Au-weia! Mir wird ganz anders, wenn ich das ganze rumgedoktore an den Tieren hier lese.
1. Ein "scharfer Löffel" wird in der Humanmedizin, speziell bei ZÄ und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen NIEMALS außerhalb einer Operation und in entsprechend anästhesierten Bereichen angewendet!
2. - Ergo wird bei einem Menschen auch niemals eine Wunde in der Nachbehandlung mal eben so ausgekratzt - weder mit einem "scharfem Löffel" noch mit sontigem Instrumentarium.
3. Wundversorgungen - speziell nach Abszessen oder sonstwie entzündlichen/bakteriell beladenen Gebieten erfolgen durch Spülungen und/oder dem Wechseln von Drainagen - was schon z.T. eine Tortour für den Patienten sein kann, weil solche Wunden eben extrem empfindlich sind.
4. KEIN Instrumentarium wird verwendet, dass nicht zuvor gründlich gereinigt und sterilisiert wurde. Im operativen Bereich sind Instrumentarien zudem eingeschweißt und werden auch nicht mit den Händen - ohne sterile Handschuhe berührt - die nichts anderes als Steriles anfassen! (Deshalb braucht der Arzt u.a. eine Helferin.)
Ich kann nur hoffen, dass ihr mit mehr als üblicher Reinigung/Abspülen größtmögliche Sterilität bei Eurem privaten "Herumdoktorn" erreicht habt.
Jetzt mal meine Frage: Ist der behandelnde TA ein Spezialist für Zahn-Mund-Kieferkrankheiten, oder handelt es sich hier um einen TA der auch in Zahndingen "kundig" ist und sich darin betätigt?
Eine offene Wunde - ohne Anästhesie auskratzen - mir fehlen die Worte...
Ich war bei Tausenden von OP's dabei - und ebenso bei den unzähligen Nachbehandlungen und Wundversorgungen - aber ich habe niemals - weder in schweren noch in leichteren Fällen - eine solche Nach-Behandlung beim Menschen erlebt. Abgesehen davon: kein Mensch würde wohl nach so einer Behandlung nochmal freiwillig die Praxis betreten.
Wenn dieser TA nur einen einzigen "scharfen Löffel" (einer Größe oder sonstwie - egal!) besitzt - dann ist dieser mit Sicherheit kein Facharzt - vielleicht eher ein Fachidiot!
Ich frage mich, warum sich beim Thema "Arzt" der gesunde Menschenverstand einfach so abschaltet. Es sind nur Menschen - und irren ist menschlich.
Die armen Tiere - sie wehren sich wehemmend gegen jegliche Art von Eingriffen, seitens des Menschen - weil sie wissen, dass sie ihm - einmal in die "Zange genommen" - hilflos ausgeliefert sind. Und jegliche Abwehr hat ihre Grenzen! Quieken oder sonstwie Geräusche von sich geben ist auch nicht unbedingt ihre Kommunikationsform. Und mal ehrlich: selbst dann, bleibt es für viele wahrscheinlich immer noch ein notwendiges Übel.
Und wenn das Kaninchen dann so richtig fixiert und bereit für das "Übel" gemacht worden ist, was sagt Euch, dass ihr ihnen nicht ungemein wehtut - sie aber aufgegeben haben, und es über sich ergehen lassen?
Das ganze ist jetzt auch keine üble Kritik meinerseits, an all diejenigen, die sich von TÄ zu sowas in Ihrer Unwissenheit haben verleiten lassen. Ich möchte aber mal ganz dringend mal "WACHRÜTTELN" und sehr viel genauer HINZUSCHAUEN, zu ÜBERLEGEN, Eventualitäten abzuklären und jegliche KOMPETENZEN guten Gewissens und mit einer gesunden Portion Zweifel zu begegnen. Sonst wird aus vermeintlichem Tierschutz noch genau das Gegenteil und das Ganze im Namen solcher Tierschützer. Unwissenheit schützt nicht vor Schaden.
Übrigens: Das "scharfe Löffel" noch nicht einmal in der Apotheke verkauft werden, liegt ganz einfach daran, dass solches Instrumentarium nicht für den Hausgebrauch gedacht war und ist!




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