Hallo Uschi,
Schuld ist glaube ich das falsche Wort. Schuld haben in meinen Augen Menschen, die bei Leid jeglicher Art wegschauen. Egal, ob bei einem Tier oder Menschen. Wieviele Tiere werden täglich, stündlich, minütlich gequält und viele wissen es, tun aber nichts, nach dem Motto, geht mich doch nichts an, ist doch nur ein Tier.
Oder wie ist es bei den Menschen, Kinder werden misshandelt und zu tode gequält, obwohl Nachbarn es hören oder Jugendämter es wissen.
Wegschauen und nichts damit zu tun haben ist leider heute in unserer Gesellschaft der einfachste und für viele der beste weg, nach dem Motto "Was gehen mich die Anderen an".
Es gibt leider nur noch wenige Menschen, denen ein anderes Schicksal am Herzen liegt, deshalb kann von Schuld keinesfalls die Reden sein, wenn man nicht zu dem angestumpften Menschenschlag gehört und Lebewesen hilft. Man handelt beim helfen immer nach Gefühl und versucht aber sein Bestes wichtig ist, das man es tut. Hast Du schon mal überlegt, wieviel Menschen auch schon beim Versuch ihnen zu helfen gestorben sind, den Helfern kann man doch keine Vorwurf machen, sie haben ihr Bestes gegeben, wären sie nicht gewesen, hätte es auch keinen Versuch der Hilfe gegeben, das ist es was zählt.Es geht halt leider nicht immer gut aus, aber zählen tut der Wille und der Versuch.
Den Tod werden wir leider nie überlisten, wir müssen versuchen mit ihm zu leben und ihn zu akzeptieren und ihn nicht unbedingt als Feind zu sehen (ich weiß selbst, das es keinesfalls leicht ist), aber er kann durchaus auch ein Freund sein, wenn man bedenkt wieviel Leid es gibt und wieviel Menschen sich wünschen ihn zu begnen die sehr viel Leid ertragen müssen und sich nur eines wünschen, den Frieden. Auch für viele Tiere ist der Frieden ein Geschenk. Ich bin kein Hochgläubiger Mensch, aber ich habe einen Glauben, das nichts verloren geht und alles einen Sinn hat, das macht das Leben erträglicher.
Ich glaube auch an ein Schicksal, denn wenn die Stunde gekommen ist, kann man nichts mehr tun, dann muß Tier oder Mensch gehen.
Ein kleines Beispiel: Ich hatte mal eine Freundin in Frankfurt die bei einem Arzt arbeitete, der immer Wochenende Notdienst mit einem Kollegen fuhr. Sie bekamen einen neuen Notfallkoffer, der jeden wiederholen würde "meinten sie", noch beim anschauen des Koffers viel der eine Arzt Tod um, der Koffer und sein Freund der Arzt hat ihn nicht wieder holen können, seine Zeit war um.
Das hat mir damals gezeigt, das alles eine Bestimmung hat und wir das Beste aus unserer Zeit die wir hier haben machen sollen. Also mache so weiter wie bisher und versuche zu helfen wo Du nur kannst, aber akzeptiere den Tod (ich weiß es ist schwer), er ist immer gegenwärtig und betrachte ihn nicht unbedingt als Feind, denn irgenwann geht jeder diesen Weg, nur dann werden wir wissen, ob das Leben, oder der Tod der wahre "Feind" ist.
Für sehr viele Menschen und sehr viele Tiere ist es das Leben, nur für die, die es schaffen in Hände wie Deine, oder auch alle anderen hier , oder in alle, die sich für andere einsetzen zu geraten, haben auch ein Paradies auf Erden.
Liebe Grüße
Christine


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