gedeckt zu werden ) und war völlig überfordert.
    Ich glaube mittlerweile, man muss es vom Charakter der Tiere abhängig machen. Maggie ist sooo lieb, der könnte ich jedes Ninchen in "ihr" Revier setzen, die würde gar nix machen. Der Tizi dagegen würde jeden Neuen in "seinem" Revier zerfleischen.
    Bei meiner nächsten ZF werde ich auf mein Bauchgefühl hören und eher auf die Bedürfnisse meiner Tiere eingehen...
    We will miss you! Scottie von Schottland, Tizian am Bass, Sir Henry und Maggie

  6. #6
    verpeilte Chaosqueen Avatar von greenangel
    Registriert seit: 02.03.2012
    Ort: Oberhausen
    Beiträge: 322

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    Zur Transportboxmethode: Emma hat Angst in Transportboxen. Mit Tizi gehts noch, der hat auch Angst. Maggie ist völlig relaxt, wurde aber von der gestressten Emma fertiggemacht, obwohl sie sich ausserhalb super verstehen...
    Als ich das gesehen habe, war ich froh, dass ich das nie ausprobiert habe. Ich hätte einfach Angst. (Das würde sich wahrscheinlich auf die Ninchen übertragen...)
    We will miss you! Scottie von Schottland, Tizian am Bass, Sir Henry und Maggie

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Getorix
    Registriert seit: 14.08.2009
    Ort: Schweiz
    Beiträge: 677

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    Hallo,

    super ängstliche Kaninchen, die keine andere Kaninchen kannten, hab ich bisher auch mit Trenngitter vergesellschaftet und ich fand das gut so. So konnte der neue mal ankommen und merken, dass die anderen nichts tun.

    Klar ist es stressig für ein Kaninchen., aber gleich zu anderen Kaninchen in ein Gehege fänd ich bei einem schlecht sozialisierten Kaninchen noch viel stressiger fürs Tier, ein bisschen Sicherheitsdistanz um sich an Artgenossen zu gewöhnen, kann da ganz gut tun.

    Bei gut sozialisierten Kaninchen hab ich eine Gittertrennung bisher aber noch nie für nötig befunden und auch noch nie gemacht. Aber eine Nacht in Riechdistanz um den Transportstress abzubauen und die Gruppe wenigstens etwas zu riechen, gabs immer. Und spätestens nach ein paar Stunden gings jeweils auch immer ins normale Gehege zurück, weil ich in den letzen Jahren nur souveräne, aufgeschlossene und freundliche Kaninchen hatten, die durch die fremde Umgebung vermutlich gleichfest oder mehr gestresst waren als durch das neue Kaninchen.

    Ob ich das mit schwierigen Kaninchen auch so machen würde, ist zweifelhaft. Was ich da dann mache, entscheide ich, wenn es so weit ist. Es kommt nämlich sehr stark auf die Kaninchen und die Umstände drauf an.

    Liebe Grüsse
    Lina

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