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Vor nicht einmal einer Woche bekam ich über eine kleine lokale Tierschutzgruppe einen Anruf. Es ging um ein Kaninchen. Es habe Kokzidien, ob ich wüsste was zu tun sei...
Auf meine Nachfrage, ob dies das einzige Problem sei, kam die Antwort, dass das Tier eine Wunde am Kopf habe, die - wie von Dr. goo*** empfohlen, mit Bepanthen behandelt würde.
Ein Foto der Wunde zeigte dann eine Katastrophe, die mich dazu veranlasste, alles in Bewegung zu setzen, damit das Tier in kaninchenkundige Hände kam.
Ein Beitrag in der Notfellchengruppe auf fb, ein Thread im Notfallboard unseres KS-Forums und dank der Zusage von Silke R., das Tier aufzunehmen und der Zusage des Vorstands, dem Tier NEV zu gewähren, kam "Fluffy" gestern Abend zu mir.
Eine meiner TÄ machte direkt einen Termin möglich und Silke R. und ich fanden einen neuen Namen für Fluffy. "Lenjo" (der Strahlende) sollte er heißen.
Lenjo war in sehr schlechtem Zustand. Klapperdürr und nur von Schmerzmitteln über Wasser gehalten. Die Atmung so schlimm, wie ich sie selten bei einem Tier erlebt habe.
Silke R., Dina, die ebenfalls als Parkstelle Hilfe angeboten hatte, und ich machten uns große Sorgen um den kleinen Schatz.
Heute Morgen kein Kotabsatz aber Lenjo hatte über Nacht zumindest etwas Brei gefuttert. Um 7.40 Uhr durften wir bei der TÄ vorsprechen. Kaninchenerfahren und mit eigenem CBCT ausgestattet, konnte unmittelbar zielführend Diagnostik gemacht werden. - Mit niederschmetterndem Ergebnis:
Lenjo hatte einen riesigen Abszess im Kopf, ausgehend vom linken Ohr. Die Bulla gefüllt, der Abszess so riesig, dass der den Kieferknochen fast aus dem Gelenk verschoben hat und sowohl auf Kehlkopf als auch Luftröhre drückte. - Das war die Ursache der schweren Atmung. Kiefer und Gelenk in Auflösung.
Der Bauchraum extrem mit Luft gefüllt, denn Lenjo musste sich jede Sekunde zwischen Atmung und Futteraufnahme entscheiden bzw. nahm mit jedem Bissen auch Luft mit in den Magen auf.
Ich konnte nur noch entscheiden, ihn gehen zu lassen...
Das Wort "erlösen" mag ich eigentlich nicht, aber in Lenjos Fall war die Eutha tatsächlich die Erlösung aus unsäglichem Leid.
Mach's gut, kleiner Schatz...



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