Immerhin weiß sie selber gut, wie normal die Verspätung sind. Aber gerade wenn man nicht so oft fährt kann man es ja auch nicht wissen. Bzw. wenn die Bahn selber davon ausgeht, dass es eh nicht geht, soll sie es nicht vorschlagen :secret:
Wobei: Wenn ich nach der Verbindung von meinen Eltern zu mir nach Hause gucke, sagt mir die App immer, ich soll am Bremer Hbf auf die Straßenbahn um 10 nach warten. Der Zug ist um 5 vor am Hbf, und um Punkt fährt auch eine Bahn. Aber scheinbar traut die App mir den Fußweg nicht in 5 Minuten zu - einen Fußweg, den ich Problemlos in 3 Minuten schaffe. Wenn man nicht gut zu Fuß ist, und sich nicht auskennt, ist es vielleicht schwierig.. aber nun gut, ich weiß ja, womit ich fahren kann.
Seit ich in Kanada bin, weiß ich Züge aus Deutschland aber immerhin etwas mehr zu schätzen. Ich wollte mal die Nachbarstädte von Montréal besuchen. Nach Québec City gibt es prinzipiell einne Zug. Der ist aber teurer als der Bus, und braucht länger (warum auch immer :hä:). Bin also mit Bus gefahren, was zum Glück auch relativ komfortabel war.
Nach Ottawa sind wir dann morgens mit Bus (weil der erste Zug erst um 9 Uhr fuhr, und uns das zu spät war), und dann Abends mit Zug zurück. Der Bahnhof von Ottawa - die Hauptstadt von Kanada, wohlgemerkt! (erwähne ich mal, weil das schnell vergessen wird, übrigens nicht ganz unberechtigt :secret::girl_haha:) - war beeindruckend. Also beeindruckend unbedeutend. Wir waren gegen 17:30 Uhr am Samtag Abend da, und es gab an besagtem Abend noch genau 2 Züge, die abfuhren, einen nach Montréal und einen in die andere Richtung, nach Toronto. Im gesamten Bahnhofsgebäude gab es einen kleinen Kaffee-Stand, der aber geschlossen hatte, sonst außer einem Snack-Automaten nichts weiter.
Einziger Trost: Es gab saubere Sitzgelegenheiten, und zwar ausreichend, und saubere Toiletten, sowie Trinkbrunnen und Wasserspender zum Auffüllen von Wasserflaschen. Aber frei zugängliches Trinkwasser und Toiletten können die hier einfach generell besser.
Aber Zugfahren ist hier auch nicht einfach einsteigen und losfahren. Vorm einsteigen wurde schon das Ticket kontrolliert (und auch noch der Impfnachweis, das dürfte sich aber jetzt die Tage erledigt haben glaube ich). Wer einen großen Koffer hat, bekommt Hilfe. Und dann kann man zum Gleis gehen und wird da angewiesen, wo der Wagen ist, in dem man seinen Platz hat (Tickets ohne feste Plätze gibt es nicht).
Die Zugfahrt war wirklich entspannt, aber es war schon erstaunlich, was für ein Brimborium darum gemacht wird, aus meiner Perspektive.
Andererseits meinte meine aus China kommende Kollegin, die mir mir unterwegs war, dass sie es total ungewohnt findet, dass es keine Sicherheitskontrollen gibt. Bei ihnen in den Großstädten wird wohl sogar beim Betreten der U-Bahn ein Blick in den Rucksack geworfen, dass man keine Waffen dabei hat und so. Fand ich ja auch sehr spannend. Und klingt ganz schön umständlich.

