Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaninchen hat Probleme nach Backenzahn-OP
Hallo ihr Lieben,
ich melde mich hier, weil ich eure Erfahrungen benötige. Mein kleiner Koks (er heißt so weil er aussieht wie in Kohle gefallen, hab ihn so 'übernommen' :D ) hat 3 Backenzähne gezogen bekommen.
Das erste Mal vor ungefähr 2 Wochen wurden zwei Backenzähne gezogen. Einer war sehr gesplittert wodurch das Restrisiko bestand, dass die Ärztin ein Stückchen übersehen hat. Dann hat es ewig gebraucht bis er etwas gemümmelt hat. Ich bin ein paar Tage später wieder zum Tierarzt, weil sich der Zustand nicht verbessert hat. Dort kam raus, dass eine Wunde anfängt zu eitern. Daraufhin wurde er wieder in Narkose gelegt, um die Wunde zu spülen. Dabei entdeckte die Ärztin im Röntgen, dass noch ein Zahnfragment in der Wunde war. Beim Herauslösen musste dann noch ein weiterer Zahn gezogen werden. Die Ärztin ist Heimtierkundig & ich hab vollstes Vertrauen in ihre Arbeit.
Er bekam daraufhin Schmerzmittel (Novalgin & Metacam) verschrieben + ein Antibiotikum sowie Präbiotica. SabSimplex & Rodicare Aktut + Appetit gebe ich zusätzlich, damit er voll versorgt ist. Direkt nachdem wir ihn abgeholt haben hat er angefangen etwas zu mümmeln & auch fleißig zu kötteln (natürlich noch sehr klein). Trotzdem hab ich parallel angefangen zu Päppeln. Er frisst sehr sehr wenig kleingeschnittene Wiese, aber definitiv nicht genügend. Ich verzeichne keine akuten Schmerzsymptome. Jedoch nimmt er weiterhin ab & ihm stresst es auch total, dass ich ihn hoch nehme zum Päppeln (geht nicht anders). Mittlerweile versuche ich statt aller 3h nur alle 4 h etwas Brei zu geben. Aufgeweichte Cunis werden gemieden. Jetzt setzt er zusätzlich noch Blinddarmkot ab, den er nicht frisst (Nebenwirkung vom Antibiotikum?).
Jedenfalls jetzt zu meiner Frage...Ich habe oft Beiträge gelesen die fast ausschließlich meinten, dass ihr Kaninchen nach einer Zahn-OP noch besser gefressen hat als vorher. Jetzt ist die letzte OP schon 5 Tage her & er frisst immer noch viel zu wenig. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Meine Ärztin habe ich schon versucht zu erreichen, jedoch warte ich noch auf den Rückruf & würde mich gerne mit anderen austauschen.
Danke schonmal im Voraus :kiss:
Alexandra K.
05.05.2026, 18:40
Das ist ja schon eine schwere OP, das Tier wird also sicherlich noch Schmerzen haben.
Wichtig: alle 4 Stunden Novalgin, alle 12 Stunden Melox und ggf. auch Tramadol 2x am Tag dazu.
Wenn er abnimmt päppelst Du zu wenig, mit ausreichend Brei sollte das Gewicht gehalten werden (vorausgesetzt Du nimmst keinen selbst hergesetellten) wenn Du diesen nach Herstellerangabe verabreichst und anrührst.
Wie viel hat er denn abgenommen, von was auf was?
feiveline
05.05.2026, 21:33
Ich habe oft Beiträge gelesen die fast ausschließlich meinten, dass ihr Kaninchen nach einer Zahn-OP noch besser gefressen hat als vorher. Jetzt ist die letzte OP schon 5 Tage her & er frisst immer noch viel zu wenig. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?Meinen Jonny musste ich nach seiner Zahn-OP knapp zehn Tage päppeln… Zu Anfang alle vier Stunden vollständig, nach ein paar Tagen hat er streifenförmig geschnittenes Grünzeug zumindest in Teilen „eingesaugt“, musste aber weiter zugepäppelt werden.
Die „Gratwanderung“ bei ihm war festzustellen, wann muss ich das päppeln zurückfahren um ihn nicht dadurch zu satt zu machen.
Hast Du vielleicht in der Nähe eine Weide stehen?
Weidenblätter werden hier nach/in Krankheitsfällen komischerweise immer als erstes genommen, egal ob Zähne, Ohren oder Bauch.
Mottchen
06.05.2026, 05:40
Ich habe oft Beiträge gelesen die fast ausschließlich meinten, dass ihr Kaninchen nach einer Zahn-OP noch besser gefressen hat als vorher. Jetzt ist die letzte OP schon 5 Tage her & er frisst immer noch viel zu wenig. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?Meinen Jonny musste ich nach seiner Zahn-OP knapp zehn Tage päppeln… Zu Anfang alle vier Stunden vollständig, nach ein paar Tagen hat er streifenförmig geschnittenes Grünzeug zumindest in Teilen „eingesaugt“, musste aber weiter zugepäppelt werden.
Die „Gratwanderung“ bei ihm war festzustellen, wann muss ich das päppeln zurückfahren um ihn nicht dadurch zu satt zu machen.
Hast Du vielleicht in der Nähe eine Weide stehen?
Weidenblätter werden hier nach/in Krankheitsfällen komischerweise immer als erstes genommen, egal ob Zähne, Ohren oder Bauch.
