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Thema: 21717 Schwinge/Fredenbeck: 2 Kaninchen (mittlere Rasse) im Dreck, Ohrräude seit 1 Jahr

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Murmeltier
    Registriert seit: 04.01.2018
    Ort: Südliches Hamburg
    Beiträge: 414

    Standard 21717 Schwinge/Fredenbeck: 2 Kaninchen (mittlere Rasse) im Dreck, Ohrräude seit 1 Jahr

    Ich habe heute durch Zufall bei einem Bekannten im Garten die Kaninchen einer Nachbarin kennenlernen dürfen.

    Die Zwei werden laut meinem Bekanntem regelmäßig tage- bis wochenlang alleine gelassen. Sie sitzen in einem kleinen Stall, es stank faulig und das Wasser, was sie zur Verfügung hatten, war grün mit Modder drin. Mindestens die eine Hälfte des Stalles war sehr dreckig. Sie hatten kein Heu, sondern nur eine Plastikbox mit Hühnerfutter. Beide haben schlimm Ohrräude, laut meinem Bekannten bereits seit ca. einem Jahr. Ein Behandlungsversuch wurde wohl nach Aufforderung gestartet, aber schlug fehl. Dann wurde nichts mehr unternommen, weil das Medikament zu teuer war.

    Es handelt sich um mittelgroße Kaninchen, ich schätze sie auf ca. 4 kg, vermutlich zwei Männchen (ursprünglich waren es wohl drei, aber eins wurde, nachdem es von den anderen separiert in einem Käfigoberteil untergebracht war, von einer Katze getötet). Die Besitzerin hat sie seit ca. einem Jahr und wohl als Jungtiere bekommen (zunächst wohl mit der Absicht, sie später zu schlachten, hat ihre Pläne dann aber wohl geändert).

    Als ich da war, lag ein Rest Wiese im Stall (Brennesseln v.a). Ich hab ihnen dann etwas Giersch, der direkt neben dem Stall wächst, gegeben, habe den Wasserbehälter saubergemacht, so gut es ging und frisches Wasser reingetan. Viel mehr konnte ich leider in dem Moment nicht machen.

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    Was kann ich tun (ich habe so einen Fall das erste Mal)?

    Ich habe die Adresse der Besitzerin, aber nicht die Telefonnummer. Leider ist es fraglich, wann sie wieder zu Hause auftaucht...
    Ich weiß nicht, ob sie evtl. bereit wäre, die Tiere abzugeben. Ich würde versuchen, sie per Post zu kontaktieren und ihr meine Nummer geben.

    Die Tiere aufnehmen, kann ich selbst leider nicht. Ich würde aber die Kosten für die medizinische Erstversorgung und ggf. die Kastration übernehmen, wenn jemand die beiden aufnehmen kann (vorausgesetzt, die Halterin stimmt zu).
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 20190623_185101s.jpg  

  2. #2
    Dani-Puenktchen
    Gast

    Standard

    Wie schrecklich

    Ich kann nur etwas finanziell helfen und hoffen und mitbangen...

    Wäre das nicht ein Fall für das Veterinäramt? Da sie offensichtlich krank sind und schlecht versorgt werden. Aber wahrscheinlich ist es erstmal besser, die Dame zur Abgabe zu bewegen...

    Danke, dass Du helfen möchtest

  3. #3
    Nie wieder Kaninchen ;) Avatar von Heike O.
    Registriert seit: 03.09.2012
    Ort: Land der Hasennasen
    Beiträge: 6.827

    Standard

    Bei uns würde das VetAmt noch am Meldungstag dort auf der Matte stehen. Bei der angekündigten Hitze sind die Tiere akut bedroht.

    Hat's Kaninchen keinen Spaß, schenk' ihm grünes Gras.
    Auch Grünkohl und Radiccio machen das Kaninchen froh.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Murmeltier
    Registriert seit: 04.01.2018
    Ort: Südliches Hamburg
    Beiträge: 414

    Standard

    Ok, ich hab auch schon ans Veterinäramt gedacht. Das wäre wohl der Landkreis Stade, da gibt es so ein Formular, um Anzeige zu erstatten. Ist das das richtige Vorgehen?

