Ich bin ja noch Neuling in der Kaninchenhaltung aber gerade absolut fasziniert vom selektiven Fressen. Und ich glaube fast, ich muss Frieda da mehr Kompetenz zugestehen als mir

Ich füttere Wiese und Grünzeug/Gemüse ad Lib. Als Frieda krank war (entzündete Gebärmutter mit großem Tumor) hat sie fast gar nichts gefressen, ausschließlich Breitwegerich wurde genommen (der wohl entzündungshemmend ist).

Nun ist sie gesund, Breitwegerich ist nun eher uninteressant und wird hin und wieder gemümmelt. Sie frisst bestimmte Sachen in großen Mengen, z. B. feine, kleine Gräser. Im Moment auch sehr viele der Grasähren, wahrscheinlich braucht sie gerade viel Kraft nach der langen Krankheit.

Sie untersucht ihre Futterkiste immer sehr genau, gezielt wird hier und da etwas herausgesucht. "Neue" Pflanzen werden meistens nur beschnuppert, manchmal probiert und manchmal dann später mehr davon genommen.

Mir zeigt das, dass man gar nicht genug Vielfalt anbieten kann. Ich habe zwar im Moment auch ein "ungutes" Gefühl, ihr etwas zu geben, was ich noch nicht bestimmt habe aber ich werde da auch nicht mehr sooo vorsichtig sein. Die richtigen Giftpflanzen kenne ich und lasse ich auch lieber raus. Ansonsten frisst sie soviel "ungiftiges" Gras und das hat sie in Mengen, dass sie schon weiß, was sie zusätzlich noch so braucht. Es liegt also an mir, ihr diese Vielfalt auch zu bieten. Ich glaube, viele Krankheite entstehen wohl erst gar nicht, wenn ein Kaninchen die Möglichkeit hat, sich immer das passende Futter zu suchen.