Zahnspitzen kommen nicht nur bei fehlernährten Kaninchen vor.
Es gibt auch leichte Zahnfehlstellungen und wenn die Mahlflächen nicht optimal aufeinander stehen, dann kann es zu den Spitzen kommen.
Das Zahnwachstum ist auch genetisch bedingt und so kann es auch bei optimal ernährten Kaninchen zu Zahnspitzen kommen.
Vielleicht wars auch so, dass ihr die Kokzidien schon etwas länger zu schaffen machten und sie dadurch anders selektiert hat und ihr Fressverhalten geändert hat. Vielleicht haben sich die Zähne dadurch nicht mehr richtig abgenutzt. Aber da die Spitzen nun weg sind und auch eine Kokzidienbehandlung erfolgt, wird es ihr sicherlich bald wieder gut gehen
Das Behandlungsschema ist 2-5-2?
Weisst du, wie das Kokismittel heisst?
Das Absterben der Kokzidien und das Medikament gegen diese, kann natürlich schon etwas den Magen-Darm-Trakt aufwühlen. Medikamente beeinflussen oft den Appetit.
Wenn sie von sich aus zum Blättrigen geht, dann biete ihr da viel an, auch frische Kräuter, Blattsalate und falls möglich, frische Wiese.
Kaninchen merken oft selbst, was ihnen guttut und daher suchen sie sich das raus, was sie brauchen.
Nach der Behandlung solltest du abschliessend das Gehege sehr gut reinigen und desinfizieren, damit es nicht zur Neuansteckung kommt und eine Darmaufbaukur starten.
Heel hat einige gute Präparate zur Stabilisierung der Darmflora oder es gibt Gels und Pasten mit Mikroorganismen, die alles wieder aufbauen.
Nach 4-6 Wochen nach der Behandlung, solltest du nochmal eine Kotprobe abgeben, um zu sehen, obdie Kokis auch weg sind.
Leben noch andere Tiere mit der Patientin zusammen?
Kokzidien sind sehr ansteckend und daher muss immer die Gruppe mitbehandelt werden, sonst stecken sie sich untereinander wieder an.
Gute Besserung!



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