Bei Hunden ist es eine relativ häufige Erkrankung, dass sich ein Virus auf die Innenseite der Nickhäute setzt und dort Follikel (kleine Bläschen) entstehen lässt. Die reiben dann am Auge und reizen es.

Da gibt es die Möglichkeit, diese Bläschen aufzureiben und das ganze zu verätzen. Dadurch hat der Körper die Chance, das ganz in den Griff zu bekommen. Dieses mechanische aufreiben geht natürlich nur am betäubten Auge (wird mit Augentropfen betäubt) und (außer bei arg entspannten Tieren) in Narkose.

Wahlweise kann man dieses verätzen auch durch Augentropfen machen (Mova-Pipette). Die tut man rein und "löscht" kurz danach mit einem anderen Präparat ab.

Ich weiß nicht, ob bei Kaninchen ähnliches passieren kann.

Zum Vorfall der Nickhaut (teils inkl. Nickhautdrüse) kommt es oft, bei zu großen Augenliedern (Hängeliedern), bei zu klein geratenen Augen (Geburtsfehler) oder bei Bindegewebeschwächen (oft Rassebedingt). Normalerweise kann die Nickhautdrüse vom TA weider in die richtige Position geschoben werden. Kommt sowas häufiger vor, kann operativ entweder die Nickhautdrüse an der richtigen position fixiert werden oder der Augenspalt etwas verkleinert werden.


Ist die Nickhaut (wie es bei Euch zu sein scheint) "nur" entzündet, würde ich zunächst bei Salbe/Tropfen bleiben. Wenn die nicht greift, kann man wahlweise noch andere Präparate probieren oder gleich einen Abstrich machen lassen, um den Verursacher bestimmen zu lassen.