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.03.2010
    Ort: Frankfurt
    Beiträge: 9.029

    Standard

    Wende Dich doch mal an Alexandra S....hier Aktive im Kaninchenschutz.

    Sie ist in der Ecke und kennt sich, so denke ich, bestimmt damit aus.


    Ich sags mal, was ich vlt. machen würde (erstmal): Direkt anrufen beim Amt und auch nachfragen was Du machen kannst bzw.den Fall schildern und fragen sie überhaupt kommen würden.




    Gertrud, es ist immer (leider und nochmal leider) ein Abwägen.
    Wenn man weiß, dass das Vetamt zügig kommt und auch eingreift, sollte man sich auch hinwenden. Hier bei uns haben wir aber solche, die erstmal nicht auftauchen. Nicht alle, aber viele sind hier so. Derweil sind die Kaninchen schon halb verhungert.
    Dann muss man abwägen, ob man sie der Besitzerin besser abkauft.
    Wenn sie aber tagelang unversorgt sind und dies nachweisbar, dann denke ich schon, dass man es melden sollte.


    Und zwischenzeitlich würde ich so gut mit allem versorgen wie es geht: Heißt alles vergammeltes Zeug raus, Stroh und Heu neu rein und gutes Futter. Plus natürlich täglich frisches Wasser.
    Wenn die Sonne direkt reinscheint, vlt. irgendwas davorstellen, dass das nicht geschieht. Aber nicht den Stall zuhängen, sie müssen auch noch Luft bekommen.

    vlt. kann man den Stall auch verrücken in eine schattigere Ecke.

    Das sind jetzt alles nur Ideen, ich hoffe, es gibt eine Lösung.
    Wenn Du sie nicht aufnehmen kannst, frag im TH und /oder Alexandra S.....vlt. gibt es sogar die Möglichkeit dass sie dort unterkommen könnten.
    Geändert von hasili (23.06.2019 um 23:21 Uhr)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 06.08.2016
    Ort: Zuhause
    Beiträge: 234

    Standard

    Die Tiere müssen bei diesem Befall höllische Schmerzen und Juckreiz haben. Da ist Gefahr in Verzug und in Anbetracht der kommenden Temperaturen schnelles Handeln erforderlich.

    Ich würde die Halterin, wenn irgendwie möglich, morgen direkt persönlich kontaktieren und um Freigabe/Freikauf der Tiere bitten. Wenn sie dies ablehnt, würde ich vorschlagen, sie zum TÄ zu bringen, damit sie wenigstens behandelt werden können und anbieten, die Kosten dafür zu übernehmen.

    Mit dem TA kann man ja dann mit einem entsprechenden Bericht über den Gesundheitszustand der Tiere absprechen, dass dieser die Tiere erst einmal stationär aufnimmt für die notwendige Behandlung (dieser Befall ist ja sehr heftig und schmerzhaft und muss evt. in Narkose behandelt weden). Mit dem Tierarztbericht kann man dann ja das zuständige Vetamt kontaktieren (ich hoffe, die taugen etwas und sehen nicht einfach weg), die weiteren Eindrücke inkl. Fotodokumentation ansprechen, damit die Tiere dort nicht wieder hin müssen. Lieber anschließend in ein TH, als dass sie dort weiter vor sich hinvegetieren müssen. Einfach grausam, was die Halterin da veranstaltet.

    Ist jetzt nur ein spontaner Vorschlag, eine spontane Idee mitten in der Nacht, aber die Tiere können einem wirklich nur leid tun.

    Wenn sich eine PS/ES für diese armen Kreaturen finden würde, wäre das natürlich noch besser.

    Ich hoffe, es findet sich ganz rasch eine gute Lösung für die Beiden. Wenn Du magst, schick mir mal eine PN. Aufnehmen kann ich sie nicht (außerdem wohne ich auch zu weit weg), aber wir könnten uns mal telefonisch austauschen.

    LG

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Murmeltier
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    Standard

    Zitat Zitat von hasili Beitrag anzeigen
    Wende Dich doch mal an Alexandra S....hier Aktive im Kaninchenschutz.

    Sie ist in der Ecke und kennt sich, so denke ich, bestimmt damit aus.
    Alexandra ist leider doch nicht ganz in der Nähe. Sie wohnt nördlich Hamburg, das hier ist südlich. Leider kein Katzensprung.

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