Eigentlich gar nicht komisch mit der Weide. Weide ist im Grunde wie ein natürliches Aspirin. Es wirkt unter anderem schmerzstillend..die Nasen wissen schon genau was ihnen gut tut:good:
Mottchen hat nach ihrer Backenzahn OP auch ein paar Tage gebraucht bis sie erstmal klein geraspeltes
gefressen hat und dann irgendwiann wieder normal
Das ist ja schon eine schwere OP, das Tier wird also sicherlich noch Schmerzen haben.
Wichtig: alle 4 Stunden Novalgin, alle 12 Stunden Melox und ggf. auch Tramadol 2x am Tag dazu.
Wenn er abnimmt päppelst Du zu wenig, mit ausreichend Brei sollte das Gewicht gehalten werden (vorausgesetzt Du nimmst keinen selbst hergesetellten) wenn Du diesen nach Herstellerangabe verabreichst und anrührst.
Wie viel hat er denn abgenommen, von was auf was?
Danke für deine Antwort :) er hat insgesamt seit der OP 30g abgenommen (vor der zweiten OP wog er 1.06 kg). Zu dem Brei (JR Farm) mische ich noch Karottenbrei, Schmelzflocken & mach es mit Löwenzahnsaft flüssig. Das nimmt er jetzt auch sehr gut an & ich hab das Intervall auf 3h gesetzt. Ich bin mir immer unsicher, ob er dann auch weniger Frischfutter mümmelt, wenn er ja durch den Brei satt ist...
Ich habe oft Beiträge gelesen die fast ausschließlich meinten, dass ihr Kaninchen nach einer Zahn-OP noch besser gefressen hat als vorher. Jetzt ist die letzte OP schon 5 Tage her & er frisst immer noch viel zu wenig. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?Meinen Jonny musste ich nach seiner Zahn-OP knapp zehn Tage päppeln… Zu Anfang alle vier Stunden vollständig, nach ein paar Tagen hat er streifenförmig geschnittenes Grünzeug zumindest in Teilen „eingesaugt“, musste aber weiter zugepäppelt werden.
Die „Gratwanderung“ bei ihm war festzustellen, wann muss ich das päppeln zurückfahren um ihn nicht dadurch zu satt zu machen.
Hast Du vielleicht in der Nähe eine Weide stehen?
Weidenblätter werden hier nach/in Krankheitsfällen komischerweise immer als erstes genommen, egal ob Zähne, Ohren oder Bauch.
Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung! Genau das Einschätzen fällt mir sehr schwer. Ich glaube deswegen kam es teilweise zu der Abnahme, weil ich es nicht richtig eingeschätzt habe wie viel er futtert & dann zu früh die Päppel-Intervalle verkürzt hab. Bei kaninchenwiese hatte ich gelesen, dass Kaninchen die Nacht immer gut selbst überbrücken können, wenn sie etwas selbstständig fressen...naja, da hab ich halt die Menge doch überschätzt die er selbst frisst :(
Weide hab ich tatsächlich in der Wiesen-Mischung mit dabei & die hat er auch schon etwas gemümmelt (jedenfalls eine bestimmte Weidenart - der Feinschmecker halt)
Ich habe oft Beiträge gelesen die fast ausschließlich meinten, dass ihr Kaninchen nach einer Zahn-OP noch besser gefressen hat als vorher. Jetzt ist die letzte OP schon 5 Tage her & er frisst immer noch viel zu wenig. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?Meinen Jonny musste ich nach seiner Zahn-OP knapp zehn Tage päppeln… Zu Anfang alle vier Stunden vollständig, nach ein paar Tagen hat er streifenförmig geschnittenes Grünzeug zumindest in Teilen „eingesaugt“, musste aber weiter zugepäppelt werden.
Die „Gratwanderung“ bei ihm war festzustellen, wann muss ich das päppeln zurückfahren um ihn nicht dadurch zu satt zu machen.
Hast Du vielleicht in der Nähe eine Weide stehen?
Weidenblätter werden hier nach/in Krankheitsfällen komischerweise immer als erstes genommen, egal ob Zähne, Ohren oder Bauch.
Eigentlich gar nicht komisch mit der Weide. Weide ist im Grunde wie ein natürliches Aspirin. Es wirkt unter anderem schmerzstillend..die Nasen wissen schon genau was ihnen gut tut:good:
Mottchen hat nach ihrer Backenzahn OP auch ein paar Tage gebraucht bis sie erstmal klein geraspeltes
gefressen hat und dann irgendwiann wieder normal
Auf den Tag warte ich förmlich...Er nimmt leider nichts weiter an. Den Päppelbrei frisst nur sein Partnertier, er haut ab. Ebenfalls macht er einen riesigen Bogen um eingeweichte Cunis (da haben wir auch schon 2 Marken ausprobiert). Raspel-Teller findet er auch blöd. Er war schon immer skeptisch gegenüber Futter und ist sehr wählerisch. Selbst seine Lieblings-Schmeckos nimmt er nicht an
Aber es gibt auch ein kleines Update - ich war heute nochmal beim Tierarzt & er scheint wohl an der einen Naht eine Wundheilstörung zu haben :heulh: heute wurde die Wunde gespült, morgen nochmal Kontrolle & eventuell kommt dann in den nächsten Tagen noch eine neue Aufgabe auf mich zu. Ich hoffe wirklich, dass das nicht nötig ist. Keine Ahnung wie ich das schaffen soll. Der Kleine ist so quirlig & panisch wenn ich ihn hochnehmen muss, da hilft selbst das Einwickeln in ein Handtuch kaum...
Oh je, drücke Euch die Daumen. :umarm: Schreib evtl. mal Almuth (Vertrauensperson) eine Mail wegen Päppeln, sie hat da viel Erfahrung.
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