Ich habe nochmal im Ewringmann geblättert. Zitat:

"Die Kaninchen erhalten systemisch ein Antibiotikum, das möglichst knochengängig sein und nach Antibiogramm eingesetzt werden sollte und in der Regel über mehrere Wochen gegeben werden muss. .....

..... Es sollten gepolsterte Schutzverbände angelegt werden (Vorsicht Abschnürung!), die jedoch nicht von allen Kaninchen toleriert werden. Die Verbände müssen täglich gewechselt werden. Die Läsionen sind zu reinigen, Wundhöhlen täglich zu spülen (zB. verdünnte Jodlösung, Akridinfarbstoffe) Bei tiefgreifenden Ulzerartionen kann es erforderlich werden, nekrotisches Material und Abszesse in Narkose zu entfernen. In die Abszesshöhle können anschließend und bei jedem Verbandswechsel enzymhaltige Präperate (Nekrolyt, Leukase) eingebracht werden, um den Abbau zurückbleibenden nekrotischen Gewebes zu unterstützen.Zudem können auch Antibiotika lokal instilliert werden, deren Wirkstoff mit dem systemisch verabreichten Chemotherapeutikum abgestimmt werden sollte. Besonders gut geeignet zu diesem Zweck sind Euterinjektoren (z.b. Cobactan LC)

Prognose: Die Prognose für Ballengeschwüre ist immer vorsichtig zu stellen. Sie ist umso schlechter, je weiter Ulzerationen und Abszedierung fortgeschritten sind."

Quelle; Leitsymptome beim Kaninchen, Anja Ewringmann 2.Auflage